A-Mineraliennamen - Mineralienfundorte in der Schweiz 3.0

Vorkommen und Fundorte von Mineralien in der Schweiz
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Mineraliennamen
Alle Mineraliennamen und Synonyme beginnend mit A oder a.
Aarit      -> siehe:  Arit. Name nach dem Fundort Ar, Basses, Dept. Pyrenees, Frankreich. Nicht mehr gebräuchliche und überflüssige Bezeichnung für einen Mischkristall zwischen Nickelin und Breithauptit.
Abalone-Perlmutt       -> siehe:  Perlmutt. Perlmutt der Haliotis-Schnecke.
Abchasit       -> siehe:  Tremolit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Varietät von Tremolit (Grammatit).
Abellait   IMA2014-111, anerkannt
Abelsonit   IMA1975-013, anerkannt. Das Mineral wurde nach H. P. Abelson (
1913-2004), Geochemiker, dem Präsidenten der Carnegie Institution in Washington, D.C. benannt.
He was co-discoverer of element 93 (neptunium), editor of the periodical Science (1962-1984), and director of the Carnegie Institution of Washington's Geophysical Laboratory (1953-1971).
Abenakiit       -> siehe:  Abenakiit-(Ce)
Abenakiit-(Ce)   IMA1991-054, anerkannt. Nach dem Abenaki Indianerstamm, Besitzer des Gebietes rund um den Mont Saint-Hilaire.
Abendländischer Türkis       -> siehe:  Odontolith. Alte Bezeichnung für Odontolith.
Abernathyit   IMA1956, grandfathered. Name nach Jess Abernathy, Moab, Utah, Minenbesitzer welcher das erste Stück fand. Ein seltenes, sekundäres Uranmineral. Erstbeschreibung 1956.
Abeston       -> siehe:  asbestos
Abgelöschter Kalk       -> siehe:  Kalk
Abhurit   IMA1983-061, anerkannt. Name nach der Lokalität: Sharm Abhur, a cove in the Red Sea, Saudi Arabia, Jiddah, Rotes Meer.
Abichit       -> siehe:  Klinoklas. Benannt nach dem Geologen Wilhelm Hermann Abich. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Klinoklas.
Abikit       -> siehe:  Klinoklas. Dänische und schwedische Bezeichnung für Abichit.
Abkhazit   diskreditiert    -> siehe:  Tremolit. Abchasit, Tremolit, (Grammatit). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Varietät von Tremolit.
Ablikit       -> siehe:  Ablykhit. Benannt nach dem Fundort Ablyk in Usbekistan. Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht definiertes Tonmineral, ähnlich Halloysit.
Ablykit       -> siehe:  Ablykhit
Abramovit   IMA2006-016, anerkannt. Der Name ehrt den russischen Mineralogen Dmitry Abramov. Das Sulfid von Blei, Zinn, Indium und Wismut zählt strukturell zu der Kylindrit-Gruppe.
Abrasit      -> siehe:  Korund. Nach dem Lateinischen "abradere" = abkratzen. Synthetischer Korund für technische Zwecke.
Abrazit   diskreditiert    -> siehe:  Gismondin. (BREISLAK 1818) von Griechisch 'brazo' = sieden mit a Privativum als Synonym für Gismondin. Ursprünglich wurde dieser Name nur als Synonym verstanden, Fehlanalysen kamen später hinzu. Um 1823: HAIDINGER hat ein zum pyramidalen Systeme gehörendes Mineral beschrieben, das bei Capo di Bove vorkommt. Seine Farbe ist verschieden; blau, weiss, perlgrau, rosarot, es ist Zeagonit genannt worden. Man hat es mitunter auch mit Gismondin und Abrazit genannt.
Abriachanit   diskreditiert    -> siehe:  Riebeckit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Riebeckit, früher als Fe-reiche Varietät von Glaukophan angesehen.
Absit   diskreditiert    -> siehe:  Brannerit. Ueberflüssiger Name für thoriumhaltigen Brannerit.
Absorbierende Erde      -> siehe:  Kalische Erde
Absorbirende Erde       -> siehe:  Absorbierende Erde
Abswurmbachit   IMA1990-007, anerkannt. Name nach Irmgard Abs-Wurmbach (1938-), deutsche Mineralogien, Institut für Mineralogie, Ruhr Universität, Bochum, Deutschland. Das Jahr der Entdeckung wird mit 1991 angegeben, das Jahr der IMA-Anerkennung mit 1990. Evtl. sind die beiden Daten vertauscht.
Absynthus  Nach KONRAD VON MEGENBERG, ein schwarzer Stein mit weissen Adern.
Abuit  IMA2014-084, anerkannt
Abukumalit  diskreditiert    -> siehe:  Britholith-(Y). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Britholit-(Y).
Abukumalith      -> siehe:  Abukumalit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Britholit-(Y).
Abzieher      -> siehe:  Quarz. New-Age-Bez. für bestimmte Bergkristalle mit einer besonders grossen Pyramidenfläche (Dauphineer Habitus). Findet Verwendung als Heilstein.
Abzieherkristall       -> siehe:  Quarz. Bergkristall (Quarz) mit einer aussergewöhnlich grosser Pyramidenfläche.
Acadialith  diskreditiert    -> siehe:  Chabasit. Die Namensgebung erfolgte vermutlich nach dem Griechischen 'aka' = ruhig und 'dialyo' = auflösen. Acadialith ist eine unveröffentlichte Bezeichnung von ALGER & JACKSON für eine rote Chabasit-Varietät aus Nova Scotia, Kanada.
Acadilith       -> siehe:  Chabasit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen fleischroten Chabasit. Fehlerhafte Schreibweise für Acadialith.
Acadiolit       -> siehe:  Chabasit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen fleischroten Chabasit. Fehlerhafte Schreibweise für Acadialith.
Acadiolith       -> siehe:  Chabasit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen fleischroten Chabasit. Ist eine abgeänderte Schreibweise von Acadialith (nach THOMSON 1843).
Acadyalit      -> siehe:  Chabasit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen. fleischroten Chabasit.
Acanthicon       -> siehe:  Arendalit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Arendalit (Epidot).
Acanthikon       -> siehe:  Arendalit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Arendalit (Epidot).
Acanthit       -> siehe:  Akanthit
Acarbodavyn      -> siehe:  Davyn. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Davyn.
Acetamid   IMA1974-039, anerkannt. Fundland: Ukraine. Verdampft bei Sonnenschein.
Acetum accerrimum       -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Quecksilber (Gessmann 1899). Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Acetum accerrinum       -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Quecksilber (Gessmann 1899). Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Acetum adhaerens       -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Achalait   IMA2013-103, anerkannt.
Achat       -> siehe:  Quarz     
Gefunden wurde angeblich die ersten Achate im Fluss Achates (heute Drillo, Carabi oder Canitello genannt) nähe des Ortes Acate, im heutigen Sizilien. Die Endgültige Namensgebung soll aber auf den Schüler des Aristoteles, Theophrastos von Eresos, zurück zuführen sein.
1). Beim Achat handelt es sich um eine mikrokristalline Quarzvarietät. Theophrastos gab dem Achat seinen Namen, da er zuerst im Fluss Achates (heute Drillo, Sizilien), gefunden wurde. Anfang des 17. Jahrhunderts war die Achatindustrie bereits zu ziemlicher Bedeutung herangewachsen, einen großen Aufschwung aber nahm sie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert, wo man anfing, Achatwaren zuerst in Silber, dann in vergoldetem Tombak zu fassen. Diese Bijouterie fausse bildete sich namentlich in Oberstein aus und brachte später auch reine Metallwaren auf den Markt. Nach 1813 entdeckte man die Farbenveränderung der Steine durch Brennen, und 1819 brachte ein Idarer Handelsmann das von einem römischen Steinschneider erworbene Geheimnis des Schwarzfärbens in die Heimat. Seitdem entwickelte sich die Färberei des Achats sehr schnell und wurde eine der Hauptursachen des Aufblühens der Achatindustrie, welche nun auch fremdländische Steine, namentlich Achat aus Uruguay, verarbeitete. Seit 1834 kam dies Material nach Idar, und entwickelte die Achatindustrie in nicht gekannter Weise, besonders auch, da die reichlich aus Südamerika eintreffenden Onyxe das Aufblühen der Steinschneidekunst in Paris und Idar veranlassten. Man fertigte hauptsächlich Kameen und Intarsien, zum Teil von hohem Kunstwert, und machte mit denselben grosse Geschäfte.
2). Definition um 1817: Achat, (Achates; Agate), eine gemengte Steinart, bei welcher Chalcedon oder Carneol die Grundmasse ausmachen und verschiedene andere Steinarten im Gemenge sich finden. Dergleichen sind Horn- und Feuerstein, Quarz, Amethyst, Bergkrystal, Opal, Jaspis, Heliotrop, Cacholong, Steinmark, Grünerde. Nach Vorwaltung eines dieser Gemengtheile hat man auch die Achate benannt, und sie als Chalcedon-Achate, Carneol Achate ec. in Kauf gebracht. Der eigentliche Nahmen soll aber vom Flusse Achates (heute Drillo im Val di Noto auf Sicilien) herrühren, wo her ihn die Alten zuerst gebracht haben. Seine Farbe ist nach Verschiedenheit der eingemengten Theile auch mannigfaltig, und die verschiedenen Zeichnungen, die man oft darin sieht und durch die Einbildung vermehret werden, haben ihn in technischer Hinsicht verschiedene Nahmen zu Wege gebracht.
Achat-Breccia       -> siehe:  Achat. Definition um 1817: Achat-Breccia, eine Art des Achatsteins, der aus verschiedenen scharfkantigen Bruchstücken eben dieses Gesteines besteht, welche durch ein Quarz- oder anderes Cement untereinander verbunden sind.
Achat-Galle       -> siehe:  Achatgalle
Achat-Jaspis       -> siehe:  Achatjaspis
1). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen Achat-ähnlichen Jaspis oder für Verwachsungen von durchscheinendem, gelben, grünlichen oder braunen Achat und undurchsichtigem Jaspis (beides Varietäten von Quarz). Eine ungenaue und schwammige Bezeichnung, klare Abgrenzung nicht möglich. Findet Verwendung als Schmuckstein.
2). Achat aus lagenförmig wechselnden Chalcedon- und Jaspis-Schichten.
3). Definition um 1837: besteht aus Quarz mit Alaunerde, Eisenoxyd oder Eisenoxydhydrat gemengt.
Achat-Kiesel       -> siehe:  Aegyptischer Jaspis
Achat-Kieselstein       -> siehe:  Achat. Bezeichnung für abgerollte Achate.
Achat-Opal      -> siehe:  Gemeiner Opal. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung. Als Edelopal wird jeder Opal mit Farbenspiel bezeichnet. Einzige Ausnahme sind die Feueropal, diese werden zu den Edelopalen gezählt, wenn sie auch kein Farbenspiel zeigen dafür aber klar bis durchscheinend sind . Alle Opale ohne Farbenspiel werden zu den 'gemeinen Opalen' gezählt. Von den vielen Handelsnamen folgend eine Auswahl: Achatopal, Angel Skin Opal, Holzopal, Honigopal, Hyalit, Hydrophan, Kascholong, Milchopal, Porzellanopal, Moosopal, Prasopal, Wachsopal.
Achates       -> siehe:  Achat
1). Mittelhochdeutsch für Achat.
2). Es gibt auch "künstliche Achate", so genannte Achates, buntfarbiges, dem Achat ähnliches Glas.
3). Griechische Bezeichnung bei Theophras für bunte, gefleckte, geäderte Minerale und Gesteine verschiedener Zusammensetzung, auch solche, in denen man Bilder von Personen und Landschaften zu sehen glaubte. Entspricht nur zum Teil dem heutigen Achat. Auch bei Plinius wurde diese Bezeichnung für Achat und andere Steine verwendet.
Achates Opalus       -> siehe:  Edler Opal. Siehe auch unter Gemeiner Opal.
Achates islandicus       -> siehe:  Obsidian
Achates oculus mundi       -> siehe:  Veränderlicher Opal
Achates pseudopalus       -> siehe:  Katzenauge
Achatgalle  Definition um 1817: Manche Achate haben einen Ueberzug von einer andern Steinmasse, welche bey den Steinschneidern Achat-Galle genannt wird. Die Länder, wo er nicht selten ist, sind Böhmen bey Gross- und Klein- Skal, Böhmisch Aicha, Semile; Siebenbürgen bey Thuroczko; Schlesien bey Bunzlau, Landshut, Oberstein und Almerode, wo er in eigentlichen Achatbrüchen bergmännisch gewonnen wird. Die reichsten Gruben sind zwischen Oberstein und Idart am Galgenberge, woraus die Achat Gräber dieser Gegend reichlichen Vorrath holen, die schönsten Stücke den Achat-Schleifern überlassen und die übrigen über die Halde stürzen, woraus aber noch immer sehr schöne für Mineral-Sammlungen können ausgewählet werden.
Achath       -> siehe:  Achat. Nicht mehr gebräuchliche Schreibweise für Achat.
Achatisierte Koralle       -> siehe:  Korallenachat
Achatjaspis       -> siehe:  Jaspis. Name wegen den mit  Chalcedon lagenförmig wechselnden Jaspisschichten.
1). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen Achat-ähnlichen Jaspis oder für Verwachsungen von durchscheinendem, gelben, grünlichen oder braunen Achat und undurchsichtigem Jaspis (beides Varietäten von Quarz). Eine ungenaue und schwammige Bezeichnung. Eine klare Abgrenzung nicht möglich. Findet Verwendung als Schmuckstein.
2). So ist der Achatjaspis (Jaspachat) eine gelb, braun und grün gestreifte Verwachsung aus Jaspis und Achat, strenggenommen also ein Gestein.
3). Definition um 1817: Achat-Jaspis, eine Jaspisart, welche im Achate zuweilen und zwar derb vorkommt und diesen zum Theil mit constituieren hilft. Hausmann zählet sie unter die Jaspisart, welche er eben ein Jaspis nennt. Seine Farbe ist weiss; blutfleisch- und bräunlichroth; isabell- und ockergelb; gelblich- und röthlichbraun. Das Bruchgefüge flachmuschlich; die Bruchfläche matt; die Bruchstücke leicht abspringend, unbestimmteckig, nicht sonderlich scharfkantig. Die Absonderungen, die sich zuweilen zeigen, theils concentrisch-theils festungsartig gebogenschaalig. Er ist undurchsichtig; im geringen Grade hart-spöde und nicht sonderlich schwer. Unter allen die leichteste Jaspisart. In den mineralogischen Systemen wird er heut zu Tage als eine Art der Jaspisgattung aufgeführet. Er bricht theils auf Gängen, theils mit Porphyr zugleich und geht in gemeinen Jaspis über. Seine Fundörter sind in Sachsen Chemnitz, Johanngeorgenstadt, Schneeberg, Tilgen bey Zwickau und der Steinberg bey Stollberg. In der Schweiz bey Aarau in eisenschüssigen Thon in den dasigen Eisengruben mit braungelben Quarz.
Achatkugel       -> siehe:  Achat. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung oder volkstümliche Bezeichnung für annähernd kugelförmige Gebilde mit oder ohne Nebengestein, die Achat enthalten und in Drusen im Inneren oft auch Bergkristall oder Amethyst.
Achatlager      -> siehe:  Lagerstein
Achatopal       -> siehe:  Gemeiner Opal. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung. Als Edelopal wird jeder Opal mit Farbenspiel bezeichnet. Einzige Ausnahme sind die Feueropal, diese werden zu den Edelopalen gezählt, wenn sie auch kein Farbenspiel zeigen dafür aber klar bis durchscheinend sind . Alle Opale ohne Farbenspiel werden zu den 'gemeinen Opalen' gezählt. Von den vielen Handelsnamen folgend eine Auswahl: Achatopal, Angel Skin Opal, Holzopal, Honigopal, Hyalit, Hydrophan, Kascholong, Milchopal, Porzellanopal, Moosopal, Prasopal, Wachsopal.
Achavalit       -> siehe:  Achávalith. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ferroselit.
Achavalith       -> siehe:  Achávalith
Acheson-Graphit       -> siehe:  Graphit. Künstlich hergestellter Graphit.
Achiardit   diskreditiert    -> siehe:  Dachiardit. Fehlerhafte Schreibweise für Dachiardit.
Achirit      -> siehe:  Dioptas
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Dioptas. Ferber beschrieb ihn im 18. Jh.als eine Smaragd-Varietät.
2). Bezeichnung um 1817 für Kupfer-Smaragd (heute Dioptas).
Achivit       -> siehe:  Dioptas. Nicht mehr gebräuchliche und fehlerhafte Bezeichnung (statt Achirit) für Dioptas.
Achlusit  diskreditiert    -> siehe:  Topas. Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht definiertes, specksteinähnliches Umwandlungsprodukt von Topas.
Achmatit       -> siehe:  Epidot. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Epidot.
Achmit      -> siehe:  Aegirin. Name wegen seiner lanzettartigen Kristallform.
In dem Kirchenspiel Egersdes südlichen Norwegens fand Bergmeister P. STRÖM in Kungsberg ein neues Mineral, welches von seiner lanzettartigen Kristallform den Namen Achmit erhielt. Er zeigt, dass dieses Fossil sowohl in Absicht auf seine Kristallform als in Absicht auf seine Zusammensetzung von allen früher bekannten verschieden ist, und dass es aus Kieselerde, Eisenoxyd und Natrum besteht.
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aegirin.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Akmit.
Achrematit  diskreditiert. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge aus Mimetesit und Wulfenit.
Achremit   Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge aus Mimetesit und Wulfenit.
Achroit      -> siehe:  Turmalin. Name nach griech. "achroos" = farblos.
1). Bezeichnung für einen farblosen Turmalin. Meist handelt es sich um eine Varietät von Elbait, selten von Liddicoatit. Findet selten Verwendung als Schmuckstein. Vorkommen: Isola d'Elba (Italien) Dschalal-Abad (Afghanistan).
2). Farbloser Elbait oder Liddicoatit (Varietäten von Turmalin).
3). Farbloser Elbait oder Rossmanit, Edelstein-Varietät.
Achromait  diskreditiert    -> siehe:  Hornblende. Name von gr. achroos = farblos. Überflüssige Bezeichnung für eine farblose Hornblende, zum Teil unbekannter Zusammensetzung, zum Teil Edenit.
Achromatit       -> siehe:  Hornblende. Name von gr. achroos = farblos.
Pb5[Cl/(AsO4·WO4)3]; nicht näher bekanntes Mineral. Überflüssige Bezeichnung für eine farblose Hornblende, zum Teil unbekannter Zusammensetzung, zum Teil Edenit.
Achtaragdit      -> siehe:  Achtarandit. Name nach dem Fluss Achtaragda in Ostsibirien. - Benannt nach dem Vorkommen Achtaranda, Yakutien (Russland).
Gemenge von Grossular und Quarzkörnchen. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Hibschit oder Katoit (z.T. im Gemenge mit Schichtsilikaten) pseudomorph nach Wadalit oder Mayenit.  Pseudomorphose von Grossular-Katoit-Mischkristallen (Hydrogrossular) nach Mayenit, möglicherweise auch von Hibschit nach Wadalit vom Wiljui in Russland. Achtaragdit findet sich meist in Form tetraedrischer oder triakistetraedischer Kristalle von weißgrauer bis graubrauner Farbe.
Achtarandit      -> siehe:  Granat     
Benannt nach dem Vorkommen im Fluss Achtaranda, Yakutien (Russland).
1). Granat-Pseudomorphose von Hydroglossular nach Mayenit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Hibschit oder Katoit (z.T. im Gemenge mit Schichtsilikaten) pseudomorph nach Wadalit oder Mayenit.
3). Pseudomorphose, Gemenge Grossular, Kaolinit, Klinochlor, Pennin und Dolomit, pseudomorph nach Tristetraedern, wohl Helvin (Kipfer).
Achtaryndit      -> siehe:  Achtarandit. Benannt nach dem Vorkommen Achtaranda, Yakutien (Russland). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Hibschit oder Katoit (zum Teil im Gemenge mit Schichtsilikaten) pseudomorph nach Wadalit oder Mayenit.
Achtel Ordnung       -> siehe:  Ogdoedrien
Achávalith  IMA1939, grandfathered    -> siehe:  Ferroselit. Name nach L.Achaval. Fundland: Argentinien. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ferroselit. Erstbeschreibung 1959. "Grandfathered". Neuer IMA-Status (Sept. 2017): von IMA1939, grandfathered auf IMA1939, renamed
Aciculit      -> siehe:  Aikinit
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aikinit oder nicht anerkannte Bezeichnung für CaFe2O4 von Kopeisk und Korkino, Tschelyabinsk, Südural (Russland).
2). Das Mineral taucht allerdings in verschiedenen Quellen unter verschiedenen Synonymen auf. So erhielt es die bergmännische Bezeichnung Nadelerz aufgrund seiner häufig vorkommenden, nadelförmigen Kristallausbildung. Diese wurde ins englische Acicular ore übernommen und daraus auch die Bezeichnung Aciculite (nach Nicol, 1849), zu Deutsch Aciculit abgeleitet.
Acidum tartari      -> siehe:  Cremor tartari
Acier natif pseudo-volcanique       -> siehe:  Eisen, gediegen. Alte französische Bezeichnung für Eisen, gediegen.
Acies       -> siehe:  Ferrum
Ackstein       -> siehe:  Bernstein
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bernstein und Gagat.
2). Ackstein wird auch als Synonym von Augenstein angegeben (siehe dort).
Acmit  diskreditiert    -> siehe:  Aegirin
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Aegirin.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Akmit.
Acmit-Augit       -> siehe:  Aegirin-Augit
Acmonidesit   IMA2013-068. anerkannt
Acnit      -> siehe:  Aegirin
Acrochordit       -> siehe:  Akrochordit. Nicht gebräuchliche Schreibweise für Akrochordit.
Actinolith       -> siehe:  Aktinolith. Nicht mehr gebräuchliche Schreibweise für Aktinolith.
Actinolithe       -> siehe:  Strahlstein
Actinot  diskreditiert    -> siehe:  Aktinolith. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Strahlstein und Hornblende (Actinolit / Aktinolith).
Actinote       -> siehe:  Strahlstein
Actinote aciculaire       -> siehe:  Asbestartiger Strahlstein
Actinote fibreux       -> siehe:  Glasartiger Strahlstein
Actinote lumellaire       -> siehe:  Gemeiner Strahlstein
Actinote étalé      -> siehe:  Gemeiner Strahlstein
Actinotus       -> siehe:  Strahlstein
Actinotus asbestiformis       -> siehe:  Asbestartiger Strahlstein
Actynolin  diskreditiert    -> siehe:  Aktinolith
Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Actinolit / Aktinolith.
Actynolit       -> siehe:  Aktinolith. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Actinolit / Aktinolith.
Actynolith   diskreditiert    -> siehe:  Aktinolith. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Actinolit / Aktinolith.
Acuminit   IMA1986-038, anerkannt. Aus dem Lateinischen acuminis, scharfer Punkt, spiessig, der charakteristischen Form des Kristalls.Ein Mineral. Fundland: Grönland.
Adachiit  IMA2012-101, anerkannt
Adam      -> siehe:  Lapis philosophorum. Alter Begriff aus der Alchemie. Synonym für Mercurius philosophorum und Lapis philosophorum (Schneider 1962).
Adamant      -> siehe:  Diamant. Der Name kommt von griechisch "adamas" = der Unbesiegbare.Im Mittelalter Bezeichnung für Diamant.
Adamantin       -> siehe:  Korund. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Korund.
Adamantinspat      -> siehe:  Korund. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Korund.
Adamantoid       -> siehe:  Andradit. Adamantoid wurde eine Andradit-Varietät benannt die ca.1870 im Ural entdeckt wurde.
Adamas       -> siehe:  Diamant. Der Name kommt von griechisch "adamas" = der Unbesiegbare.
1). Mittelalterliche Bezeichnung für  Diamant. Adamas  (der Unbezwingliche) hiess der Diamant bei Griechen und Römern.
2). Lateinisch, PLINIUS um 60 n. Chr., für sehr harte Schmucksteine, evtl. auch Diamant. Es ist allerdings umstritten, ob der Diamant überhaupt in der Antike bekannt war. Griechisch auch für Diamant, auch für das damals härteste Metall, den Stahl.
Adamin       -> siehe:  Adamit. Nach dem Finder Adam aus Paris.
Erstmals von der Mürtschenalp/GL bestimmt (Schmutz et al. 1980). Kupferhaltige Adamine sind grünlich, kobalthaltige rosfarbig bis purpurfarbig. Fluoreszierend und phosphoreszierend. Vorkommen: in der Oxidationszone arsenreicher Lösungen. Aluminium-Adamin: Aluminiumhaltige Adamin-Varietät. Cuproadamin: Kupferhaltige Adamin-Varietät Cobaltadamin: Kobalthaltige Adamin-Varietät Nickeladamin: Nickelhaltige Adamin-Varietät.
Adamin-(Al)      -> siehe:  Adamin. Fehlerhafte und unzulässige Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Adamin.
Adamin-Al      -> siehe:  Adamin. Nicht mehr gebräuchliche und unzulässige Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Adamin.
Adamit  IMA1866, grandfathered. Name nach dem französischen Mineralogen Gilbert Joseph Adam (1795-1881), Finder des Minerals.
Endeckt in Chile. Erstbeschreibung 1959?. "Grandfathered". Erstmals von der Mürtschenalp/GL bestimmt (Schmutz et al. 1980). Kupferhaltige Adamine sind grünlich, kobalthaltige rosfarbig bis purpurfarbig. Fluoreszierend und phosphoreszierend. Vorkommen: in der Oxidationszone arsenreicher Lösungen. Aluminium-Adamin: Aluminiumhaltige Adamin-Varietät. Cuproadamin: Kupferhaltige Adamin-Varietät Cobaltadamin: Kobalthaltige Adamin-Varietät Nickeladamin: Nickelhaltige Adamin-Varietät.
Adamit (von Friedel)       -> siehe:  Adamit
Adamsit  diskreditiert    -> siehe:  Adamsit-(Y)
1). Als Adamsit wurde früher auch Muskovit bezeichnet. Auch neuere Literatur gibt für Adamsit noch das Mineral Muskovit an.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Muskovit oder fehlerhafte Bezeichnung für Adamsit-(Y).
Adamsit-(Y)  IMA1999-020, anerkannt. Name nach Frank Dawson Adams (1859-1942), Professor für Geologie an der McGill University Montreal, für seine Arbeiten zur Geologie von Quebec und Montreal.
Addibischoffit   IMA2015-006, anerkannt
Adelaide-Rubin       -> siehe:  Pyrop. Synonym von Pyrop. Irreführende Handelsbezeichnung für roten Topas oder für Pyrop oder für Almandin von South Australia (Australien).
Adelfolit      -> siehe:  Adelfolith
Adelfolith       -> siehe:  Ferrocolumbit
1). Zersetzter Mossit = tantalhaltiger Ferrocolumbit, Varietät.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Samarskit-(Y).
Adelforsit       -> siehe:  Ädelforsit
Adelit   IMA1891, grandfathered. Aus dem Griechischen für undeutlich, wegen seiner massiven Erscheinungsform. Land der Entdeckung: Schweden. Erstbeschreibung 1959. "Grandfathered, 1891".
Adelpholit      -> siehe:  Samarskit-(Y). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Samarskit-(Y).
Adelpholith   diskreditiert    -> siehe:  Ferrocolumbit
1). Zersetzter Mossit = tantalhaltiger Ferrocolumbit, Varietät.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Samarskit-(Y).
Ademant      -> siehe:  Diamant
Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Diamant.
Aderpetroleum       -> siehe:  Erdöl. Während dem 16 Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für Erdöl.
Aderther      -> siehe:  Erdöl. Während dem 16 Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für Erdöl.
Adigeit
1). Nicht mehr gebräuchliche und überflüssige Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes Serpentin-Mineral, vielleicht Antigorit oder Lizardit.
2). 5MgO 3SiO2 2½-4H2O - mit Chrysotil eng verwandt.
Adipit   diskreditiert   -> siehe:  Chabasit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Chabasit. (RENEVIERS) bezeichnet eine gelatinöse Masse zwischen Calcit-Kristallen in der Molasse bei Lausanne, Schweiz. Dieses Mineral ist mit Chabasit identisch.
Adipocerit      -> siehe:  Pyrochlor
1). Zersetzter Pyrochlor.
2). Hatchettite.
3). Ozokerit.
Adler der Weisen       -> siehe:  Merkur
Adlerstein      -> siehe:  Limonit
1). Konkretionäre Ausbildungen in Verwitterungsböden und Diluvialsanden. Klumpen bis faustgrösse, wenn innen hohl dann Adlerstein oder Klapperstein, sonst Eisennieren. Als Adlerstein wird auch eine Achat-Varietät (Wasserachat) bezeichnet. Hierbei handelt es sich aber um eine nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung. Adlersteine finden Verwendung als Heil- und Zauberstein.
2). Stein, nach Konrad von Megenberg, evtl. ein Enhydro.
3). Brauneisenstein in kompakten grauen, braunen, dichten Massen; im Innern zuweilen hohl durch Wegführung einer leichter löslichen Beimengung (Adler- oder Klappersteine, Aende, werden hohle Eisennieren mit klapperndem Kern genannt). Als Amberger Gelb  oder Gelberde wird ein toniger Brauneisenstein bezeichnet.
4). Definition um 1817: Trivialbenennung eines kuglichen oder nierenförmigen Steines, von dem der gemeine Mann glaubet, die Adler trügen solchen in ihre Nester. Manche haben lose Sandkörner in sich und klappern, wenn man sie schüttelt, weswegen sie auch Klappersteine heissen. Sie sind Thon-Eisensteine, welche auch als solche können auf Eisen benützet werden. Daher siehe Eisenniere. In alten Zeiten war er sehr gesucht, weil man ihm besondere Heilkräfte in weiblichen Krankheiten zuschrieb.
5). Siehe auch unter Eisenniere.
Adlervitriol   Ein Gemisch aus Kupfervitriol und Eisenvitriol wird auch als Adlervitriol bezeichnet.
Admontit   IMA1978-012, anerkannt. Benannt nach dem Vorkommen in Österreich Schildmauer, Admont, Ennstaler Alpen Mts, Styria, Austria.
Adolfpaterait  IMA2011-042, anerkannt. Der Name ehrt den tschechischen Chemiker, Mineralogen und Metallurgen Adolf Patera (1819-1894); er entwickelte ab 1847 die ersten Produktionsverfahren für Uranfarben und Urangläser aus der St. Joachimsthaler Pechplende.  
Das bislang äusserst seltene Kalium/Uranyl-Sulfat ähnelt chemisch Zippeit, weicht jedoch strukturell ab. Im polarisierten Licht stark pleochroitisch (von farblos nach gelb). Zeigt eine grüne Fluoreszenz im langwelligen UV-Licht.
Adranosit   IMA2008-057, ?
Adranosit-(Al)   diskreditiert. Neuer IMA-Status (Sept. 2017): von IMA2008-057, renamed auf diskreditiert
Adranosit-(Fe)   IMA2011-006, anerkannt    
Adrianit  IMA2014-028, anerkannt
Adular       -> siehe:  Orthoklas. Nach dem klassischen Fundort in der Adula-Gruppe Tessin-Graubünden/CH. Vom antiken Begriff ‘Adularia’ (früher Gebiet des Gotthardes), Schweiz.
1). Wird heute nicht mehr als selbständige Mineralart angesehen. Nach der Erscheinungsform sind bekannt: Maderaner Habitus (pseudorhomboedrisch mit monoklinem Prisma), Fibbia-Habitus (stumpfprismatisch nach der c-Achse), Zwillinge nach dem Bavenoer- und dem Menebacher Gesetz.
Feldspat ist eine Gruppe sehr häufiger, quasi "auf dem Feld" vorkommender Silikat-Minerale der chemischen Zusammensetzung (Na,K,Ca,Ba) (Al,Si)4O8. Die in Klammern angegebenen Elemente können sich jeweils gegenseitig vertreten, stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals. Feldspat kristallisiert entweder im monoklinen oder im triklinen Kristallsystem.
Feldspat zählt zu den wichtigsten gesteinsbildenden Mineralen. Feldspate lassen sich in zwei verschiedene Gruppen einteilen:
Kalifeldspate wie z. B. Orthoklas oder Mikroklin haben einen hohen Anteil an Kalium. Sie lassen sich grob durch die Formel (K, Na)AlSi3O8 beschreiben, sind allerdings nur bei hohen Temperaturen stabil mischbar. Bei der Abkühlung kommt es zu Entmischungen, die sich in natriumreichen Lamellen in Kalifeldspat ("Perthit", KAlSi3O8), bzw. in kaliumreichen Lamellen in Albit ("Antiperthit", NaAlSi3O8) äußern. Den Vorgang selbst bezeichnet man als "perthitische Entmischung".
Die auch Plagioklase genannten Kalknatronfeldspate wie Albit und Labradorit zeichnen sich dagegen durch einen großen Gehalt an Kalzium und Natrium aus. Ihre Reihe wird durch die Formel NaAlSi3O8 (Albit) - CaAl2Si2O8 (Anorthit) zusammengefasst. Die Bezeichnung eines Einzelminerals kann mittels Prozentangaben erfolgen: Zum Beispiel besteht ein Andesin aus 60 Prozent Albit und 40 Prozent Anorthit und wird daher mit Ab60An40 bezeichnet.
Einige Varietäten des Feldspat wie Labradorit oder Orthoklas finden bei geeigneter Qualität als Schmuckstein Verwendung. Feldspat ist neben Kaolin und Quarz ein wichtiger Bestandteil bei der Porzellanherstellung.
Mondstein: meist Orthoklas mit blauweissem Schillereffekt, Schmuckstein-Varietät. Zwillinge: - Menebachzwilling: schmetterlingsartiger Habitus - Bavenoerzwilling: keilförmiger Habitus eine Kombination der beiden Zwillinge führt zum Vierling.
2). Definition um 1817: Adular, oder Adularischer Feldspath, Benennungen, welche sich in dem vorgeblichen Findorte, Adula, einem Berge in Graubündten gründet. Der zuerst und schon lang bekannte, war aus Ceylon, und wurde halbrund zu einem Ringsteine geschliffen, und wegen seines perlmutterartigen Silberschillers Mondstein, Ceylonscher Opal, Wasseropal, Fischauge genannt, und dieser ist es, welchen Hauy Feldspath nacre nannte, und ihn vom gemeinen Feldspath nicht unterschied. Andere, welche anstatt des Perlmutter- oder Silberscheins zwischen Gelb und Roth mit einem schönen Goldscheine spielen, hat man Sonnensteine und Sonnenopale auch Girasole der Italiener geheissen, von denen man aber vermuthet, dass sie wohl durch chemische Mittel in einen dergleichen Zustand dürften versetzet worden seyn. In systematischer Hinsicht hat man sie sonst bald zu den Opalen, bald zum Katzenauge gerechnet, bis sie Werner als Feldspath anerkannte und als eine eigene Art festsetzte, welche alsdann unter der specifischen Benennung: Opalisirender Feldspath ist aufgeführt worden; Hausmann sieht ihn aber bloss für eine Varietät des Feldspathes an. Er findet sich seiner Gestalt nach derb, in stumpfeckigen Stücken (Geschieben) und in Krystallen von vollkommener Ausbildung, welche ihre Kerngestalt und Integraltheilchen mit dem Feldspathe gemein haben. Die Abänderungskrystalle sind Säulen, aus denen sich der Rhombus und die Tafel durch Veränderungsflächen bilden und auch Zwillingskrystalle zusammensetzen. Die Säulen sind:
1) die stark geschobene vierseitige mit flacher auf die stumpfen Seitenkanten aufgesetzten Zuschärfung an beyden Enden (Feldspath binaire und Feldspath ditetraédre, Hauy)  
a) vollkommen;   
b) an scharfen Seitenkanten abgestumpft. (Feldspath prismatique, Hauy). Durch das Grösserwerden dieser Abstumpfungsflächen bildet sich
2). eine breite gleich winkliche sechsseitige an beiden Enden flach zu geschärfte Säule, woran die Zuschärfungsflächen auf den Seitenkanten aufsitzen, welche von den schmälern Seitenflächen gebildet werden (Feldspath bibinaire, Hauy). Diese Säulen sind zuweilen so breit und dünn, dass sie
3). sechsseitige Tafeln vorstellen, woran die schmalen Seitenflächen die Zuschärfungen der Endflächen bilden. Aus diesen Tafeln bilden sich, den Adular eigene,
4). Zwillingskrystalle, in dem zwey dergleichen Tafeln mit ihren breiten Seitenflächen aufeinander wachsen (Schorl blanc. Romé de L‘Isle.)
5). Die vollkommene Krystalle von No. 1. stellt zuweilen einen Rhombus vor, indem zwey einander diagonal gegenüber stehende Zuscharfungsflächen zuweilen kleiner sind und endlich ganz verschwinden. Dieser Rhombus ist meistens länglich und bildet mehr die vollkommene geschobene vierseitige Säule mit angesetzten Endflächen. Zuweilen werden aber zwei einander diagonal gegenüber stehende Zuschärfungsflächen sehr gross und die Säule zugleich sehr breit und niedrig, so dass diese Zuschärfungsflächen durch ihr Näherrücken mit den breiten Seitenflächen unter einem rechten Winkel zusammenstossen und so in ein gleiches Verhältnis treten, wodurch denn
6). eine rechtwinkliche vierseitige Säule gebildet wird, bey welcher die schmalen Seitenflächen der sechsseitigen Säule eine Art von schief angesetzter Zuschärfung der Endflächen abgeben. Alle diese Krystalle leiden noch verschiedene Abänderungen an Kanten und Ecken, und setzen eben wie der gemeine Feldspath noch andere Zwillingskrystalle zusammen. Sie sind selten klein meistens mittelgross und gross, zuweilen auch sehr gross; allezeit aufgewachsen, theils mehrere verschiedentlich, zuweilen auch treppenförmig zusammengehäuft, und die Säulen der Länge nach an den Seitenflächen gestreift und stark glänzend. Die Hauptfarbe ist die weisse und zwar graulich-milch- und grünlichweiss, auch sich dem Spargelgrün nähernd. Auch bemerkt man häufig an demselben ein von den zarten Springen hervorgebrachtes Irisieren und beym milchweissen ein flaches Fleischroth bey durchfallendem Lichtstrahl. Der Hauptbruch ist vollkommen blättrig von zweifachem rechtwinklichem Blätterdurchgange, wo sich aber sehr selten ein versteckt blättriger schiefwinklicher noch zeigt, welcher gewöhnlich nur klein und unvollkommen muschlich, dem unebenen sich nähernd, erscheint. Die Bruchfläche des ersten ist stark, die des zweyten wenig, auch glänzend, im Mittel zwischen Glas und Perlmutterglanz; die Bruchstücke sind eigentlich rechtwinklich vierseitig prismatisch und nach der dritten Dimension rhomboidal, überhaupt - aber unbestimmteckig und stumpfkantig. Der derbe ist grosskörnig abgesondiert nebst einer Anlage zu dick - und geradschaaligen Absonderungen. Er ist halb durchsichtig, welches sich zuweilen dem Durchsichtigen mit doppelter Strahlenbrechung nähert, auch nur durchscheinend und dann nach einer gewissen Richtung Silber- oder Perlmutterschillernd; übrigens in geringem Grade hart (schlägt mehr Funken als der gemeine); leicht zersprengbar nicht sonderlich schwer: nach Hoffmann 2,531-2,560, Blumenbach 2,561, Morett 2,567, Kirwan 2,500-2,559, Struve 2,550-2,600. Zwey Stücke an einander gerieben phosphoresciren wie der gemeine Feldspath. Vor dem Löthrohre schmilzt er zu einem weissen, durchsichtigen feinbläsigen Glas und fast zu einem ähnlichen im Feuer des Porcellanofens; mit Borar und Phosphorsalz löset er sich auf und gibt mit ihnen eine durchsichtige Kugel. Die Säuren haben keine Einwirkung auf ihn. Seine Bestandtheile sind nach Wauquelin: 64 Kiesel, 20 Thon, 2 Kalk, 14 Kali. Nach Klaproth enthielt einer aus der Dorothea - Aue bey Carlsbad 64,50 Kies, 19,75 Thon, 1,75 Eisenoxyd, 11,50 Kali, 0,75 Wasser, eine Spur Kalk und 1,75 Verlust; und ein anderer von Friedrichswärn in Norwegen: 65 Kiesel, 20 Thon, 1,25 Eisenoxyd, 12,25 Kali, 0,50 Wasser, eine Spur Kalk und 1,00 Verlust. Er findet sich auf Gängen und gangartigen Lagerstätten vorzüglich schön und gross auf dem Stella am Gotthardt und auf den Savoyer Alpen. In Frankreich in der Dauphiné; in Böhmen bei Carlsbad; in Norwegen zu Kongsberg und Friesdrichswärn; in Salzburg im Pinzgau; in Tyrol an Rohrberge, in der Ober-Pfalz am untern Rothenfels. Seine Begleiter sind Quarz, Glimmer, Chlorit, Bergkrystal ec. Aus Ceylon kommt er in Geschieben. Er wird zu Ringsteinen geschliffen. Hieher scheint auch der so genannte Cäsit von der Sau-Alpe in Kärnthen zu gehören.
Adular-Feldspat       -> siehe:  Adular. Stark glänzend, farblos oder licht gefärbt, oft durchsichtig, hat zuweilen einen schönen Lichtschein (Mondstein); findet sich im Granit  u. Gneis in der Dauphiné, in den Alpen, am Monte Somma bei Neapel  (Eisstein, Eisspath), am Vesuv  etc.; einer von drei der größten Adulare befindet sich im Museum der Akademie  der Wissenschaften in Petersburg.
Adular-Feldspath      -> siehe:  Adular-Feldspat
Adular-Katzenauge      -> siehe:  Adular. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für die Katzenaugen-Varietät des Adular, meist braun, die Ursache des Katzenaugen-Effektes ist ungeklärt. Findet selten Verwendung als Schmuckstein (der Katzenaugen-Effekt kommt nur im Cabochon-Schliff zur Geltung).
Adularer Felsit-Grammatit   Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Orthoklas oder Mikroklin.
Adularia   Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Orthoklas oder Mikroklin.
Adularischer Feldspat
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Orthoklas oder Mikroklin.
2). Andere Bezeichnung für Adular.
Adularischer Feldspath       -> siehe:  Adularischer Feldspat. Alte Schreibweise für 'Adularischer Feldspat' (Adular).
Adularkerzen       -> siehe:  Adular. Langgstreckte, aneinandergewachsene Adularkristalle.
Adularmondstein   Siehe unter Adular und Mondstein.
Aedelforsit       -> siehe:  Ädelforsit. Schreibweise von Ädelforsit.
Aedelit      -> siehe:  Ädelit. Schreibweise von KIRWAN für Ädelit, einem Prehnit-Natrolith-Gemenge von Ädelfors in Schweden.
Aedelith      -> siehe:  Ädelit      
1). Zum Teil Natrolith, zum Teil Prehnit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Natrolith.
3). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Prehnit.
Aedilit   diskreditiert    -> siehe:  Ädelit. Schreibweise von KIRWAN für Ädelit.
Aegagropili       -> siehe:  Bezoarstein. Alte Bezeichnung für Bezoarstein.
Aegerin       -> siehe:  Aegirin
Aegerit   Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für ein Bitumen, ähnlich Elaterit oder Wurtzilit.
Aegir       -> siehe:  Aegirin
Aegirin  IMA1998 s.p., anerkannt. Nach dem nordischen Meergott Aegir.
Erstmals entdeckt in Norwegen. Spaltwinkel 87 und 93 Grad. Vorkommend in magmatischen Alkaligesteinen. Pyroxen bezeichnet eine Gruppe verwandter Silikat-Minerale der komplexen chemischen Zusammensetzung X2Si2O6, wobei X für eines der Elemente Natrium, Lithium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Mangan, Titan, Zink oder Aluminium steht.
Je nachdem ob Pyroxene im orthorhombischen oder monoklinen Kristallsystem kristallisieren, unterteilt man sie in Orthopyroxene und Clinopyroxene. Erstere wie z. B. Bronzit, Hypersthen, Enstatit oder Orthoferrosilit (Fe2(Si2O6)) enthalten sehr wenig Kalzium, aber dafür größere Anteile an Magnesium, in letzteren, etwa Aegirin, überwiegen Kalzium, Natrium, Aluminium und Lithium; Eisen ist in beiden Klassen etwa gleich häufig.
Eine sehr ähnliche Mineralgruppe sind die Amphibole; Pyroxen unterscheidet sich von diesen jedoch in der Spaltbarkeit; die Spaltwinkel bei Pyroxenen liegen bei 90 Grad, während sie bei Amphibol 120 Grad betragen.
Ausbildungsvarianten: Urbanit, Vanadium-Aegirin, Natrium-Aegirin.
Aegirin-Augit   IMA1998 s.p., redefined    -> siehe:  Aegirin. Varietät von Aegirin mit erheblichem Calcium- und Magnesiumgehalt.
Varietät von Aegirin mit erheblichem Calcium- und Magnesiumgehalt. Ein (Mischkristall) von Augit und Aegirin, enthält oft etwas Titanoxid. Aegirinaugit ist Gemengteil alkalischer Magmatite. Findet sehr selten Verwendung als Schmuckstein.
Aegirin-Diopsid       -> siehe:  Aegirin-Augit
Aegirin-Hedenbergit   diskreditiert    -> siehe:  Aegirin-Augit. Mischkristall zwischen Aegirin und Hedenbergit.
Aegirin-Lujavrit       -> siehe:  Lujavrit. Lujavrit mit Übergemengteil Aegirin.
Aegirin-Sölvsbergit       -> siehe:  Sölvsbergit
Aegirinaugit      -> siehe:  Aegirin-Augit
Aegirindiopsid       -> siehe:  Aegirin-Augit. Mischkristall zwischen Aegirin und Diopsid.
Aegirinhedenbergit      -> siehe:  Aegirin-Hedenbergit. Mischkristall zwischen Aegirin und Hedenbergit.
Aegirit   diskreditiert    -> siehe:  Aegirin
Aegirit-Augit       -> siehe:  Aegirin-Augit
Aegirit-Diopsid      -> siehe:  Aegirin-Augit
Aegirit-Hedenbergit       -> siehe:  Aegirin-Augit
Aegyptenkiesel       -> siehe:  Aegyptischer Jaspis
Aegyptenstein      -> siehe:  Aegyptischer Jaspis
Aegyptischer Jaspis       -> siehe:  Jaspis      
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen undurchsichtigen, gelben, gelbbraunen oder ziegelroten Jaspis (eine Varietät von Quarz), oft mit hellerem Kern und mit Dendriten. Der Ägyptische Jaspis (Kugeljaspis, Nilkiesel, Jaspisknollen), ockergelb bis braun und ziegelrot, häufig gestreift und geflammt, findet sich in großer Menge als Gerölle im Nil und in der Wüste. Bei Kairo bildet er ein Konglomerat, das wahrscheinlich der Kreideformation angehört. Findet Verwendung als Schmuckstein.
2). Definition um 1817: Jaspis, ägyptischer, (Quarz-Jaspe panaché, Hauy), ein ägyptisches Fossil, welches man von daher auch noch Nilstein, Nilkiesel, Aegyptenkiesel, Aegyptischer Stein, Achatkiesel und neuerlich Kugel-Jaspis genannt hat. In den meisten Systemen wird es unter dem vorstehenden Nahmen specifisch aufgeführt, Hausmann unterordnete es dem ebenen Jaspis, wozu er auch zum Theil den Band-Jaspis und Karstens marmorierten Jaspis rechnet. Werner unterscheidet es in zwey Unterarten, als:   a) rothen ägyptischen Jaspis und   b) braunen ägyptischen Jaspis. Da aber nun hierdurch bekannt ist, dass auch in Europa sich ein ähnlicher Jaspis finde; so hat Steffens die Benennung: Kugel-Jaspis vorgeschlagen und neuere Schriften bedienen sich schon dieser Benennung.
Aegyptisches Natrum       -> siehe:  Trona
Aegyrin       -> siehe:  Aegirin
Aegyrinaugit       -> siehe:  Aegirin-Augit
Aegyrit   diskreditiert    -> siehe:  Aegirin
Aehrenstein       -> siehe:  Ährenstein
Aemit       -> siehe:  Aegirin
Aende      -> siehe:  Brauneisenstein. Brauneisenstein in kompakten grauen, braunen, dichten Massen; im Innern zuweilen hohl durch Wegführung einer leichter löslichen Beimengung (Adler- oder Klappersteine, Aende, werden hohle Eisennieren mit klapperndem Kern genannt). Als Amberger Gelb  oder Gelberde wird ein toniger Brauneisenstein bezeichnet.
Aenigmatit   IMA1967 s.p., anerkannt, IMA1865. Aus dem Griechischen für enträtseln, anscheinend eine Anspielung zu seiner (früheren) ungewissen chemischen Zusammensetzung.
Aeonit      -> siehe:  Bitumen. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen natürlichen Bitumen. Siehe auch unter Aegerit.
Aer       -> siehe:  Lapis philosophorum. Alter Begriff aus der Alchemie. Synonym für Lapis philosophorum (Schneider 1962).
Aerinit   IMA1988 s.p., redefined    -> siehe:  Leptochlorit. Name nach dem Griechischen: aer- "Grund", anspielend auf Atmosphäre oder Himmel und infolgedessen auf die Farbe: himmelblau. Ein blauer Ca-Leptochlorit. Kristallsystem: monoklin, eventuell trigonal (P3c1 oder P3).  
Aeris crystalli      -> siehe:  Kupferblüte. Alte Bezeichnung aus der Alchemie.
Aerizura       -> siehe:  Türkis
Aerolite       -> siehe:  Meteorit. Nicht mehr gebräuchliche englische Bezeichnung für Meteorit.
Aerolith       -> siehe:  Meteorit      
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Meteorit, zum Teil auch nur für Steinmeteoriten verwendet, nach griechisch "aer" = Luft, "lithos" = Stein.
2). Siehe unter Meteorstein.
Aerosit
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Pyrargyrit oder Proustit.
2). Definition um 1817: Aérosit, ein sibirisches Silbererz aus der Kolywanschen Silbergrube von dunkel cochenillrother Farbe und schaaligem Gefüge; daher es auch dunkel coschenillrothes schaaliges Silbererz heisst. Es hat mit dem dunkeln Rothgültigerz die meiste Ähnlichkeit, ob schon es sich von diesem sowohl in seinem äussern als den Bestandtheilen nach unterscheidet. Nach Selb enthält es Silber, Eisen, Kupfer, Schwefel und wahrscheinlich etwas Mangan. Sein Silbergehalt geht von 84-88 Mark im Centner.
Aerostit   Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Pyrargyrit oder Proustit.
Aerozit   Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Pyrargyrit oder Proustit.
Aeruga nativa       -> siehe:  Kupfergrün      
1). Chrysokoll.
2). Malachit.
Aerugit   IMA1965 s.p., redefined. Name nach dem Griechischen: 'Kupferrost', in Anspielung auf seine Erscheinung. Name nach lateinisch 'aerugo' = Grünspan, entsprechend der grünen Farbe. Von Bergemann als unbenanntes Mineral beschrieben, von Adam Aerugit genannt. IMA-Status neu (Sept 2017): von IMA1858, grandfathered
Aerugo      -> siehe:  Kupferblüte. Alte Bezeichnung aus der Alchemie.
Aes       -> siehe:  Kupfer     
1). Aus dem Lateinischen ein Abkürzung für Kupfer 'aes Cyprium'.
2). Aus dem Lateinischen für Erz.
1). Nach Plinius, lateinsiche Abkürzung für Kupfer (aes Cyprium).
2). Lateinisch für Erz.
3). Synonym für  Kupfer (Anonym 1755).
Aes caldarium rubro-fuscum       -> siehe:  Cuprit
Aes cyprium      -> siehe:  Zyprisches Erz. Aus dem Lateinischen für Kupfer.
1). Lateinisch für Kupfer.
2). "Zyprisches Erz". Messing oder Kupfer. (Garret).
Aes destillatum       -> siehe:  Kupferblüte. Synonym Anonym 1755: Aeris crystalli, Aerugo, Flores viridis aeris "Kupferblüte, Grünspan-Kristalle". (Anonym 1755).
Aes viride      -> siehe:  Grünspan. Blau- bis hellgrüne Kristallmasse, bereitet aus Kupferblechen, die man langsam durch Essigdämpfe zerfressen lässt. Hauptbestandteil basisches Kupfer(II)-acetat. Schon in Antike bekannt. Aus Essig umkristallisiert (Flores viridis aeris*). (Schneider 1962).
Aus Essig umkristallisierter Grünspan (Aes viride). Hauptbestandteil Kupfer(II)-acetat (Cu(CH3COO)2). (Schneider 1962).
Aeschinit-(Ce)       -> siehe:  Aeschynit-(Ce). Aus dem Griechischen: Aeschyne = Schande, denn seinerzeit fanden die Chemiker die Elemente dieses Minerals nicht und wegen des Ce-Anteils. Nicht gebräuchliche Schreibweise für Aeschynit-(Ce).
Aeschynit    Aus dem Griechischen: Aeschyne = Schande, denn seinerzeit fanden die Chemiker die Elemente dieses Minerals nicht.  Sammelbezeichnung für Aeschynit-(Ce), Aeschynit-(Nd) und Aeschynit-(Y). Beim Aeschynit handelt es sich um ein komplexes Oxid (AB2O6). Auf der Position A können sich Uran, Thorium, Cer, Yttrium und andere Seltene Erden befinden. Auf B Titan, Niob, Tantal und Wolfram. In der Schweiz ist bis jetzt erst der Aeschynit-(Y) bekannt geworden.
Aeschynit-(Ce)   IMA1987 s.p., renamed. Aus dem Griechischen: Aeschyne = Schande, denn seinerzeit fanden die Chemiker die Elemente dieses Minerals nicht und wegen des Ce-Anteils. Beim Aeschynit handelt es sich um ein komplexes Oxid (AB2O6). Auf der Position A können sich Uran, Thorium, Cer, Yttrium und andere Seltene Erden befinden. Auf B Titan, Niob, Tantal und Wolfram. In der Schweiz ist bis jetzt erst der Aeschynit-(Y) bekannt geworden.
Aeschynit-(Nd)   IMA1987 s.p., anerkannt. Aus dem Griechischen: Aeschyne = Schande, denn seinerzeit fanden die Chemiker die Elemente dieses Minerals nicht und wegen des Nd-Anteils. Beim Aeschynit handelt es sich um ein komplexes Oxid (AB2O6). Auf der Position A können sich Uran, Thorium, Cer, Yttrium und andere Seltene Erden befinden. Auf B Titan, Niob, Tantal und Wolfram. In der Schweiz ist bis jetzt erst der Aeschynit-(Y) bekannt geworden.
Aeschynit-(Y)   IMA1987 s.p., renamed. Aus dem Griechischen: Aeschyne = Schande, denn seinerzeit fanden die Chemiker die Elemente dieses Minerals nicht und wegen des Y-Anteils. Beim Aeschynit handelt es sich um ein komplexes Oxid (AB2O6). Auf der Position A können sich Uran, Thorium, Cer, Yttrium und andere Seltene Erden befinden. Auf B Titan, Niob, Tantal und Wolfram. In der Schweiz ist bis jetzt erst der Aeschynit-(Y) bekannt geworden. Im Sommer 1970 durch Herr J. Gloor in einer Zerrkluft im Fibbiagneis erstmals für die Schweiz gefunden. Der Fund stammt aus einer mannsgrossen, grösstenteils verschütteten Kluft, die offensichtlich schon vor etlichen Jahren entdeckt wurde. Diese liegt im granitähnlichen Fibbiagneis nahe dem Kontakt zum Rotondogranit, zwischen Passo di Lucendro und Piz Lucendro (Koord.: 683.200 / 154.700).
Aethiops mineralis       -> siehe:  Queckber-Mohr
Aetit      -> siehe:  Achat     
1). Achat-Varietät (Wasserachat). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung.
2). Definition um 1817: Eisenniere.
 
Affen-Bezoar       -> siehe:  Bezoarstein
Afghani Lapis      -> siehe:  Lapislazuli. Unterscheidet sich vom Chile-Lapis und Russland-Lapis durch die Färbung.
Afghanit   IMA1967-041, anerkannt. Nach dem Land der Typlokalität. Lokalität: Sar-e-Sang, Lapis-Lazuli Mine in Afghanistan.
Afmit  IMA2005-025a, anerkannt. Der Name ehrt die französische Micromounter-Sammlervereinigung Association Francais de Microminéralogie (AFM). Die 1984 gegründete Amateurgruppe entdeckte bis heute 21 neue Mineralarten. Das seltene wasserhaltige Aluminium-Phosphat der Türkis-Gruppe ist chemisch eng verwandt mit Kobokoboit und Planerit.
Afrika Smaragd
1). Verdelith. Zum Teil grüner Fluorit, zum Teil Smaragd, zum Teil Turmalin.
2). Irreführende Handelsbezeichnung für einen grünen Fluorit (Verwendung im Kunstgewerbe).
3). Irreführende Handelsbezeichnung für einen grünen Elbait.
4). Bezeichnung für Smaragd aus Afrika.
Afrika-Smaragd      -> siehe:  Turmalin.    
1). Zum Teil grüner Fluorit, zum Teil Smaragd, zum Teil Turmalin.
2). Irreführende Handelsbezeichnung für einen grünen Fluorit (Verwendung im Kunstgewerbe).
3). Irreführende Handelsbezeichnung für einen grünen Elbait.
4). Bezeichnung für Smaragd aus Afrika.
5). Verdelith.
Afrikanische Jade      -> siehe:  Grossular      
1). Eine irreführende Handelsbezeichnung. Handelsname für Prasem.
2). Grüner Grossular.
Afrikanischer Jade       -> siehe:  Prasem. Irreführende Handelsbezeichnung für Prasem (ein grünlicher Quarz) oder für Hydrogrossular.
Afrikanischer Smaragd       -> siehe:  Fluorit      
1). Irreführende Handelsbezeichnung für einen grünen Fluorit Findet Verwendung im Kunstgewerbe.
2). Irreführende Handelsbezeichnung für einen grünen Elbait.
3). Bezeichnung für Smaragd aus Afrika.
After    Definition um 1817: After, heisst auch in mineralogischer Hinsicht das Unächte einer fossilen Substanz. So sagt man z. B. After-Kryftalle zum Unterschiede der wesentlichen oder echten Krystallgestalt, die einem Fossile zukommt. In den Pochwerken heisst After das zerkleinte Gestein, das sich beym Abläutern der Erzschliche abwäscht und als unbrauchbar seiner grössern Leichtigkeit wegen mit abgeschwemmet wird.
After-Chrysolith       -> siehe:  Olivin
After-Kryftall       -> siehe:  Afterkristall
After-Porphyr       -> siehe:  Porphyr
After-Rubin       -> siehe:  Afterrubin
After-Schörl       -> siehe:  Afterschörl
Afterchrysolith       -> siehe:  Olivin
Afterkristall       -> siehe:  Pseudomorphose      
1). Pseudomorphose Agalit und -Talk.
2). Alte Bezeichnung (WERNER) für Pseudomorphose.
3). Definition um 1817: After, heisst auch in mineralogischer Hinsicht das Unächte einer fossilen Substanz. So sagt man z. B. After-Kryftalle zum Unterschiede der wesentlichen oder echten Krystallgestalt, die einem Fossile zukommt.
Afterkrystall       -> siehe:  Afterkristall
Afterporphyr       -> siehe:  Porphyr. Porphyr Nro. 1.
Afterrubin       -> siehe:  Quarz. Definition um 1817 für roten Bergkristall (Quarz).
Afterschörl      -> siehe:  Axinit. Definition um 1817 für Axinit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Axinit.
Afwillit  IMA1925, grandfathered. Für Alpheus Fuller Williams (1874-1953), Generalmanager, DeBeers Consolidated Mine, Kimberley, Südafrika. Erstbeschreibung 1959 (pre-IMA) - "Grandfathered".
 
Agait  IMA2011-115, anerkannt. Einzelfund aus der Aga-Mine. Daher der name Agait. Ein Blei/Kupfer-Tellurat. Keine Fluoreszenz im UV-Licht.
Agakhanovit-(Y)  IMA2013-090, anerkannt. Der Name ehrt den Mineralogen Atali A. Agakhanov (*1971) vom Fersman Museum in Mosku, der zahlreiche Vertreter der Milarit-Gruppe bearbeitete. Das Alkali/Yttrium/Beryllium-Ringsilikat ist das Y-Analogon zu Oftedalit.
Agalit   diskreditiert    -> siehe:  Talk. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen aus Enstatit gebildeten Talk.
Agalmatholithus       -> siehe:  Agalmatolith
Agalmatolith   diskreditiert    -> siehe:  Talk. Griechisch 'agalma' = Bild, 'lithos' = Stein.
1). Körnig dichter Pyrophyllit, Varietät (Bildstein), zum Teil Talk, (Friedrich 1974). Siehe auch unter Jade. Die dichte, gesteinsbildende Ausbildung von Pyrophyllit. Der ursprünglich weiche Stein wird durch Brennen hart. Findet Verwendung im Kunstgewerbe und selten auch als Schmuckstein.
2). Bildstein, Pagodit, Chinesischer Speckstein, ein derbes Mineral, das zu den wasserhaltigen Silikaten gehört und im wesentlichen aus Kieselsäure, Thonerde, Kali, etwas Kalk und Wasser besteht. Es ist von splitterigem, unebenem Bruch, mehr oder weniger durchscheinend, von vorherrschend grünlichen, auch wohl rötlichen, graulichen und gelblichen Farben, fühlt sich fettig an und klebt nicht an der Zunge. In China, wo es besonders häufig vorkommt, werden wegen seiner geringen Härte (2-3) und grossen Zähigkeit Pagoden, verschiedenartige Gefäße und andere Kunstsachen daraus gefertigt, die früher massenhaft nach Europa gebracht wurden. Andere sog. A. bestehen, abweichend von den vorigen, aus Magnesiumsilikat, obschon sie ihnen im Äussern ähnlich sind. aus Brockhaus' Konversationslexikon, 14. Auflage, 1894-1896. 3). Definition um 1817: Agalmatolith (Agalmatholithus), eine aus dem Griechischen (für Bild, und Stein) hergeholte Benennung, welche soviel als Bildstein heisst, welche Benennung von andern Mineralogen eben auch dem Fossile beygeleget wird. Auch hat man es sonst Gemmehuja geheissen. Delametherie heisst es Koreite, von Griechischen (Puppe) und Hauy Talc glaphique, das letzte eben auch vom griechischen Worte für (schnitzen). Wegen seines Herkommens aus China hat man es auch chinesischen Speckstein genannt. Er kommt zu uns - bloss in geschnitzten, meistens sitzenden Figuren oder sogenannten Pagoden, daher hat man ihn auch Pagodit geheissen, und da er also schon verarbeitet zu uns kommt, so weiss man auch von dessen Vorkommen nichts anders, als dass er eben auch wie der europäische derb brechen müsse. Er ist von Farbe weiss ins Gelbliche, Röthliche und Grünliche ziehend; die letzte zwar ist alsdann oliven-, spargel- und licht-apfelgrün, der von Naghag auch grünlich grau, die röthliche ist pfyrsichblüthe- und gelblichroth, auch röthlichweiss bis ins Fleischrothe, wo er dann auch bunt geadert erscheint und der sächsische hat noch einen Ueberzug von einem Eisenoxyd. Im Bruche ist er der Länge nach dickschiefrig, nach der Quere splittrig; die Bruchfläche matt bis ins Starkschimmernde von Fettglanz, der siebenbürgische selbst wenig wachsglänzend, die Bruchstücke sind unbestimmt eckig, nicht sonderlich scharfkantig. Er ist theils undurchsichtig, theils an den Kanten durchscheinend, mancher stark durchscheinend bis ins Halbdurchsichtige; übrigens im Striche etwas glänzend weich bis ins sehr Weiche; - milde; - nicht zu leicht zersprengbar; - nicht sonderlich schwer und zwar specifisch nach Kirwan 2,784; nach Karsten 2,617; nach Brisson 2,5834 vor, und 2,632 nach dem Einsaugen des Wassers; nach John 2,795 ein chinesisch pfirsichblüthe rother, 2,820, ein wachsgelber und 2,80 vom Ochsenkopf; Klaproth 2,815; Breithaupt 2,800-2,827. Der Agalmatolith verliert im Feuer 3 - 5 1/2 p, C. am Gewichte und brennt sich weiss oder hellgrau. Sein Pulver ist weiss (des sächsischen gelblich weiss ins Grünliche und einen am Boden sitzenden Brey bildend) und fettig anzufühlen. Er löst sich in mineralischen Säuren auf. Werner erkennt nur den chinesischen für wahren Bildstein, der zwischen dem Speck- und Beilstein mitten inne steht, auch ausgezeichnet in beyde übergeht. Vom ersten unterscheidet er sich aber durch mehr Durchscheinheit, Härte und Schwere; vom andern so wie vom gemeinen Nephrit durch Farben geringern Zusammenhalt, geringern Härte und Sprödigkeit. Seine Fundörter sind nebst China noch in Siebenbürgen bey Nagyag, wo er unter dem Nahmen: grüner Speckstein bekannt ist, und in Sachsen am Ochsenkopf; aber diesen letzten halten andere Mineralogen für Speckstein. Er hat grosse Ahnlichkeit mit dem Speckstein, von dem er sich aber auch noch durch sein minder fettes Ansehen unterscheidet. Die Benützung des siebenbürgischen sowohl als des sächsischen könnte ebenfalls auf kleines Schnitzwerk geschehen.
Agaphit       -> siehe:  Türkis      
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Türkis.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Türkis und Calcit.
Agapit       -> siehe:  Türkis. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Türkis.
Agardit       Name zu Ehren Jules Agard, Hüttenkundler, Geologe, Bureau de Recherches Geologiques et Minieres, Orleans, Frankreich. Sammelbezeichnung für Agardit-(La) , Agardit-(Y) oder Agardit(Ce).
Agardit-(Ca)      -> siehe:  Zalesiit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Zàlesíit. Agardit-(Ca) wurde von der IMA nicht anerkannt. Das Mineral erhielt den Namen Zàlesiit.
Agardit-(Ce)   IMA2003-030, anerkannt. Name nach der Zusammensetzung und für Jules Agard, Hüttenkundler, Geologe, Bureau de Recherches Geologiques et Minieres, Orleans, Frankreich. Die Erstbeschreibung des cerreichen Gliedes der Mixitgruppe (Walenta 1970) bezog sich auf einen Fund von der Grube Johann im Gebiet von Wittichen und von der Grube Clara. Bezeichnet wurde das Mineral damals als Chlorotil-(Ce). Paragenese: Baryt, Quarz; Goethit, Cornwallit.
Agardit-(Dy)   Agardit-(Dy) der Grube Clara:  ? graugrün, grün. Ist visuell nicht von Agardit-(Ce) zu unterscheiden. In der chemischen Zusammensetzung überwiegt aber der Anteil von Dysprosium.  
Agardit-(La)   IMA1980-092, anerkannt. Name nach der Zusammensetzung und für Jules Agard, Hüttenkundler, Geologe, Bureau de Recherches Geologiques et Minieres, Orleans, Frankreich.
Agardit-(Nd)   IMA2010-056, anerkannt. Name nach der Zusammensetzung und für Jules Agard, Hüttenkundler, Geologe, Bureau de Recherches Geologiques et Minieres, Orleans, Frankreich. Das Seltenerden/Kupfer-Arsenat mit Neodym als vorherrschendem SE-Element zählt zur Mixit-Gruppe.
Agardit-(Y)   IMA1968-021, anerkannt. Name nach der Zusammensetzung und für Jules Agard, Hüttenkundler, Geologe, Bureau de Recherches Geologiques et Minieres, Orleans, Frankreich. Erstmals 1969 beschrieben.
Agardit-Ce       -> siehe:  Agardit-(Ce)
Agardit-La       -> siehe:  Agardit-(La)
Agardit-Y      -> siehe:  Agardit-(Y)
Agaricus mineralis       -> siehe:  Bergmilch. Aus dem Lateinischen für Mondmilch.
1). Lateinische Bezeichnung für Mondmilch.
2). (Pulveriger) Calcit (Kreide).
3). Definition um 1817: Bezeichnung für Bergmilch und Guhr.
4). Auch als Mineralischer Schwamm bezeichnet.
Agat       -> siehe:  Chalcedon. Chalcedon-Varietät.
Agate jasper      -> siehe:  Achat-Jaspis
Agath      -> siehe:  Achat. Nicht mehr gebräuchliche Schreibweise für Achat.
Agathocopalit       -> siehe:  Harz. Ein rezentes Harz.
Agathé blanche       -> siehe:  Cacholong
Agatin       -> siehe:  Achat. Nicht mehr gebräuchliche Schreibweise für Achat.
Agatstein       -> siehe:  Achat. Althochdeutsch für  Achat.
Agens universali       -> siehe:  Sulfur. Synonym für  Sulphur (Schneider 1962).
Agerit       -> siehe:  Aegirin
Agestein       -> siehe:  Bernstein. Mittelhochdeutsch für Bernstein und Gagat.
Agetstein       -> siehe:  Bernstein. Im 17. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für Bernstein.
Agirin      -> siehe:  Aegirin
Agistein      -> siehe:  Bernstein. Althochdeutsch für Bernstein und Gagat.
Aglait  diskreditiert    -> siehe:  Cymatolit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Muskovit und Albit pseudomorph nach Spodumen.
Aglaurit       -> siehe:  Orthoklas. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für blau reflektierender Orthoklas aus Quarzporphyr von Teplitz, Böhmen.
Agmantinit   IMA2014-083, anerkannt
Agnesit       -> siehe:  Steatit. Wohl identisch mit Steatit. Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht definiertes Mineral, wahrscheinlich Talk (Steatit).
Agnolith       -> siehe:  Inesit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Inesit.
Agraphit       -> siehe:  Türkis. Alte Bezeichnung für Türkis.
Agrellit   IMA1973-032, anerkannt. Name nach Stuart O. Agrell, britischer Mineraloge an der Cambridge Universität.
Agricolait   IMA2009-081, anerkannt. Der Name ehrt den berümten deutschen Gelehrten Georgius Agricola (1494-1555), der als Vater der Geowissenschaften gilt und Pionierarbeit auf dem Gebiet der Lagerstättenkunde und Bergbautechnik leistete. Das extrem seltene Kalium-Uranyl-Carbonat ist das K-analogon zum Cejkait.
Agricolit      -> siehe:  Eulytin. Benannt nach dem Arzt und Naturforscher Georg Agricola. Kugelig oder radialstralig ausgebildete Varietät von Eulytin. Bereits im Jahre 1873 ehrte August Frenzel Georgius Agricol mit dem Mineralnamen Agricolit, doch steht dieser heute für die kugelige Varietät des Eulytins.
Agricolith       -> siehe:  Agricolit. Benannt nach dem Arzt und Naturforscher Georg Agricola.
Agricolith Eulytin       -> siehe:  Eulytin. Radialstrahliger Eulytin, Varietät.
Agrinerit       -> siehe:  Agrinierit
Agrinierit   IMA1971-046, anerkannt. Name nach Henri Agrinier (1928-1971), ein Ingenieur im Mineralogielabor der französischen Atomic Energy Commission, Paris, Frankreich.
Agstein      -> siehe:  Bernstein      
1). Bernstein oder Succinit oder Achat, (geeler Aidstein) Succinit, gelegentlich auch für Obsidian, teils Achat, teils Bernstein. Synonym: Gagat oder Jet(t). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung.
2). Agstein wird auch als Synonym von Augenstein verwendet (siehe dort).
Agtstein      -> siehe:  Bernstein. Bernstein oder Succinit oder Achat, (geeler Aidstein) Succinit, teils Achat, teils Bernstein. Synonym: Gagat oder Jet(t).
Aguilarit   IMA1891, grandfathered    -> siehe:  Argentit. Name nach Ponciano Aguilar (1853-1935), Beaufsichtiger der San Carlos Mine, Guanajuato, wo das Mineral gefunden wurde. Ein Se-haltiger Argentit. Valid - first described prior to 1959 (pre-IMA) - 'Grandfathered'.
Agustit    Definition um 1817: Agustit, die Benennung eines Fossils von der vermeintlich darin enthaltenen Grunderde, die Trommsdorf ihrer Geschmacklosigkeit Agusterde genannt hat. Es ist der bis dahin benannte Sächsische oder vom Geburtsorte - benannte Johanngeorgenstädter Beryll, den man vorher als gemeinen unter die Berylle zählte, bis ihm Trommsdorf den vorstehenden Nahmen gab. Das Fossil hat allerdings das Ansehen eines Berylls; es bricht in gleichwinklichen sechsseitigen Säulen mit aufgewachsenen Seitenflächen. Sie sind von mittlerer Grösse und an den Seitenflächen der Länge nach gestreift. Die Farbe ist lichte berggrün ins Himmelblaue sich ziehend; Der Bruch nach der Länge kleine muschlich, nach der Quere blättrig, worin sich auch die vielen parallelen Quersprünge gründen; die Bruchfläche glänzend, auch nur wenig glänzend, von Glasglanz; die Brüchstücke unbestimmt eckig, mehr oder weniger scharfkantig; Es ist durchscheinend; übrigens halbhart; spröde; kalt anzufühlen ; nicht sonderlich schwer. -* Sein Fundort ist Johanngeorgenstadt in Sachsen auf einem aus Feldspath und Quarz bestehenden Gange mit Thon, Granat, Steinmark, Flussspath und grünen Glimmer, -Vauquelin, der dies Fossil von Karsten erhielt, unterwarf es seiner Analyse und es fand sich, dass es nichts anders, als ein phosphorsaurer Kalk sey, und Hauy vollkommen Recht habe, dass er es zu dem Apatit gezählet habe, für welchen es denn auch heut zu Tage gehalten und von Hausmann als blättriger Apatit (siehe auch dort) aufgeführt wird.
Agustite       -> siehe:  Apatit
Agyupat       -> siehe:  Calcit
Aheylit   IMA1984-036, anerkannt. Name nach Allen V. Heyl (1918-), Economic-Geologe am U. S. Geological Survey.
Ahlfeldit   IMA1935, grandfathered
AHOW       -> siehe:  Howardit
Ahrensit   IMA2013-028, anerkannt    
AI-Antigorit      -> siehe:  Antigorit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Antigorit.
Aidyrlyit
1). Wohl Gemenge von Hydrargillit, Opal und Ni(OH)2.
2). Überflüssige Bezeichnung für ein Gemenge von Gibbsit, Opal und Nickelhydroxid.
Aigirin       -> siehe:  Aegirin
Aigue marine
1). Aquamarin, Beryll und Topas.
2). Definition um 1817: Aquamarin (Aigue marine), die technische Benennung, welche die Steinschneider den grünlichen Abänderungen des Berylls und Topases geben, und diese in den occidentalischen und orientalischen unterscheiden. Zu den occidentalischen gehöret vorzüglich der in den sächsischen Zinnseifen bey Eibenstock sich findende Topas.
Aikinit   IMA1843, grandfathered    -> siehe:  Arthur Aikin. Für Dr. Arthur Aikin (1773-1854), Geologe, Gründer und langjähriger Mitarbiter am Secretary of the Geological Society von London, England.
Die dem Bournonit entsprechenden isomorphe Wismutverbindung. Mineralien der Bismuthinit-Reihe sind meistens nur durch Pulveraufnahmen (Röntgen) voneinander zu unterscheiden. Die chemische Formel beinhaltet immer S18. Betrachtet man die Mineralien der Bismuthinit-Aikinit-Reihe in der Reihenfolge Bismuthinit, Pekoit, Gladit, Krupkait, Hammerit, Friedrichit und Aikinit so verhalten sich die beteiligten Elemente wie folgt: Cu von Cu0 bis Cu6, Pb von Pb0 bis Pb6 und Bi von Bi11 bis Bi6. Interessanterweise ist einzig Hammerit bis jetzt in der Schweiz nicht nachgewiesen.
Erstmals entdeckt wurde Aikinit im 'Berjosowski-Goldbergwerk' in Russland und beschrieben 1843 durch Edward John Chapman (1821-1904), der das Mineral zu Ehren des Autors des zu der Zeit bekannten und populären Werkes 'A Manual of Mineralogy', Arthur Aikin (1773-1854), nach diesem benannte, wobei allerdings in seiner Erstbeschreibung zunächst die Bezeichnung Aikenit auftaucht.
Aikit       -> siehe:  Harz. Ein schwefelhaltiges fossiles Baumharz ähnlich Bernstein, kein Mineral.
Aimant       -> siehe:  Magneteisenstein
Ainalit   diskreditiert    -> siehe:  Cassiterit. Diskreditierte Bezeichnung für einen angeblich tantalhaltigen Cassiterit. Ist wohl ein Gemenge von Cassiterit und Tapiolit.
Ainigmatit       -> siehe:  Arfvedsonit      
1). Arfvedsonit, aber TiO2-haltig.
2). Synonym von Aenigmatit und nicht mehr gebräuchliche Schreibweise.
Aiolosit   IMA2008-015, anerkannt    
Airdyrlyit    Gemenge von Hydrargillit, Opal und Ni(OH)2.
Aiten       -> siehe:  Bernstein. Alte Bezeichnung für Bernstein.
Aithalit       -> siehe:  Asbolan. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Asbolan oder ähnliche Manganminerale.
Aitstein       -> siehe:  Bernstein. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bernstein oder Gagat.
Aiz       -> siehe:  Kupfer. Gotisch für Kupfer.
Ajkait       -> siehe:  Harz. Ein Schwefel-haltiges fossiles Baumharz ähnlich Bernstein, kein Mineral.
Ajoit   IMA1958, anerkannt. Name nach der Lokalität Ajo: New Cornelia Mine, Ajo, Pima County in Arizona, USA.
Akadialyt       -> siehe:  Acadialith. Von der griechischen Namensableitung 'aka' = ruhig und 'dialyo' = auflösen hergeleitet Schreibweise von KOBELL (1853) für Acadialith.
Akaganeit   IMA1962-004, renamed. Name nach der Lokalität: Akagane Mine, Iwate Prefecture, Japan.
Akaganéit       -> siehe:  Akaganeit
Akanas       -> siehe:  Achat. Lokalbezeichnung aus Idar-Oberstein für sechseckig geschliffene rote Achate, geschliffen in Idar-Oberstein für den Export nach Afrika.
Akanthikon       -> siehe:  Arendalit. Nach d'Andrada (1817). Akanthikonith-Epidot. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Arendalit (Epidot).
Akanthikonit       -> siehe:  Arendalit. Nach Schumacher (1817). Synonym von Epidot. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Arendalit (Epidot).
Akanthit   IMA1855, grandfathered. Aus dem Griechischen: àkantha = Dorn. Jahr der Entdeckung: 1855. Rhombische Modifikation von Argentit. Das Mineral ist nur unter 177 Grad C stabil. Oberhalb dieser Temperatur wird es zum Argentit. Weltweit wichtigstes Silbererz. In der Schweiz nur in geringen Mengen vorkommend. Kaum Verwechslungen möglich; bei der nadeligen Ausbildung besteht grosse Verwechslungsgefahr mit vielen anderen Sulfiden, vor allem den sogenannten Federerzen. Hier kann nur eine genaue EDX Analyse genaue Auskunft geben.
Akantikon       -> siehe:  Arendalit. Siehe auch unter Thallit.
Akantikonit       -> siehe:  Arendalit. Siehe auch unter Thallit.
Akantit       -> siehe:  Akanthit
Akaogiit   IMA2007-058, anerkannt. Der Name ehrt den japanischen Petrologieprofessor Masaki Akaogi aus Tokio, ein Pionier auf dem Gebiet der Mineralphysik von Hochdruckphasen. Das neue, seltene Titan-Oxid der Baddeleyit-Gruppe stammt aus dem Meteoriten-Einschlagkrater des Nördlinger Ries in Bayern.
Akatoreit   IMA1969-015, anerkannt. Name nach der Lokalität: In Neuseeland, 3 km südlich von Akatore Creek, Ost-Otago, Süd-Island.
Akbar Schah      -> siehe:  Diamant. Benannt nach dem ersten Besitzer, dem Grossmogul Akbar. Berühmter indischer Diamant von 71,7 ct, benannt nach dem ersten Besitzer, dem Grossmogul Akbar. Ursprünglich mit eingravierten Inschriften, sie gingen bei einem Umschliff verloren. 1867 erwarb ihn der Gaekwar von Baroda.
Akdalait   IMA1969-002, anerkannt. Nach Kazakh, dem Namen der Lokalität: Solvech Fluorit-Bezirk, Karaganda-Region, Kasachstan, Akdala.
Akdaleit       -> siehe:  Akdalait. Ungültige Schreibweise für Akdalait.
Akermanit   IMA1884, grandfathered. Für Anders Richard Akerman (1837-1922), schwedischer Metallurge. In reiner Form in der Natur bisher nicht bekannt. Endglied der Mischkristallreihe der Melilithe.
Akhtenskit   IMA1982-072, anerkannt. Nach dem Akhtensk-Bezirk, Russland, von wo es erstmals beschrieben wurde.
Akimotoit   IMA1997-044, anerkannt. Name nach Syun-iti Akimoto (b. 1925), vom Institute of Geophysics und Solid State Physics, Universität von Tokyo, Spezialist in der Hochdurck-Forschung. Vorkommen: in schockinduzierten aufgeschmolzenen Adern in zwei Meteoriten. Hochdruck- (22 - 26 GPa) und Hochtemperatur-Bildung (ca. 2000°C).
Aklimait   IMA2011-050, anerkannt. Das wasserhaltige Calcium-Silikat ist mit Suolunit verwandt.
Akmit       -> siehe:  Aegirin. Der Name kommt von griechisch 'akme' = Spitze, nach den spitzen Endungen der Kristalle. Nach BERZELIUS, 1821, eine grünlichgraue bis bräunlichschwarze, im Dünnschliff braun durchscheinend Aegirin-Varietät.
Akmit-Augit       -> siehe:  Aegirin-Augit
Akmitaugit       -> siehe:  Aegirin-Augit      
1). Goldgelber Pyroxen zwischen Aegirin und Akmit.
2). Klinopyroxen-Mischkristall von Aegirin und Augit. Vorkommen: Vesuv (in den Tuffen der Campania), Italien.
 
Akontit       -> siehe:  Glaukodot. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Glaukodot.
Akrochordit   IMA1922, grandfathered. Aus dem Griechischen für Warze, für seinen typischen Habitus.
Akrusit       -> siehe:  Cerussit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Cerussit.
Aksait   IMA1967 s.p., anerkannt    
Aktashit   IMA2008 s.p., redefined. Name nach der Lokalität/Region: Gal-Kyaya Vorkommen, Yakutia und Aktash Vorkommen, Altaigebirge, Sibirien, Russland.
Aktinium       -> siehe:  Actinium
Aktinolith   IMA2012 s.p., redefined. Aus dem Griechischen: aktis = Strahl, lithos = Stein. Frühere Bezeichnung für Strahlstein. Amphibol bezeichnet eine Gruppe im monoklinen Kristallsystem kristallisierender, gesteinsbildender Silikat-Minerale mit der komplexen chemischen Zusammensetzung (Ca,Na)2(Mg,Fe,Al)5(OH)2(Si,Al)8O22. Strukturell handelt es sich um Kettensilikate. Die in Klammern stehenden Atome können sich in beliebiger Mischung vertreten, stehen aber immer im selben Verhältnis zu den anderen Atomgruppen. Amphibol hat eine durchschnittliche Härte von 5 bis 6, eine zwischen weiss, grün und schwarz variierende Farbe und eine blassgrüne Strichfarbe.
Amphibol ähnelt Pyroxen, besitzt anders als dieses jedoch Hydroxyl-Gruppen und hat statt Spaltwinkeln von 90 Grad solche von ca. 120 Grad. Die eisenreiche Hornblende, ein besonders wichtiges Amphibol, die neben Eisen hohe Anteile an Calcium, Natrium und Magnesium enthält, tritt sowohl in magmatischen, als auch in metamorphen Gesteinen wie z. B. Amphibolit auf. Tremolith, Aktinolith oder Nephrit, letzterer der wichtigste Bestandteil von Jade, finden sich hauptsächlich in metamorphen Gesteinen.
Siehe auch unter Bergkork, Bergpapier, Bergleder, Bergflachs, Amianth, Federweiss, Federalaun.
Aktinolith-Asbest       -> siehe:  Aktinolith. Varietät von Asbest (Amiant).
Aktinolith-Katzenauge       -> siehe:  Aktinolith. Siehe auch unter Katzenauge, Tremolit-Katzenauge und Nephrit-Katzenauge.
Aktinolith-Quarz       -> siehe:  Aktinolithquarz
Aktinolithasbest       -> siehe:  Aktinolith. Varietät von Asbest (Amiant).
Aktinolithquarz       -> siehe:  Quarz. Aktinolithnadeln in Quarz. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Bergkristall mit eingelagerten Aktinolith-Fasern. Sind diese so fein und auch zahlreich, dass der Stein insgesamt grün wirkt, spricht man von Prasem. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Aktinolitische Hornblende   diskreditiert   
Aktinolitischer Tschermakit   diskreditiert    
Aktinot      -> siehe:  Aktinolith. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Actinolit.
Akzessorische Mineralien       -> siehe:  Akzessorische Gemengteile
Akzessorisches Harz       -> siehe:  Harz. Sammelbezeichnung für alle fossilen "nicht Succinit-Harze".
 
Al-Nontronit       -> siehe:  Bentonit      
1). Bentonit-Varietät.
2). Überflüssige Bezeichnung für einen aluminiumhaltigen Nontronit.
Al-Römerit       -> siehe:  Römerit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für aluminiumhaltigen Römerit.
Alabanda       -> siehe:  Almandin. Im Mittelalter verwendete Bezeichnung für Almandin.
Alabanda-Rubin       -> siehe:  Almandin. Synonym von Almandin (Varietät von Granat). Eine irreführende Handelsbezeichnung. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Almandin.
Alabandin   IMA1832, grandfathered. Name nach seiner Typlokalitä: Aydin, Alabanda, Türkei.
Unter dem Namen Alabandin wurde das Mineral 1832 von dem französischen Mineralogen Beudant beschrieben und nach dem Fundort seiner Probe, dem Ort Alabanda in der Türkei, benannt.
Alabandin-Rubin       -> siehe:  Almandin. Alte Bezeichnung für Almandin.
Alabandina       -> siehe:  Almandin. Im Mittelalter verwendete Bezeichnung für Almandin.
Alabandinrubin       -> siehe:  Spinell. Farbvarietät von Spinell. Eine irreführende Handelsbezeichnung für Almandin oder für Roter Spinell.
Alabandischer Granat       -> siehe:  Almandin. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Almandin.
Alabandit   IMA1832, grandfathered    -> siehe:  Alabandin
Alabandra       -> siehe:  Almandin. Im Mittelalter verwendete Bezeichnung für Almandin.
Alabasrit    Definition um 1817: Alabasrit, die technische Benennung manches stalaktitischen Kalksteins, welcher fein und politurfähig ist, und deswegen zu allerhand Kunstwerken, wie der Alabaster verarbeitet wird (Siehe Schaaliger Kalkstein). Auch hat zu Bleyberg in Kärnthen der da selbst brechende dichte Muriacit diese Benennung. Siehe unter Dichter Muriacit.
Alabast       -> siehe:  Alabaster. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Alabaster, eine Varietät von Gips.
Alabaster       -> siehe:  Gips. Nach der Oberägyptischen Stadt Alabastron.
1). Alabaster ist eine sehr häufig vorkommende, mikrokristalline Varietät des Minerals Gips(spat). Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Marmor, ist aber im Gegensatz zu diesem ein schlechter Wärmeleiter. Alabaster fühlt sich deshalb warm an. Seine Farbe kann je nach Förderstelle weiß, hellgelb, rötlich, braun oder grau sein.
2). Definition um 1817: Trivialbenennung für eine Farbvariante des Alabaster. Alabaster, die technische Benennung der schönern dichten Gypsarten, die wegen ihrer Politurfähigkeit zu mancherley Kunstwerken können verarbeitet werden. Er hat in der Technik vorzüglich in den Orten, wo er gebrochen wird, noch allerhand Trivialbenennungen, und wird auch von den Künstlern nach seinen Farben in Arten eingetheilt. Die Nahmen sind: Tigerstein, Cyperkatzenstein, Presssülzenstein, Sonnenstein, Forellenstein, Wurststein, Nussholzstein, Fliegenstein, Wolkenstein, Schlangenstein, Landkartenstein, Cattun-Alabaster, und sogar Schön-Mädchenstein, Schöne-Mädchen-Stein und sämtliche gründen sich in seinen Farben und Farbenzeichnungen. In Ansehung der Farben wird er hauptsächlich a) in einfärbigen und b) buntfarbigen unterschieden, und zu dem ersten gehöret: 1) der weisse durchscheinende von Wimmelburg bei Eisleben, Castell nuovo in Siena, 2) der milchfarbige und undurchsichtige bey Sachsa im Hohensteinischen, 3) der röthliche unter dem Nahmen Onychites bekannt, 4) der gelbe, 5) der braune wie eine Schildkrötenschaale, 6) der seltene schwärzlichte. Zu den buntfarbigen wird gerechnet: 1) ein weisser und rother,  2) ein weisser mit schwarzen oder grauen Flecken, 3) der bandförmig gestreifte oder der Band-Alabaster und dieser ist a) grau mit weissen Bändern; b) weiss mit grauen Bändern; c) hellgrün und schwarz gestreift (zu Hohenstein); d) braun und weiss, theils gerade theils wellenförmig gebändert mit linienförmigen Einfassungen (Alabatro forito di Sienna),
4) der Dendritisch gezeichnete, eine Art des Alabatro fiorito, der sich im Garten der Villa Albani an einigen Fussgestellen noch findet. Der Gebrauch des Alabasters ist zu mancherley Kunstwerken: Statuen, Vasen, Lampen, Verzierungen ec.
Alabaster-Onyx       -> siehe:  Calcit. Irreführende Handelsbezeichnung für farblosen, körnigen Calcit.
Alabaster-Perle       -> siehe:  Gips. Herkunft: natürlicher Gips. Perlenimitation aus Gipskügelchen. Überzogen mit einer perlenähnlichen Lackschicht! Behandlung mit grösstmöglicher Vorsicht. Leicht zu beschädigen! Kommt meist im älteren Schmuck vor. Handelsbezeichnung für Alabasterkugeln, in Wachs getaucht und mit Fischsilberessenz überzogen. Fand früher Verwendung als Schmuckstein (Perlen-Imitation).
Alabasterglas       -> siehe:  Opalglas
Alabasterhaut    In übertragener Bedeutung bezeichnet der Begriff Alabasterhaut eine sehr helle ebenmässige Haut mit samtigem Glanz. Im Barock galt diese 'alabasterfarbene' Haut als Schönheitsideal adeliger Damen.
Alabasterperle       -> siehe:  Alabaster-Perle
Alabasterweiss       -> siehe:  Gips
Alabastrit       -> siehe:  Dichter Muriacit
Alabastro di Volterra       -> siehe:  Alabaster. Name nach der Abbauregion Raum Volterra, Provincia di Pisa, Toscana in Italien.
Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen tertiären, feinkörnigen, weissen, grauweissen oder gelblichen Alabaster, Abbau über- und untertage. Findet Verwendung im Kunstgewerbe.
Alabastrum       -> siehe:  Gips. Nach der Oberägyptischen Stadt Alabastron.
1). alabastrum: Nach PLINIUS, 60 n.Chr., lateinisch für Alabaster oder einen Onyx-Marmor.
2). Gips, körnig dichter, durchscheinender Gips, Varietät.
Alabatro fiorito       -> siehe:  Alabaster
Alabatro forito di Sienna      -> siehe:  Alabaster. Definition um 1817 für einen Alabaster, braun und weiss, teils gerade teils wellenförmig gebändert mit linienförmigen Einfassungen aus der Region Sienna.
Alacranit       -> siehe:  Alacránit
Alacránit   IMA1985-033, renamed. Name für das Vorkommen im Alacran-Bezirk, Chile.
Alait     Benannt nach dem Fundort im Alai-Gebirge (Turkestan). Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes, dunkelrotes, faseriges Mineral, vielleicht identisch mit Häggit, Hewettit oder Metahewettit.
Alaki     Benannt nach arabisch "al kalai" = das Geröstete, oder arabisch "al quali" = kalzinierte Asche.
1). Sammelbezeichnung für die Oxide und Oxihydrate der Alkalimetalle. Früher nur aus Pflanzenasche hergestellt.  Von Seifensiedern, Glasmachern und Alchemisten verwendet, auch als Heilmittel. Man differenziert: Pottasche und Natrit.
2). Sammelbezeichnung für die Erdmetalle Natrium und Kalium.
Alalit   diskreditiert    -> siehe:  Diopsid. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Diopsid.
Alalith       -> siehe:  Alalit
Alamandina       -> siehe:  Almandin. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Almandina.
Alamine Sulfatée alcaline       -> siehe:  Alaun, gediegen
Alamosit   IMA1909, grandfathered. Name für die mexikanischer Typlokalität Alamos. Typlokalität: Mexico, Sonora, Alamos und San Pascual Mine, Zimpan, Hidalgo.  
1). In der Struktur nahe mit Wollastonit verwandt.
2) Bleihaltige Varietät von Wollastonit.
Alarsit   IMA1993-003, anerkannt. Name nach der chemischen Zusammensetzung.
Alaska-Bernstein       -> siehe:  Harz. Akzessorisches Harz (Bernsteinbegleiter). In Kreidesedimenten. Harzlieferanten waren Taxodiaceen. Vorkommen: Brooks Range, Nordküste in Alaska.
Alaska-Diamant       -> siehe:  Quarz. (Bergkristall). Eine irreführende Handelsbezeichnung für Quarze, die dem Diamant unterschoben werden. Falsche Bezeichnungen für reine, stark reflektierende Quarzkristalle.
Alaska-Jade       -> siehe:  Pektolith. Synonym der blauen Pektolith-Varietät Laminar.
Alaskadiamant       -> siehe:  Alaska-Diamant. Quarz (Bergkristall).
Alaskait   diskreditiert    -> siehe:  Zinkenit. Name nach dem Alaskagang in Colorado.
1). Gemenge verschiedener Sulfosalze. Ein Teil des Pb wurde durch Ag (8%) und Cu (3%) ersetzt.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge aus Pavonit, Gustavit, Tetraedrit und Sphalerit.
Alaun       -> siehe:  Alunit      
1). Zersetzungsmineralien, bestehend aus neutralen Doppelsalzen und ein-, zwei- oder mehrwertiger Metalle sowie 24 H2O. Manche der natürlich faserigen Alaune haben jedoch nur 22 H2O, sind doppelbrechend und wahrscheinlich monoklin.
Alaun (lateinisch Alumen, französisch Alun, englisch Alum) wurde früher nur das kristallisierte wasserhaltige schwefelsaure Doppelsalz von Kalium und Aluminium (Kaliumaluminiumsulfat) genannt. Neuerdings bezeichnet man so bisweilen auch das entsprechende Ammoniumaluminiumsalz, während der Name: Alaune für alle schwefelsauren Doppelverbindungen gleichartiger chemischer Konstitution gilt, wobei dann das für Kalium bzw. Aluminium eintretende Metall der Bezeichnung vorgesetzt wird, z. B. Chromalaun für das schwefelsaure Doppelsalz von Kalium und Chrom. Alaune haben immer die Zusammensetzung MIMIII(SO4)2, wobei MI einwertige Metallkationen wie die Alkalimetalle - mit Ausnahme von Lithium, da es nicht ohne Stabilitätsverlust eingebaut werden kann - und Thallium oder auch Ammonium sein können; MIII können nahezu alle dreifach positiv geladenen Metallkationen sein, am häufigsten handelt es sich um Aluminium, Chrom und Eisen. Sämtliche Alaune kristallisieren im regulären System, meist in der Oktaederform mit 12 Molekülen Wasser.
2). Alaune sind allgem. Doppelsalze aus Sulfaten von Alkalien und dreiwertigen Metallen. Speziell ist mit Alumen Kaliumaluminiumsulfat (KAl(SO4)2x10H2O) gemeint. Diese Verbindung kommt mineralisch vor: Alumen rochae,  Alumen Romanum, oder sie wurde durch Auslaugen von luftoxydiertem Alaunschiefer gewonnen. Da bei dieser Aufbereitung oft ammoniakhaltiges Material zugesetzt wurde, war Alumen häufig (besonders in älteren Zeiten) Ammoniumaluminiumsulfat (NH4Al(SO4)2x10H2O). (Schneider 1962).
3). Definition um 1817: Alaun (Alumen, Alun), ein erdiges Mittelsalz, das aus der Verbindung der Schwefelsäure mit reinem Thon (Alaunerde) entsteht und nichts anders als schwefeligsaure Thonerd oder Alaunerde (Sulfate d'Alumine. Hauy) ist, worin noch Kali oder statt dessen schwefelsaures Ammoniak und zuweilen beides zugleich enthalten ist. Nach Hauy sind es folgende Alun-Krystallgestalten: I) Die Pyramide und zwar:  1) die doppelt vierseitige Pyramide (Alumine sulfatée primitive)   a) mit ungleichen Seitenflächen und einer Schärfe am Ende (Alumine sulfatée primitive cuneiforme),  b) mit stark abgestumpften Endspitzen (Alumine sulfatée primitive segminiforme). 2) die doppelt vierseitige mit Abstumpfungen an den Endspitzen, Ecken der gemeinschaftlichen Grundfläche und an allen Kanten (Alumine sulfatée triforme). 3) Die doppelt vierseitige, wo aber die Flächen der einen nicht gerade auf die Flächen der andern auf gesetzet sind, sondern die obere um 1/6 auf der untern gedreht aufzuliegen scheint, also in einer Zwillingskrystalle, welche aus zwey zusammengesetzten Segmenten von Octaedern besteht (Alumine sulfatée transposée). II. Der Würfel   a) vollkommen (Alumine sulfatée cubique),   b) mit Abstumpfungen an allen Ecken (Alumine sulfatée cubo-octaedre). Diese Krystalle erhalten in der freyen Luft durch den Verlust ihres Krystallisationswassers einen weissen Beschlag und ziehen sonst keine Feuchtigkeit an. In der Hitze verflüchtiget sich dasselbe ganz; der Alaun schwillt auf zu einer schwammigen und leicht zerreiblichen Masse, welche in den Officinen gebrennter Alaun heisst, und wegen wasserfreyer Säure weit herber und zusammenziehender im Geschmacke ist. Aus dessen Auflösung wird durch einen Zusatz von einer Alaunerde der vormahls so genannte Glas-Selenit erhalten, der weniger herbe und schwerer auflösbar ist. In der Natur gibt es wenig reinen Alaun und der gediegene oder natürliche hat Beymischungen; der meiste wird aus den sogenannten Alaunminern oder Alaunmüttern erhalten; dergleichen sind der Alaunstein und Alaunschiefer, welche in Alaunhütten durch Vorrichtungen und Behandlung die Lauge geben, aus welcher er mehr oder weniger rein erhalten und im Kauf gebracht wird.
Alaun, gediegen       -> siehe:  Alaun. Definition um 1817: Alaun, gediegen oder natürlicher (Alumen nativum ; Alun natif) auch schwefelsaure Thonerde (Alamine Sulfatée alcaline, Hauy) genannt, ist derjenige Alaun, welchen die Natur selbst zubereitet und da und dort auswittern oder sich sonst ansetzen lässt. In systematischer Hinsicht hat man ihn sonst als eine Gattung unter den schwefelsauren Salzen ohne untergeordnete Arten aufgeführet. Hausmann und nach ihm Ullmann unterscheiden ihn a) in faseriger Alaun (Federalaun, Federsalz), b) haarförmiger Alaun (Haarsalz), c) muschlicher Alaun, d) mehliger Alaun.
Alaun, gediegen, faseriger ist die erste Art oder der sogenannte Federalaun, welchen man sonst für ein Kunstproduct gehalten, den aber Karsten als in Freyenwalde brechend aufführt und unter dem Nahmen Federsalz beschreibet.
Alaun, gediegen, haarförmiger, bricht einer Gestalt nach in haarförmigen Krystallen, welche meistens auf einigen Alaunschiefern auswittern. Ihre Farbe ist graulichweiss und der Glanz Perlmutterglanz. Sie sind durchscheinend, sehr weich und vom Geschmacke süsslich zusammenziehend. Man findet sie unter andern bey Kommothau in Böhmen auf dem dasigen Alaunschiefer, besonders wenn er zu verwittern anfängt.
Alaun, gediegen, mehliger, findet sich auf alaunhältigen Erd- und Steinarten als Beschlag oder Überzug von graulich - oder gelblichweisser, auch gelber Farbe und mattem erdigen Ansehen und sonst einer Consistenz, welche ins Zerreibliche geht.
Alaun, gediegen, muschlicher, kommt von Gestalt grob und klein eingesprengt, rindenartig, aderig, unvollkommen und kleinzähnig und tropfsteinartig vor. Seine Farbe ist graulich - und gelblichweiss und gelblich-grau; die Oberfläche schimmernd; der Bruch unvollkommen klein- und flachmuschlich; die Bruchfläche wenig glänzend von Perlmutter- selten von Glasglanz; die Bruchstücke unbestimmt eckig, sehr wenig scharfkantig; durchscheinend fast halbduchsichtig; im Ganzen sehr weich; wenig spröde und nicht sonderlich schwer, nach Blumenbach 2, 071. Sein Geschmack ist süsslich zusammenziehend.
Alaun-(K)  IMA2007 s.p., renamed    
Alaun-(Na)   IMA2007 s.p., renamed    
Alaun-Butter       -> siehe:  Bergbutter
Alaun-Kalkstein       -> siehe:  Alaunstein
Alaunbutter       -> siehe:  Bergbutter
Alaunerde       -> siehe:  Alaun      
1). Alte Bezeichnung für Erden, welche zur Alaungewinnung dienen konnten. Meist tertiäre Schichten.
2). Auch Synonym für Tonerde.
3). Definition um 1817: Alaunerde, kann in doppelter Rücksicht betrachtet werden; da diese Benennung nicht nur eine von den Grunderden, sondern auch ein eigentliches Fossil bezeichnet. Im ersten Falle I, hatte sie sonst den Nahmen Thonerde; da diese aber in ihrem reinen Zustande einen Hauptbestandtheil des Alauns ausmacht, so hat Klaproth ihr viel lieber den oben anstehenden Namen gegeben. Diese Elementarerde, die man auch alaunige Erde (Terra aluminosa, Alumina und Franz. Terre alumineuse) heisst, findet sich bei manchen Fossilien als Hauptbestandtheil, bey andern nur als Mit- oder Nebenbestandtheil, oft nur zufällig oder vorwaltend, und ist in der Natur noch niemahl so rein, als sie von der Kunst dargestellet werden kann, gefunden worden. II. Die fossile Alaunerde (Terre alumineuse. Hauy) ist eine brennliche und alaunhältige Substanz, und ist bey den Mineralogen auch noch unter den Nahmen: Erdiger Alaunschiefer (Klaproth), Brennbare Alaunerde (Haberle), Erdige Asterkohle (Hausmann), Dichtes erdiges Alaunerz, und erdiger Alaunschiefer bekannt. Sie hat mit der Braunkohle eine auffallende Verwandtschaft; daher sie auch mehr zu den Inflammabilien als Erden gerechnet und jetzt auch unter diesen Fossilien in den Systemen auf geführet wird.
4). Erklärung um 1819: Tonerde lässt sich in Vitriolöl, Scheidewasser oder Salzgeist auflösen. Hat man sie in Schwefelsäure, (Vitriolöl) aufgelöst und setzt einige Tropfen schwefelsaures Kali (vitriolischer Weinstein) hinzu, so entsteht Alaun in achflächigen Kristallen. Darum heisst die Tonerde auch Alaunerde.
Alaunhaltiger Steinthon       -> siehe:  Alaunhältiger Steinton
Alaunholz    Alaunkohle auch Alaunholz, wird in dem Alaunwerke bei Kommothau in Böhmen die Braunkohle oder das sogenannte bituminose Holz, wenn Alaun darauf auswittert, auch wohl der verwitterte Alaunschiefer, Alaunschiefer genannt.
Alaunhältiger Steinton       -> siehe:  Alaunstein
Alaunige Erde       -> siehe:  Alaunerde
Alaunkalkstein       -> siehe:  Alaunstein
Alaunkies       -> siehe:  Alaunschiefer
Alaunkohle    Alaunkohle auch Alaunholz, wird in dem Alaunwerke bei Kommothau in Böhmen die Braunkohle oder das sogenannte bituminose Holz, wenn Alaun darauf auswittert, auch wohl der verwitterte Alaunschiefer, Alaunschiefer genannt.
Alaunmehl       -> siehe:  Alaun
Alaunminer       -> siehe:  Alaunerz      
1). Definition um 1817: Alaunerz, heisst bey Alaunwerken nicht nur die fossile Alaunerde, sondern auch jedes andere Mineral, das auf dieses Salz kann benützet werden. Aus der Ursache heissen sie auch Alaunminern, Alaunmütter.
2). Alaunstein.
Alaunmutter       -> siehe:  Alaunerz. Definition um 1817: Alaunerz, heisst bey Alaunwerken nicht nur die fossile Alaunerde, sondern auch jedes andere Mineral, das auf dieses Salz kann benützet werden. Aus der Ursache heissen sie auch Alaunminern, Alaunmütter.
Alaunsalz       -> siehe:  Alaun    
Alaunschiefer
1). Schieferige Pelite, durch FeS2 dunkelgrau gefärbt. Bergmännische Bezeichnung für schieferige, dunkelgrau gefärbte Pelite, auf denen im Verlauf von Verwitterungsprozessen Alaun ausblüht. Wurde früher für Gerbereien abgebaut.
2). Diverse Tonschiefer und Braunkohlenschiefer mit hohem Pyritgehalt. Alaunschiefer diente früher der Alaungewinnung. Im Grenzbereich Unter/Oberkarbon des Ruhrgebietes sind die Alaunschiefer ca. 75 m mächtig.
3). Alaunschiefer (auch Vitriolschiefer) ist ein mit Schwefeleisen (Pyrit FeS2) und Kohle durchsetzter Tonschiefer. Wegen seiner Färbung wird Alaunschiefer auch bei den Schwarzschiefern eingeordnet.
Das Gestein setzt bei der Verwitterung Alaun frei, ein Salzgemisch aus Kalium- und Aluminiumsulfat, das früher unter anderem in Gerbereien in großem Umfang verwendet wurde.[1] Das Alaun wurde in Alaunwerken zunächst aus Alunit gewonnen, nach 1500 wurde die Gewinnung aus Alaunschiefer entwickelt. Nach 1800 lösten chemische Gewinnungsmethoden Alunit und Alaunschiefer als Quelle für Alaune ab.
In manchen Schiefern bilden sich bei der Verwitterung auch Sulfate des Kupfers oder des Zinks, die so genannten Vitriole.
4). Definition um 1817: Alaunschiefer, (Schistus aluminaris, Argilla aluminaris, Schiste alumineux, Ardoise alumineuse), ein schiefriges Fossil, welches nichts anders als ein gemeiner mit Erdpech und Schwefelkies gemengter Thonschiefer zu sein scheint; weiss wegen man ihn auch Thonerz, Alaunthon, und bey Kommothat in Böhmen Kieserz, Alaunkies genennet findet. Schuhmacher nannte ihn Aluminit und Delamethrin Aluminite pyritico bitumineux. Klaproth gab ihm den Nahmen: Erdiger Alaunschiefer, und wenn man bedenkt, dass er sich nach und nach in Alaunerde auflöset, ist derselbe sehr passend, und dann dürfte auch die Alaunerde hieher bezogen werden. In systematischer Hinsicht unterscheidet man denselben in a) gemeinen Alaunschiefer und b) glänzenden Alaunschiefer; zu denen man noch zwei Arten gegeben hat den Kremser Alaunschiefer und Bittersalzigen Alaunschiefer. Die Fundörter sind in Böhmen Peltewitz bey Liebenau; Christophgrund bey Kommothau, wo die blauliche Abänderung auch noch Blauerz heisst.
5). Aluminit.
Alaunsinter       -> siehe:  Alaun
Alaunspat       -> siehe:  Alunit     
1). Alunit.
2). Alaun. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnungen.
Alaunstein       -> siehe:  Alunit      
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Alunit oder für Gesteine, die zur Alaungewinnung verwendet wurden, oder für Alaun allgemein.
Die Herstellung von Alaun aus Alaunstein: Alaunstein in Oefen rösten - erkaltete Steine auf Haufen stapeln - Haufen mit Wasser übergiessen - sechs Wochen liegen lassen - Kessel oder Pfannen aus Kupfer mit den gebrannten Steinen und Wasser füllen - Masse unter ständigem Umrühren kochen - von herausgenommenen Steinen ablaufendes Wasser zurücklaufen lassen und ständig neues Röstgut nachfüllen - Holzrinnen von Kessel zu viereckigen Bottichen legen und Wasser in Rinne schöpfen - in Bottichen bis 15 Tage auskristallisieren lassen - Wasser aus Bottichen ablassen, Alaun noch einmal mit Steinen sieden - Alaun in Körbe füllen, waschen und trocknen.
2). Definition um 1817: Alaunstein, das bekannte Fossil, von dem der sogenannte römische Alaun herkommt, welches man auch desswegen Römischer Alaunstein, und von feinem Äussern Weisses Alaunerz, Weisse Alaunminer, Alaunhältiger Steinthon, Alaun-Kalkstein (Argilla indurata alumimaris, Aluminites telfensis; Pierre d’Alun, nach Delamethrie Aluminilithe und nach Hauy Lave alterce aluminfère) nennet. Bisher kannte man nur diesen Alaunstein, aber spätere Bemühungen haben auch einen ähnlichen in Ungarn entdeckt, den Estner beschrieben hat. Der Alaunstein kommt derb in Lagern vor und ist zuweilen porös und in Blasenräumen drüsig; die Oberfläche ist bei manchen zerfressen, oder ockergelb, gelblich-grau, schwärzlichbraun oder bräunlichrot gefleckt, geadert und fleckweise wie mit einer Rinde überzogen und mit Quarzkörnern und Schwefelkiespunkten eingesprengt. Die Farbe ist weiss oder grau, die erste zwar graulich-rötlich und gelblich weiss, lichte fleischrot, selten perl - und bläulichgrau. Auch sind mehrere dieser Flecken, Streifen, Adern. Er ist in dünnen Stücken an den Kanten durchscheinend der Römische Alaunstein ist härter als der Ungarische Alaunstein, und dieser nur mässig hart; beide sind spröde, leicht zersprengbar und nicht sonderlich schwer. Der Alaunstein hat seine Fundörter in Italien und Ungarn. Im ersten Lande ist es Tolfa bey Civitavecchia im Kirchenstaate in dem dasigen, wahrscheinlich vulknischen, durch schwefelsaure Dünste alterierten, und stellenweise weissgelblichten Gebirge und zwar in den Gruben la Cavaccia, Cava di Basso etc., woihn thoniger dichter Kalkstein, eisenschüssiger mit zerreiblichen Steinmark gemenhter Quarz, Kalk- und Flusspath begleiten. Sein äusseres Ansehen zeigt eine Mittel-Substanz zwischen dichten Kalkstein und erhärteten oder gebrannten Thon; daher ihn auch viele für eine Art Lava halten; andere aber mit den mitbrechenden thonigen Kalistein verwechseln, worauf sich denn einige seiner oben angeführten Benennungen gründen; durch Farbe, Schimmer, Durchscheinheit, Härte und spezifische Schwere ist er von beyden hinlänglich unterschieden. Der Ungarische Alaunstein findet sich auf dem Parader Grunde im Matragebirge und wurde sonst zu Beregfzaz im Beregher Comitate als Mühlstein benützt. Hr. Dr. Weiss, später unter dem Nahmen. Dereseny von Dercsen bekannt, erklärte ihn als Alaunsein und fand ihn auch auf seinem Landgute Nagy-Begany in abwechselnden Lagern. Die grosse Niederlage von Alaunstein ist bey Mufay und Beregh im Beregher Comitate, wo er ganze Berge constituiert.
Alaunthon       -> siehe:  Alaunton
Alaunton       -> siehe:  Alaunschiefer      
1). Alaunerde.
2). Alaunschiefer.
Alaunwachs       -> siehe:  Alaun. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für reine Alaunkristalle, gezogen im Kristallisationsbottich (Wachsfass).
Alava-Bernstein       -> siehe:  Bernstein. Benannt nach der Fundregion, der spanischen Provinz Alava. Bernstein der Unterkreide. Extrem reich an Inklusen, 1995 und 1997 wissenschaftliche Ausgrabungen des Naturwissenschaftlichen Museum Vitora. Die Fundstelle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und wurde zum "schützenswerten Nationalgut" erklärt.
Alazanit   diskreditiert. Überflüssige Bezeichnung für ein unzureichend charakterisiertes Eisensulfid.
Albandin       -> siehe:  Alabandin. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Alabandin.
Albandischer Granat       -> siehe:  Almandin      
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Almandin.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen Travertin.
Albast       -> siehe:  Alabaster
Albaster       -> siehe:  Alabaster. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Alabaster, eine Varietät von Gips.
Albenstein       -> siehe:  Belemnit. Volkstümliche Bezeichnung für Belemnit.
Albertiniit   IMA2015-004, anerkannt    
Albertit       -> siehe:  Asphalt. Gehört zu den anorganischen Mineralien (Aphalt). Ein bituminöses Material, kein Mineral.
Albiklas       -> siehe:  Albit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Albit.
Albin       -> siehe:  Apophyllit      
1). Durch Verwitterung und Bildung von CaCO3 weiss gefärbter Apophyllit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für verwitterten oder angewitterten, trüben Apophyllit, z.T. auch für Apophyllit allgemein verwendet.
Albit   IMA1815, grandfathered    -> siehe:  Plagioklas. Albit wurde nach der meist weissen Farbe benannt. Latein: albus = weiss.
Feldspat ist eine Gruppe sehr häufiger, quasi "auf dem Feld" vorkommender Silikat-Minerale der chemischen Zusammensetzung (Na,K,Ca,Ba) (Al,Si)4O8. Die in Klammern angegebenen Elemente können sich jeweils gegenseitig vertreten, stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals. Feldspat kristallisiert entweder im monoklinen oder im triklinen Kristallsystem.
Feldspat zählt zu den wichtigsten gesteinsbildenden Mineralen.
Feldspate lassen sich in zwei verschiedene Gruppen einteilen:
Kalifeldspate wie z. B. Orthoklas oder Mikroklin haben einen hohen Anteil an Kalium. Sie lassen sich grob durch die Formel (K, Na)AlSi3O8 beschreiben, sind allerdings nur bei hohen Temperaturen stabil mischbar. Bei der Abkühlung kommt es zu Entmischungen, die sich in natriumreichen Lamellen in Kalifeldspat ("Perthit", KAlSi3O8), bzw. in kaliumreichen Lamellen in Albit ("Antiperthit", NaAlSi3O8) äußern. Den Vorgang selbst bezeichnet man als "perthitische Entmischung". Die auch Plagioklase genannten Kalknatronfeldspate wie Albit und Labradorit zeichnen sich dagegen durch einen großen Gehalt an Kalzium und Natrium aus. Ihre Reihe wird durch die Formel NaAlSi3O8 (Albit) - CaAl2Si2O8 (Anorthit) zusammengefasst. Die Bezeichnung eines Einzelminerals kann mittels Prozentangaben erfolgen: Zum Beispiel besteht ein Andesin aus 60 Prozent Albit und 40 Prozent Anorthit und wird daher mit Ab60An40 bezeichnet.
Albit: Der Typus der Kristalle ist insofern verschieden, als sie entweder in der Richtung der Hauptachse oder in der Richtung der Querachse ausgedehnt sind. Die ersteren, an denen dann die Längsflächen gewöhnlich sehr breit sind, wodurch die Kristalle tafelartig werden, bilden meist Zwisslinge mit den Längsflächen verwachsen, wodurch, weil die Basisfläche nicht rechtwinklig gegene die Längsfächen geneigt sind, die aneinander grenzenden Basisflächen beider Individuen stumpfe ein- oder ausspringende Winkel von 172° 48' bilden. Diese Kristalle werden ausschliesslich als Albit bezeichnet, sie sind weiss bis farblos, an den Kanten durchscheinend bis durchsichtig,glasartig glänzend, auf den Basisflächen zu Perlmuttglanz neigend, auf den basischen Spaltungsflächen perlmuttartig glänzend.
Schweiz: Die grössten Albite aus der Schweiz stammen vermutlich aus dem Mättital (Binntal)/VS. Vereinzelt erreichen sie Dimensionen von 18 x 8 cm bei einem Gewicht von 4.8 kg, ausgebildet als Periklinzwillinge.
Albit-Feldspat    Natriumreiches Gerüstsilikat der Feldspatfamilie.
Albit-Mondstein       -> siehe:  Albit. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen Albit mit Mondstein-artigem Lichtschimmer. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Albit-Oligoklas    Überflüssige und unsinnige Bezeichnung, da Oligoklas eine Varietät von Albit ist. Wohl gelegentlich als Handelsbezeichnung für einen als Schmuckstein geeigneten etwas Calcium-haltigen, hell bläulichen oder gelblichen Albit verwendet.
Albitjadeit       -> siehe:  Jadeit. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung von Jadeit. Setzt sich aus Albitfeldspat und Jadeit zusammen (Gemenge).
Albrechtschraufit   IMA1983-078, anerkannt. Name zu Ehren von Albrecht Schrauf (* 14. Dezember 1837 in Wieden, heute Teil von Wien; +29. November 1897 in Wien), ein österreichischer Mineraloge. Ein Mineral, welches nur durch Einwirkunge des Menschen entstehen konnte.
Albritetonit   diskreditiert    
Albschoss       -> siehe:  Belemnit. Volkstümliche Bezeichnung für Belemnit.
Albschossstein       -> siehe:  Belemnit. Volkstümliche Bezeichnung für Belemnit.
Album nihilum       -> siehe:  Zink
Album plumbum    Alter Begriff aus der Alchemie.
1). Synonym für  Antimon (Gessmann 1899).
2). Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
3). Synonym für  Quecksilber. (Anonym 1755).
Alburnit   IMA2012-073, anerkannt   
Alcali minerale nativum       -> siehe:  Natron
Alcali minerali vitriolatum       -> siehe:  Mirabilit
Alcali volatile       -> siehe:  Ammoniak
Alcalia fixa       -> siehe:  Kali
Alcalia volatilia       -> siehe:  Kali
Alcaparrosait  IMA2011-024, anerkannt    
Alcide boracique       -> siehe:  Sassolin
Aldanit       -> siehe:  Thorianit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Blei- und Uran-haltigen Thorianit.
Aldermanit   IMA1980-044, anerkannt. Name nach Arthur Richard Alderman (1901-1980), Mineraloge und Petrologe, Universität von Adelaide, SA, Australien.
Aldridgeit   IMA2010-029, anerkannt    
Aldropi       -> siehe:  Heliotrop. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Heliotrop.
Aldzhanit   diskreditiert    -> siehe:  Pentahydroborit. Chlor- und Magnesium-reiche Varietät von Pentahydroborit.
Aleksandrovit   IMA2009-004, anerkannt    
Aleksit   IMA1977-038, anerkannt. Name nach der Typ-Lokalität: In der Alekseev-Mine, Sutemskii-Region, Stanovoi Range, Russland.
Alembic       -> siehe:  Quecksilber
Alencon-Diamant      -> siehe:  Quarz. Name nach dem Vorkommen Pint Perce, Galochere, Alencon, Dep. Orne in Frankreich.
1). (Bergkristall). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Quarze, die dem Diamant unterschoben werden.
2). Nicht mehr gebräuchliche und irreführende Handelsbezeichnung für Bergkristall (Quarz) von Pint Perce, Galochere, Alencon, Departement Orne (Frankreich). Fand früher Verwendung als Schmuckstein.
Alencondiamant       -> siehe:  Alencon-Diamant
Alençondiamant       -> siehe:  Alencon-Diamant
Alexandria created Alexandrite       -> siehe:  Alexandrit. Flussmittelsynthese von Alexandrit.
Alexandrit       -> siehe:  Chrysoberyll. Benannt nach dem russischen Zar Alexander II (1855-1881). Es war dessen Lieblingsstein.
Der Alexandrit, eine Varietät des Chrysoberylls, ist ein sehr seltener aber begehrter Stein. Alexandrit wechselt seine Farbe. Wie das Chamäleon sich seiner Umgebung anpasst, paßt sich der Stein dem Licht an. So ist er bei Tageslicht grün oder blaugrün und bei künstlichem Licht, rot bis violett. Bei dickeren Steinen kommt der Farbwechsel am besten zur Geltung. Der größte faccetierte Alexandrit mit einem Gewicht von 65,7 Karat ist im Smithsonian-Museum in Washington/USA ausgestellt. 1833 in den Smaragdgruben des Urals nördlich von Swerdlowsk erstmals gefunden. Der grösste bis heute gefundene Alexandrit wiegt 1876 Karat (Sri Lanka). Alexandrite sind immer im Glimmerschiefer eingewachsen. Farbgebende Komponente ist das Chrom. Einschlüsse von kleinsten Glimmerplättchen bewirken den Katzenaugeneffekt. Daher auch der Name Alexandrit-Katzenauge. Schmuck: Trotz der hohen Härte sehr spröde. Zählt in den feinen Qualitäten zu den seltensten und teuersten Edelsteinen. Nicht verwechseln mit synthetischem Korund in Alexandritfarbe. Hydrothermalgezüchteter Alexandrit ist für den Ungeübten kaum vom natürlichen zu unterscheiden. Keine Reinigung im Ultraschall!
Alexandrit-Katzenauge       -> siehe:  Alexandrit. Alexandrit mit (im Cabochon-Schliff) wogendem Lichtschimmer.
Alexandrit-Turmalin       -> siehe:  Turmalin. Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen um 1970 bekannt gewordenen Turmalin mit Farbwechsel von grün auf rot. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Alexandritfarbiger Saphir      -> siehe:  Saphir. Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für die Katzenaugen-Varietät des Alexandrit (Chyrsoberyll), eine ausgesprochene Rarität. Verwendung als Schmuckstein (der Katzenaugen-Effekt kommt nur im Cabochon-Schliff zur Geltung).
Alexandrolit       -> siehe:  Alexandrolith
Alexandrolith       -> siehe:  Halloysit      
1). Halloysit-Varietät Cr-haltig.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen alterierten Chrom-haltigen Muskovit.
Alexit    Ein künstliches Produkt, welches in der Natur kein Vorbild hat.
Alexjejewit    Kohlenwasserstoff-Gemenge (carbocyclische Verbindung).
Alexkhomyakovit   IMA2015-013, anerkannt    
Alflarsenit   IMA2008-023, anerkannt. Der Name ehrt den Hobby-Mineralogen Alf Olav Larsen (*1952), der an der Beschreibung von sechs neuen Mineralien aus dem Pegmatitgebiet Larvik beteiligt war. Das überaus seltene Alkali-Berylliun-Silikat mit Zeolithstruktur ist verwandt mit Tvedalit und Chiavennit.
Alforsit   IMA1980-039, anerkannt. Name zu Ehren Dr. John T. Alfors (1930- ), Geologe, Kalifornien Division of Mines, für seine Arbeit an der Typlokalität: Big Creek und Rush Creek, Fresno Co. und Trumbull Peak, nahe Incline, Marisopa Co., Kalifornien, USA.
Alfredopetrovit   IMA2015-026, anerkannt   
Alfredstelznerit   IMA2007-050, anerkannt. Der Name ehrt den gebürtigen Dresdner Dr. Alfred Wilhelm Stelzner (1840-1885), der als erster Mineralogieprofessor der Universität Cordoba (1871-1874) das dortige Museum gründete und als Vater der geologischen Erforschung Argentiniens gilt. Das neue, extrem seltene Calcium-Borat ist das bisher wasserreichste und komplexeste Gruppenborat.
Algenachat       -> siehe:  Stromatolithkalk. Irreführende Handelsbezeichnung für (schwach verkieselten?) Stromatolithkalk.
Algerit       -> siehe:  Skapolith      
1). Zersetzter Skapolith.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein zersetztes Mineral der Skapolith-Gruppe.
Algodonit   IMA1857, grandfathered. Name nach der Lokalität: Chile, Algodones Silbermine, Coquimbo. Intermetallische Verbindung von Kupfer und Arsen.
Alhuyarzite       -> siehe:  Allophan
Aliettit   IMA1968?, redefined. Name nach Andrea Alietti (1923-), Ton-Mineraloge.
Alingit       -> siehe:  Harz. Bernsteinähnlich aus Kreide-Lignit.
Alipit
1). Röttisit oder Pimelit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes Nickel-Hydrosilikat, vergleiche Alizit.
Alisonit    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Galenit und Chalkosin.
Alit       -> siehe:  Hatrurit      
1). Kristallart im Portlandzement, Klinker.
2). Bezeichnung für eine Zementphase (kein Mineral), als Mineral unter dem Namen Hatrurit bekannt.
Alizit       -> siehe:  Alipit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes Nickel-Hydrosilikat, vergleiche: Alipit.
Alkali
1). Sammelbezeichnung für die Oxide und Oxihydrate der Alkalimetalle. Früher nur aus Pflanzenasche hergestellt, benannt nach arabisch "al kalai" = das Geröstete, oder arabisch "al quali" = kalzinierte Asche. Von Seifensiedern, Glasmachern und Alchemisten verwendet, auch als Heilmittel. Man differenziert: Pottasche und Natrit.
2). Sammelbezeichnung für die Erdmetalle Natrium und Kalium.
3). Kali.
Alkali-Augit   diskreditiert    -> siehe:  Aegirin-Augit
Alkali-Feldspat       -> siehe:  Alkalifeldspat
Alkali-Femaghastingsit   diskreditiert    
Alkali-Ferrohastingsit   diskreditiert    
Alkali-Hastingsit   diskreditiert    
Alkali-Heulandit       -> siehe:  Klinoptilolith. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Klinoptilolit.
Alkali-Oxyapatit       -> siehe:  Hydroxylapatit
Alkali-Rhyolit       -> siehe:  Alkalirhyolith
Alkaliamphibole    Sammelbezeichnung für Minerale der Glaucophan-Eckermannit-Gruppe, monokline Na-reiche Amphibole, z.B. Glaucophan, Riebeckit, Eckermannit, Arfvedsonit, Kozulit, Nyböit, Kornit, Ungarettiit und andere.
Alkalidavyn       -> siehe:  Natrodavyn.
Alkalifeldspat       -> siehe:  Orthoklas      
1). Sanidin, Orthoklas, Mikroklin u.a.
2). Sammelbezeichnung für Kalium- und Natrium-Feldspäte (Orthoklas, Mikroklin, Sanidin, Albit).
Alkalifemaghastingsit       -> siehe:  Hastingsit. Alkaliferrohastingstit, Hastingsit.
Alkalihaltiger Sandstein   Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aktinolit oder Edenit oder ähnliche Minerale.
Alkalihaltiger Strahlstein       -> siehe:  Aktinolith
Alkalihornblende
Alkalimetalle    Alte Bezeichnung für die Elemente Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Cäsium, Francium (alles silberglänzende Leichtmetalle, Schmelzpunkt: 28° bis 179°C.
Alkalipyroxen    Bezeichnung für Minerale der Jadeit-Gruppe, meist Aegirin oder Jadeit.
Alkalische Erde       -> siehe:  Kalische Erde
Alkalische Erden    Sammelbezeichnung für die Oxide und Hydroxide der Erdalkalimetalle.
Alkalisches Silbererz      -> siehe:  Chlorargyrit. Siehe auch unter Gemeines Hornerz.
Alkanasul       -> siehe:  Natroalunit. Vermutlich Natroalunit von Salamanca in Chile.
Alkansul       -> siehe:  Natroalunit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Natro-Alunit von Salamanca (Chile).
Alkylsulfid       -> siehe:  Sulfid
Allabogdanit   IMA2000-038, anerkannt. Name nach Alla N. Bogdanova (geb. 1947), Kristallographin am Geologischen Institut des Zentums der Russischen Akademie der Wissenschaften, Apatity, Halbinsel Kola.
Allactit       -> siehe:  Allaktit
Allagit       -> siehe:  Rhodonit      
1). Dichtes Gemenge von Rhodonit mit SiO2. Synonym von Rhodonit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Rhodonit.
Allaktit   IMA1980 s.p., anerkannt. Aus dem Griechischen allaktein: sich ändern, eine Anspielung zum strengen Pleochroismus. Das Mineral wurde 1883 auf der erwähnten Typlokalität durch J.E.Jansson entdeckt.
Allalit     Name nach dem Tale Ala, dem Fundorte. Definition um 1817: Allalit, die geographische Benennung eines von Bonvoisin entdeckten und nach dem Thale Ala, dem Fundorte, benanntes Fossil. Sie finden sich mit Edelgranaten von schöner rother Farbe, welche denen bey Disentis nahe kommen.
Allan       -> siehe:  Anauxit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge, wahrscheinlich Kaolinit mit Opal.
Allanit       -> siehe:  Thomas Allan. Nach dem englischen Mineralogen Allan.
1). Sammelbezeichnung für Allanit-(Ce), Allanit-(La) und Allanit-(Y). 114x38 cm misst ein Kristall aus Arendal, Norwegen. Gehört in der Epidot-Gruppe in die Untergruppe Allanit. Siehe unter Epidot.
2). Definition um 1817: Allanit, ein wahrscheinlich in Grönland brechendes Fossil, von dem man nichts anders weiss, als dass es Hr. Allan in einer kleinen von ihm erstandenen Mineraliensammlung entdeckt und für Gadolinit gehalten habe. Thomson hat es nachgehends beschrieben, analysiert und zu Ehren dieses Herrn mit dem vorstehenden Namen belegt.
Allanit-(Ce)   IMA1987 s.p., renamed; IMA1811, grandfathered. Name nach dem schottischen Mineralogen, T. Allan (1777-1833).  1925 erstmals auch in der Schweiz gefunden. Ce-haltiger Allanit. Gehört in der Epidot-Gruppe in die Untergruppe Allanit. Siehe unter Epidot.
Allanit-(La)   IMA2003-065, anerkannt. La-haltiger Allanit.
Allanit-(Nd)   IMA2010-060, anerkannt. Der Name bezieht sich auf die Verwandtschaft zu Allanit und das vorwiegende Seltenerden-Element. Das Eisen(II)-reiche Seltenerden/Aluminium-Silikat der Epidot-Gruppe ist das Neodym-Analogon zu Allanit-(Ce), mit dem es chemisch lückenlos mischbar ist. Mässig pleochroitisch (von farblos nach graubraun). Im Feldspatpegmatit von Kingman in der Mojave-Wüste, Arizona: rauhe Kristalle bis 25cm.
Allanit-(Y)   IMA1966 s.p., renamed. Name nach dem schottischen Mineralogen, T. Allan (1777-1833). Y-haltiger Allanit. Gehört in der Epidot-Gruppe in die Untergruppe Allanit. Siehe unter Epidot.
Allanpringit   IMA2004-050, anerkannt    
Allargentum   IMA1970 s.p., redefined. Name nach griechisch 'allos' = anderer und lateinisch 'argentum' = Silber.
Allcharit   diskreditiert    -> siehe:  Goethit. Diskreditiert, ist identisch mit Goethit.
Alleghanyit   IMA1932, grandfathered. Name nach der Lokalität: Bald Knob, Alleghany Co., North Carolina, USA. 1983 in der Schweiz durch Ganguin und de Capitini festgestellt.
Allemonit       -> siehe:  Allemontit. Ungültige Schreibweise für Allemontit.
Allemontit   diskreditiert    -> siehe:  Antimon      
1). Isomorphe Mischung von As und Sb, wobei As oder Sb vorwiegen kann. Löslich in Königswasser.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Stibarsen oder ein Gemenge von Stibarsen mit Antimon oder Stibarsen mit Arsen.
Allendeit   IMA2007-027, anerkannt    
Allenit       -> siehe:  Pentahydrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pentahydrit.
Allevardit   diskreditiert    -> siehe:  Rectorit. Tonmineral mit Wechsellagerungsstruktur. Diskreditiert, ist identisch mit Rectorit.
Allgemeiner Glimmer   diskreditiert    
Allingit       -> siehe:  Retinit. Ein fossiles Baumharz ähnlich Bernstein, kein Mineral.
Allite    Sammelbezeichnung der Aluminium-Minerale Böhmit, Diaspor, Hydrargillit, Kliachit. Sie alle sind Hauptbestandteile von Bauxit.
Allochalcoselit   IMA2004-025, anerkannt  
Allochalkoselit       -> siehe:  Allochalcoselit
Allochit       -> siehe:  Epidot      
1). zum Teil nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Andradit.
2). zum Teil nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Epidot.
Allochroit       -> siehe:  Andradit      
1). Grünlich, gelblicher, Mn-haltiger Granat. Synonym für Almandin. Granat. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen gelbbraunen bis dunkelbraunen, rötlichen oder grünlichen, Mangan-haltigen Andradit.
3). Definition um 1817: Allochroit, ein nordisches von Schuhmacher bekannt gemachtes Fossil, welches in systematischer Hinsicht von Werner und andern Mineralogen unter diesen Namen als eine eigene Gattung aufgeführet; von Karsten als splittriger Granat, und von Hausmann, der nach Lint's Braunsteingranat damit vereiniget, als gemeiner dichter Granat unter diese Gattung eingeordnet, von Hauy aber als ein Gemische von Granat und kohlensauren Kalk (Melange de Grénat avec de la chaux carbonatée) angesehen wird. Es ist von Gestalt derb, in abgeführten eckigen Stücken und dickschieferigen oder plattförmigen Ablösungen.
Alloclasit       -> siehe:  Alloklasit
Allodelphit       -> siehe:  Synadelphit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Synadelphit.
Allofan       -> siehe:  Allophan
Allogonit       -> siehe:  Herderit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Herderit.
Allokit    
1). Tonmineral, strukturell zwischen Allophan und Kaolinit.
2). Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes Tonmineral ähnlich Allophan oder Kaolinit.
Alloklas    Teils Bi -haltiger Oanait gemengt mit Wismutglanz und Wismut gediegen, teils Ni-Skutterudit.
1). Zum Teil nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Nickel-Skutterudit.
2). Zum Teil nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von einem angeblich Bi- und Co-haltigem Arsenopyrit mit Bismuthinit und Wismut, zum Teil deutsche Bezeichnung für Alloclasit.
Alloklasit   IMA1866, grandfathered    
Allomorphit       -> siehe:  Baryt      
1). Schaliger Baryt von Unterwirbach bei Rudolfstadt, der angeblich nach drei aufeinander senkrechten Richtungen spalten soll. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Baryt, wahrscheinlich pseudomorph nach Anhydrit.
Allopalladium   diskreditiert   
1). Hexagonale, spröde Modifikation des Palladium.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Stibiopalladinit, wurde ursprünglich für eine hexagonale Modifikation von Palladium gehalten.
Allophan   IMA1816, grandfathered. Aus dem Griechischen 'allophanes' = sich als anderes herausstellend, weil es wegen der grünen Farbe oft mit Kupfermineralien verwechselt wurde. Allophan und Imogolit sind schlecht geordnete, wasserhaltige Alumosilikate. Schweiz: amorphes Tonmineral, vorkommend in Hohlräumen der Oxidationszone von Erzlagern.
Allophan-Chrysokoll    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge aus Allophan und Chrysokoll.
Allophan-Evansit
1). Allophan-Opal. Gemenge amorpher Mineralien.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge aus Allophan und Evansit.
Allophanit       -> siehe:  Allophan. Überflüssiges Synonym für Allophan.
Allophanoide    Gruppenname für Allophan, Halloysit, Montmorillonit u. a. m.
Allophit    
1). Ein Serpentin. Mg-Al-Leptochlorit. Antigorit oder Leptochlorit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Mineral der Serpentin-Gruppe oder für ein Mineral der Chlorit-Gruppe.
Allophytin       -> siehe:  Lithiophorit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Lithiophorit.
Alloriit   IMA2006-020, anerkannt    
Allotriomorph    Minerale, welche bei der Erstarrung von Magmatiten nicht ihre Eigengestalt entwickeln konnten, griechisch "allotrios" = fremdartig, "morphe" = Gestalt. Auch für Mineralien, die im Dünnschliff keine charakteristischen Flächen zeigen.
Alluaivit   IMA1988-052, anerkannt. Name für das Vorkommen am Mt. Alluaiv, Kola Halbinsel, Russland.
Alluaudit   IMA1979 s.p., redefined. Name nach Francois Alluaud, Bergbauingenieur von Limoges, Frankreich. Entdecker des Minerals.
Allume       -> siehe:  Alaun. Italienisch für Alaun.
Alluvial-Diamant       -> siehe:  Diamant. Roh-Diamant, vom Wasser transportiert und abgelagert in Flusssanden oder an Küsten.
Alm       -> siehe:  Calcit
Almachit       -> siehe:  Almaschit. Ein fossiles Baumharz ähnlich Bernstein, kein Mineral.
Almagrerit       -> siehe:  Zinkosit. Nicht mehr gebräuchliche Lokalbezeichnung für Zinkosit.
Almandin   IMA1546?, grandfathered    -> siehe:  Granat. Verstümmelte Bezeichnung nach der antiken Stadt Alabanda bei Aydin in der Türkei. Almandine sind fast nie absolut rein. Immer handelt es sich um Mischkristalle mit andern Gliedern der Granat-Gruppe, in Pegmatiten vorzugsweise mit Spessartin (Mn3+), in Glimmerschiefern und Gneisen oft mit Pyrop (Mg) und in Vulkaniten und Skarnen häufig mit Schorlomit (Ti). In konzentrierten Säuren kaum löslich.
1). Almandin (lateinisch alabandina, nach der antiken Stadt Alabanda in Karien), auch Eisentongranat, ist ein häufig vorkommendes Silicat-Mineral, genauer ein Inselsilicat (Nesosilicat) aus der Familie der Granate. Seine Färbung schwankt zwischen rot und violett, seltenere Farbtöne sind rotbraun oder schwarz. Das Mineral kristallisiert im kubischen Kristallsystem typischerweise in rhombischen Dodekaedern. Es treten aber auch 24-flächige Trapezoeder, Kombinationen dieser Formen und manchmal auch 48-flächigen Hexoktaeder auf. Ebenfalls oft zu finden sind massige Aggregate.
Varietäten und Modifikationen: Almandin (Fe3Al2[SiO4]3) bildet mit Pyrop (Mg3Al2[SiO4]3) und Spessartin (Mn3Al2[SiO4]3) eine Mischreihe, genannt Pyralspit-Reihe. Almandin, Pyrop und Spessartin sind in der Natur selten in reiner Form zu finden, sondern enthalten stets einen gewissen Anteil an Eisen, Magnesium und/oder Mangan (manchmal auch einen geringen Anteil an Yttrium). Allerdings lässt die Dichteprüfung eine gewisse Zuordnung zu den Endgliedern der Mischreihe zu. Aus dem gleichen Grund schwankt auch die Brechzahl stark. Ein Mischkristall, der das Verhältnis Magnesium zu Eisen von etwa 2:1 und eine rosa- bis rotviolette Farbe aufweist, wird nach Hugo Strunz Rhodolith genannt.
Verwendung: Almandin wird wie die meisten anderen Minerale der Granatfamilie, vor allem als Schmuckstein verwendet.
2). Alte Handelsbezeichnung für alle roten bis blauroten Farbvarietäten von Granat.
3). Alte Bezeichnung für viele rote Schmucksteine.
4). Definition um 1817: Almandin, die Benennung eines Edelsteins, welche Karsten Werners Edelgranat gegeben und als eine eigene Gattung in seinem Systeme (von 1800 und 1808) aufgeführet hat. Er hält ihn für den Alabandicus des Plinius, welchen die Alten aus Alabanda, einer Stadt in Carien, erhalten hätten, oder meinet, er komme ihm wenigstens sehr nahe. Man findet ihn auch unter dem Namen: Sorianischer Granat, Syrianischer Granat und Syrischer Granat, von der alten zerstörten Stadt Sorian oder Syrian genannt, und es ist alsdann der Orientalische Granat der Juvelenhändler, welchen sie gewöhnlich als einen Mittelstein zwischen Granat und Rubin ansehen. Andere Benennungen sind von seiner Farbe hergenommen: so heisst der hyacinthrothe Almandin gemeiniglich in Frankreich Vermeille oder Grénat hyacinthe und in Italien Rubino di Rocca. Man glaubt, er sey der Soranus der Alten; der violblaue soll des Plinius Carbunculus Amethysticon seyn und bey den Italienern ist er der Giacinto guarnacino, bey Saussure der Hyacinthe de Disentis und bey Hauy der Grénat violet; und von ihm unter die Granatarten eingeordnet. Seiner vorkommenden Gestalt nach ist er selten derb, zuweilen eingesprengt, in eckigen Stücken meistens aber in rundlichen Körnern und Krystallen, deren Kerngestalt der Rhomboidaldedekaeder ist und die Integraltheilchen Tetraeder mit gleichschenklichen, gleichen und ähnlichen dreyseitigen Flächen sind. Die Abänderungskrystalle sind: 1) Die Stammkrystalle oder die gleichwinkliche sechsseitige Säule an beiden Enden mit dreiflächiger auf die abwechselnden Seitenkanten widersinnig aufgesetzter flachen Zuspitzung (Grénat primitif. Hauy). Diese Krystalle hat ein tessularisches Ansehen und 12 Rhomboidalflächen von gleicher Grösse, und gewöhnlich heisst sie auch bey andern in dergleichen Krystallform vorkommenden Fossilien der (das) Granatdodekaeder. Sie findet sich auch an allen Kanten: der Seiten, Enden und Zuspitzung abgestumpft (Grénat émarginé Hauy) und an allen Kanten zu geschärft und die Zuschärfungskanten abgestumpft (Grénat triémarginé Hauy). Die vorige entkantente Krystalle (émarginé) macht zugleich einen Übergang zur 2) doppelt achtseitigen gleich- und sehr spitzwinklichen Pyramide, woran die Seitenflächen der einen auf die der andern aufgesetzet, und die bey den Enden mit vier auf die abwechselnden Seitenkanten aufgesetzten Flächen flach und scharf zu gespitzet sind (Grénat  trapezoidal H.) Dies ist die Leucit- Kristallisation und es sind noch die abwechselnden Ecken und zwar zwischen der Zuspizung und Grundgestalt die obern, an der gemeinschaftlichen Grundfläche aber die zwischen jene fallenden, schwach abgestumpft (Grénat  uniternaire). 3) Aus der Verlängerung von vier Seiten an der primitiven Form bildet sich eine säulenförmige Krystalle und ist alsdann die seltene rechtwinkliche vierseitige Säule, an beiden Enden mit vier auf die Seitenkanten aufgesetzten Flächen zugespitzt (die Hyacinth-Krystallisation). Die Farbe ist eigentlich kirschenrot, die sich aber von einer Seite in das Colombin = (der hyrianische Granat) dunkel - karmesin - und koschenillroth, von der andern Seite durch mehrere Abstufungen bis in die hyacinth-(Grénat hyacinthe, Hyacinthe la Belle) und bräunlichrothe Farbe verlauft, und immer etwas Blau in der Mischung hat. Seine Fundörter sind in Böhmen Kollin, Zbislau, der Tillenberg, Alpenreuth; in Steyermark die Stuckner Alpe; in Hungarn Rhoniz, die Karpathen, von da man ihn als Hungarischen Rubin trug und verkaufte; in Bayern Bodenmays, Kam, Zwiesel; in Salzburg der Horn in der Zam, das Zillerthal, Gastein, Pinzgau; in Schlesien Querbach, Landeck, Schönau; in Kärnthen, auf dem Lobingerberge, in Tyrol im Etschthale; in Schweden der Garpenberg; auf Madagaskar, in Syrien, Brasilien, Grönland ec. Siehe auch unter Spinell.
Almandin-Rubin       -> siehe:  Spinell. Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für roten Spinell. Verwendung als Schmuckstein.
Almandin-Saphir       -> siehe:  Saphir. Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für rötlich-violetten Saphir (Korund). Verwendung als Schmuckstein.
Almandin-Sapphir       -> siehe:  Saphir. Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für rötlich-violetten Saphir (Korund). Verwendung als Schmuckstein.
Almandin-Spinell       -> siehe:  Almandinspinell
Almandine garnet       -> siehe:  Almandin. Nicht mehr gebräuchliche, englisch Bezeichnung für Almandin.
Almandine spinel      -> siehe:  Spinell. Englisch im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen roten Spinell mit Stich ins Blaue oder Violette oder irreführende englisch im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung Almandin. Findet Verwendung jeweils als Schmuckstein.
Almandinrubin       -> siehe:  Spinell. Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für roten Spinell. Verwendung als Schmuckstein.
Almandinsaphir       -> siehe:  Saphir. Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für rötlich-violetten Saphir (Korund). Verwendung als Schmuckstein.
Almandinspat       -> siehe:  Eudialyt. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Eudialyt.
Almandinspinell       -> siehe:  Spinell      
1). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen roten Spinell mit Stich ins Blaue.
2). Violette oder irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Almandin. Findet jeweils Verwendung als Schmuckstein.
Almandit       -> siehe:  Almandin. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Almandin.
Almarkit    Bleiamalgam oder fragliches Mineral (evtl ein Kunstprodukt).
Almarudit   IMA2002-048, anerkannt    
Almaschit    Bernstein oder Succinit. Ein fossiles Harz, kein Mineral. Vorkommen: Olesti, Rumänien.
Almashit       -> siehe:  Almaschit. (Harz).
Almbosit   diskreditiert    
Almeidait   IMA2013-020, anerkannt    
Almerait    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge, wahrscheinlich aus Carnallit und Halit.
Almeriit   diskreditiert    -> siehe:  Natroalunit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Natroalunit.
Almerinit       -> siehe:  Almeriit. Nicht gebräuchliche Schreibweise für Almeriit, eine nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Natroalunit.
Almondine       -> siehe:  Almandin. Nicht mehr gebräuchliche, englische Bezeichnung für Almandin.
Alnaperboeit-(Ce)   IMA2012-054, anerkannt    
Alnaperböit
     -> siehe:  Alnaperboeit-(Ce)
Alnaperböit-(Ce)      -> siehe:  Alnaperboeit-(Ce)
Aloisiit
1). Kolloidale Grundmasse inTuffen Ugandas in Afrika.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes Ca-Fe-Mg-Na-Silikat, vielleicht identisch mit Saponit.
Alomit       -> siehe:  Sodalith. Benannt nach Charles Allom. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen blauen Sodalit von Bancroft, Ontario, Kanada.
Alouchtit
1). Mischung von Oickit und Hydromica.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Dickit und anderen Tonmineralen.
Alpeit   IMA2016-072, anerkannt    
Alpensalz       -> siehe:  Bittersalz. Definition um 1817: Das natürliche Bittersalz, oder wie man es von manchen Örtern, wo es sich findet, Seidschitzer, Epsomer, und in der Schweiz Alpensalz und Gletschersalz (Sal neutrum acidulare Wall nennet.
Alpersit   IMA2003-040, anerkannt    
Alpha-Celsian    Barium-Nephelin (Künstliches hexagonales BaAl2Si2O8, kein Mineral).
Alpha-Chalcocite       -> siehe:  Digenit. Nicht mehr gebräuchliche englische Bezeichnung für Digenit.
Alpha-Chalkosin       -> siehe:  Digenit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Digenit.
Alpha-Cristobalit       -> siehe:  Cristobalit. Tiefcristobalit.
Alpha-Domeykit       -> siehe:  Domeykit . Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Domeykit.
Alpha-Duftit      -> siehe:  Duftit-alpha
Alpha-Eisen    Eisen, bis 906°C beständig, kubisch innenzentriert, bis 769°C magnetisch.
Alpha-Quarz       -> siehe:  Quarz      
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für die unter  573°C stabile, gewöhnliche Modifikation von Quarz.
2). Der Name wird gelegentlich auch für Hochquarz verwendet.
Alpha-Schwefel      -> siehe:  Schwefel      
1). Rhombischer Schwefel.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Schwefel. Fester Schwefel: - Die bei Raumtemperatur thermodynamisch stabilste Modifikation des Schwefels ist alpha-Schwefel, orthorhombisch kristallisierend (orthorhombischer Schwefel). Er ist geruch- und geschmackslos und hat die typische schwefelgelbe Farbe. - Bei 95,6 °C liegt der Umwandlungspunkt zu beta-Schwefel. Diese Schwefelmodifikation ist fast farblos und kristallisiert monoklin (monokliner Schwefel). - Seltener ist der ebenfalls monoklin kristallisierende gamma-Schwefel (Rosickyit).
Flüssiger Schwefel: - S8-Ringe (gelb) (Schwefelblüte) - Sn (6 <= n <= 25, n nicht 8) niedermolekulare und grössere Ringe -  Sn (10 hoch3 <= n <= 10 hoch6) hochmolekulare Ketten.
Alpha-Silberamalgam       -> siehe:  Silber. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Quecksilber-haltiges Silber (Kongsbergit).
Alpha-Tridymit       -> siehe:  Tieftridymit
Alphachalkosin       -> siehe:  Digenit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Digenit.
Alpindiamant       -> siehe:  Pyrit. Verkaufsfördernde und irreführende Bezeichnung für Pyrit.
Alquifol       -> siehe:  Galenit. Nicht mehr gebräuchliche spanische Bezeichnung für Galenit.
Alquifoux       -> siehe:  Galenit. Alquifoux (Töpfer-, Glasurerz), Bleiglanz oder ein bei dessen Verhüttung entfallendes, aus Bleioxyd, Bleiglanz und Silikaten bestehendes Produkt, dient zur Glasur geringer Töpferwaren. aus Meyers, 1905.
Alsakharovit-Zn   IMA2002-003, anerkannt. Der Name wurde zu Ehren des russischen Geologen Aleksey S. Sakhranov vergeben, der lange Zeit im Lovozero-Massiv tätig war.
Alsakhrovit       -> siehe:  Alsakharovit-Zn
Alsakhrovit-Zn       -> siehe:  Alsakharovit-Zn
Alshedit       -> siehe:  Titanit. Als chemischer Uebergang vom Yttrotitanit zum Titanit. Name nach dem Fundort Alsheda in Smaland, Schweden.
Alstonit   IMA1841, grandfathered    -> siehe:  Witherit. Name nach der Lokalität: Brownley Hill Hauptschacht Mine, Alston, Cumberland und Fallowfield Hauptschacht nahe Hexham, Northcumberland, England. Isomorphe Mischung von BaCO3 und CaCO3 im Verhältnis 2:1.
Alt Wiener Edelopal       -> siehe:  Opal. Auch "Alt österreichischer Opal" oder "Ungarischer Edelopal". Kristallines Aussehen, mehr oder weniger gutes Opalisieren, vielfach überwiegt ein bläulicher Farbton im Stein den Gesamteindruck.
Alt Wiener Opal       -> siehe:  Opal. Auch "Alt österreichischer Opal" oder "Ungarischer Edelopal". Kristallines Aussehen, mehr oder weniger gutes Opalisieren, vielfach überwiegt ein bläulicher Farbton im Stein den Gesamteindruck.
Alt österreichischer Edelopal      -> siehe:  Opal. Auch "Alt Wiener" oder "Ungarischer" Edelopal. Kristallines Aussehen, mehr oder weniger gutes Opalisieren, vielfach überwiegt ein bläulicher Farbton im Stein den Gesamteindruck.
Alt österreichischer Opal       -> siehe:  Opal. Auch "Alt Wiener" oder "Ungarischer" Edelopal. Kristallines Aussehen, mehr oder weniger gutes Opalisieren, vielfach überwiegt ein bläulicher Farbton im Stein den Gesamteindruck.
Altait   IMA1845, grandfathered. Name nach der Typ-Lokalität/Region: Ziryanovsk im Altaigebirge, Sibirien. Wilhelm Ritter von Haidinger benannte es 1845 um und gab ihm seinen heutigen Namen.
Altdorfer Laibstein    Name nach dem Vorkommen Altdorf, Oberfranken, Bayern, Deutschland. Lokalbezeichnung für Konkretionen des Unteren Jura (Lias epsilon), sie enthalten Ammoniten (Hildoceras levisoni, Lytoceras siemensi, Harpoceras elegans, Phylloceras heterophyllum), Muscheln (Posidonien, Inoceramen) und Belemniten (Passalotheutis paxillosus), benannt nach dem Fundort in Deutschland und ihrer Form (wie Brotlaibe).
Alterit       
1). Umwandlungsprodukt verschiedener Mineralien.
2). Bezeichnung für sehr feinkörnige Aggregate von unbekannter Zusammensetzung. Sie sind wahrscheinlich bei der Alteration (= Zersetzung und Umwandlung)  verschiedener Mineralien entstanden. Das Wort muss als ein Gruppenname verstanden werden, der keine mineralogische Bedeutung besitzt. Es wird vor allem bei der Sedimentsanalyse verwendet.
Althausit   IMA1974-050, anerkannt    -> siehe:  Egon Althaus. Name zu Ehren Professor Egon Althaus (1933- ), Universität Karlsruhe, Deutschland.
Althupit   IMA1986-003, anerkannt. Name für die hauptsächlichen Kationen in der Zusammensetzung: Aluminum, Thorium, Uranium, Phosphor.
Altisit   IMA1993-055, anerkannt. Name wegen der Elemente Al, Ti und Si in der Zusammensetzung.
Das neue Alkali-Titan-Alumosilikat ist als Schichtsilikat mit vernetzten Baugruppen (AlSi4O16)13- verwandt mit Lemoynit.
Altmarkit   diskreditiert    -> siehe:  Bleiamalgam. Name nach dem Fundort Salzwedel, Altmark, Sachsen-Anhalt (Deutschland). Nicht anerkannte Bezeichnung für Bleiamalgam, Pb2Hg als Absatz auf Röhren der Erdgasförderung bei Altmark. Beschrieben von T. Kaemmel et al. (1977). Evtl. ein Kunstprodukt.
Aluin       -> siehe:  Alaun
Alum       -> siehe:  Alaun. Englisch für Alaun, meist Natrium-Alaun.
Alum stone      -> siehe:  Alaunstein. Englisch für Alunit, bedeutet "Alaunstein".
Alum-(K)       -> siehe:  Kali-Alaun
Alum-(Na)       -> siehe:  Natron-Alaun
Alumbre       -> siehe:  Alaun
Alumen calcinatum       -> siehe:  Gebrannter Alaun
Alumen lapideum pellucidum solidissimum       -> siehe:  Diamant
Alumen nativum       -> siehe:  Alaun, gediegen
Alumen plumeum       -> siehe:  Federweiss. Federweiss. (Anonym 1755).
Alumen plumosum       -> siehe:  Halotrichit      
1). Lateinisch für Halotrichit oder ähnliche Minerale, auch für Asbest.
2). Ursprünglich eine in ganz feinen Fäden kristallisierende Alaunsorte, die aber schon im 16. Jhd. stets durch den gleichfalls in weissen Fasern kristallisierten mineralischen Asbest (Hauptbestandteil Magnesiumsilikat) ersetzt wurde. (Schneider 1962). Früheres Heilmittel.
3). Alte Bezeichnung für Amianth.
4). Seifenerde.
Alumen rochae       -> siehe:  Alumen. Alumen (Schneider 1962).
Alumen romanum       -> siehe:  Alumen. Alumen (Schneider 1962).
Alumen ustum       -> siehe:  Alaun      
1). Lateinisch für Gebrannter Alaun.
2). Alumen calcinatum (Anonym 1755) (Gebrannter Alaun).
Alumian       -> siehe:  Alunit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Alunit oder Natroalunit, gelegentlich auch für andere Aluminiumsulfate.
Alumianit       -> siehe:  Natroalunit
Aluminatspinell       -> siehe:  Spinell. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltige Vertreter der Spinell-Gruppe.
Alumine fluatée alcaline      -> siehe:  Kryolith
Alumine pure       -> siehe:  Aluminit
Alumine sulfatée primitive       -> siehe:  Alaun. Nach Hauy (um 1817): Nach Hauy sind es folgende Alun-Krystallgestalten: I) Die Pyramide und zwar:  1) die doppelt vierseitige Pyramide (Alumine sulfatée primitive)   a) mit ungleichen Seitenflächen und einer Schärfe am Ende (Alumine sulfatée primitive cuneiforme),  b) mit stark abgestumpften Endspitzen (Alumine sulfatée primitive segminiforme). 2) die doppelt vierseitige mit Abstumpfungen an den Endspitzen, Ecken der gemeinschaftlichen Grundfläche und an allen Kanten (Alumine sulfatée triforme). 3) Die doppelt vierseitige, wo aber die Flächen der einen nicht gerade auf die Flächen der andern auf gesetzet sind, sondern die obere um 1/6 auf der untern gedreht aufzuliegen scheint, also in einer Zwillingskrystalle, welche aus zwey zusammengesetzten Segmenten von Octaedern besteht (Alumine sulfatée transposée). II. Der Würfel   a) vollkommen (Alumine sulfatée cubique),   b) mit Abstumpfungen an allen Ecken (Alumine sulfatée cubo-octaedre).
Alumine sulfatée primitive cuneiforme       -> siehe:  Alaun. Nach Hauy (um 1817): Nach Hauy sind es folgende Alun-Krystallgestalten: I) Die Pyramide und zwar:  1) die doppelt vierseitige Pyramide (Alumine sulfatée primitive)   a) mit ungleichen Seitenflächen und einer Schärfe am Ende (Alumine sulfatée primitive cuneiforme),  b) mit stark abgestumpften Endspitzen (Alumine sulfatée primitive segminiforme). 2) die doppelt vierseitige mit Abstumpfungen an den Endspitzen, Ecken der gemeinschaftlichen Grundfläche und an allen Kanten (Alumine sulfatée triforme). 3) Die doppelt vierseitige, wo aber die Flächen der einen nicht gerade auf die Flächen der andern auf gesetzet sind, sondern die obere um 1/6 auf der untern gedreht aufzuliegen scheint, also in einer Zwillingskrystalle, welche aus zwey zusammengesetzten Segmenten von Octaedern besteht (Alumine sulfatée transposée). II. Der Würfel   a) vollkommen (Alumine sulfatée cubique),   b) mit Abstumpfungen an allen Ecken (Alumine sulfatée cubo-octaedre).
Alumine sulfatée primitive segminiforme       -> siehe:  Alaun. Nach Hauy (um 1817): Nach Hauy sind es folgende Alun-Krystallgestalten: I) Die Pyramide und zwar:  1) die doppelt vierseitige Pyramide (Alumine sulfatée primitive)   a) mit ungleichen Seitenflächen und einer Schärfe am Ende (Alumine sulfatée primitive cuneiforme),  b) mit stark abgestumpften Endspitzen (Alumine sulfatée primitive segminiforme). 2) die doppelt vierseitige mit Abstumpfungen an den Endspitzen, Ecken der gemeinschaftlichen Grundfläche und an allen Kanten (Alumine sulfatée triforme). 3) Die doppelt vierseitige, wo aber die Flächen der einen nicht gerade auf die Flächen der andern auf gesetzet sind, sondern die obere um 1/6 auf der untern gedreht aufzuliegen scheint, also in einer Zwillingskrystalle, welche aus zwey zusammengesetzten Segmenten von Octaedern besteht (Alumine sulfatée transposée). II. Der Würfel   a) vollkommen (Alumine sulfatée cubique),   b) mit Abstumpfungen an allen Ecken (Alumine sulfatée cubo-octaedre).
Alumine sulfatée transposée       -> siehe:  Alaun. Nach Hauy (um 1817): Nach Hauy sind es folgende Alun-Krystallgestalten: I) Die Pyramide und zwar:  1) die doppelt vierseitige Pyramide (Alumine sulfatée primitive)   a) mit ungleichen Seitenflächen und einer Schärfe am Ende (Alumine sulfatée primitive cuneiforme),  b) mit stark abgestumpften Endspitzen (Alumine sulfatée primitive segminiforme). 2) die doppelt vierseitige mit Abstumpfungen an den Endspitzen, Ecken der gemeinschaftlichen Grundfläche und an allen Kanten (Alumine sulfatée triforme). 3) Die doppelt vierseitige, wo aber die Flächen der einen nicht gerade auf die Flächen der andern auf gesetzet sind, sondern die obere um 1/6 auf der untern gedreht aufzuliegen scheint, also in einer Zwillingskrystalle, welche aus zwey zusammengesetzten Segmenten von Octaedern besteht (Alumine sulfatée transposée). II. Der Würfel   a) vollkommen (Alumine sulfatée cubique),   b) mit Abstumpfungen an allen Ecken (Alumine sulfatée cubo-octaedre).
Aluminilith       -> siehe:  Alaunstein
Aluminilithe pyritobitumineux       -> siehe:  Alaunschiefer
Aluminio-Barroisit       -> siehe:  Barroisit
Aluminisches Eisenerz       -> siehe:  Spinell. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Spinell.
Aluminit   IMA1805, grandfathered. Name nach seiner chemischen Zusammensetzung.
1). Aluminit ist ein schneeweisses undurchsichtiges Mineral, das nicht reibfest ist. Es besteht aus schwefelsaurer Tonerde und Wasser. Es ist ein Sulfat-Mineral mit der chemischen Zusammensetzung Al2[(OH)4|SO4] . x H2O, das in Form traubiger Knollen von erdiger Struktur auftritt. Aluminit kommt als feinerdige, nierenförmige und kreideähnliche Ablagerung unter anderem im Sand bei Halle an der Saale vor. Unter dem Mikroskop erweist sich Aluminit als Aggregat sehr zarter Kristalle.
Karl Konstantin Haberle benannte das Mineral Aluminit.
2). Alaunschiefer.
3). Definition um 1817: Aluminit, eine Benennung, welche schon in den Mineralsystemen bekannt war und von Delametherie zur Bezeichnung des Alaunschiefers und Alaunsteins, von Schumacher aber als Gattungswort für Alaunschiefer und Alaunerde ist gebrauchet worden, jetzt aber von Haberle und Karsten der Wernerschen reinen Thonerde (Argile oder Alumine pure, Hauy) die man auch sonst von ihrem Fundorte Hallische Erde nannte, ausschliessend beygeleget wird. Ältere Mineralogen haben dies Fossil für fossile Alaunerde auch wohl für Mondmilch gehalten, und Wiedemann meinte, sie sei wohl nur ein Kunstprodukct, welches wie immer unter die Dammerde geraten sei. Der eigentliche Aluminit ist das unter der Dammerde im Garten des Pädagogii zu Glaucha bei Halle an der Saale in Sachsen vorkommende Fossil, welches man sonst unter dem Namen: Hallesche Erde kannte.
Siehe auch unter Tonhydrat.
Aluminite pyritico bitumineux       -> siehe:  Alaunschiefer
Aluminites tolfensis       -> siehe:  Alaunstein
Aluminium   IMA1980-085a, anerkannt. Name von lateinisch "alumen" = Alaun, weil man bei der Entdeckung aus Alaunlösung die Alaunerde (Tonerde) gewann, aus der man das Aluminium (durch Schmelzflusselektrolyse seit etwa 1880) herstellen kann.
Ungiftig. Aluminium (Al) ist das chemische Element mit der Ordnungszahl 13. Die Bezeichnung leitet sich ab vom lateinischen Wort alumen für Alaun.
Im Periodensystem der Elemente gehört Aluminium zur Bor-Gruppe, die früher auch als Gruppe der Erdmetalle bezeichnet wurde. Aluminium ist das dritthäufigste Element und häufigste Metall in der Erdkruste. Dort tritt es wegen seiner Reaktionsfreudigkeit fast nur in chemisch gebundenem Zustand auf.
Aluminium, gediegen       -> siehe:  Aluminium
Aluminium-Autinit      -> siehe:  Sabugalit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Sabugalit.
Aluminium-Chamosit       -> siehe:  Chamosit      
1). Oolithischer Chamosit mit ca. 37% Al 2O3.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Aluminium-reichen Chamosit.
Aluminium-Chlorit   Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-reiche Chlorite oder für Sudoit.
Aluminium-Chrysotil      -> siehe:  Chrysotil. Chrysotil-Varietät.
Aluminium-Epidot      -> siehe:  Klino-Zoisit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Klinozoisit.
Aluminium-Granat    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pyrop, Almandin, Spessartin und Grossular.
Aluminium-Greenalith      -> siehe:  Greenalith. Überflüssige Bezeichnung für eine Varietät von Greenalith.
Aluminium-Orthophosphat      -> siehe:  Berlinit. Chemische Bezeichnung für das Mineral Berlinit.
Aluminium-Saponit      -> siehe:  Saponit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Saponit.
Aluminium-Sepiolith       -> siehe:  Sepiolith. Varietät von Sepiolith. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Sepiolith.
Aluminium-Silikat    Feldspäte, Glimmer, Kaolin u. a.
Aluminium-Spinell    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltige Vertreter der Spinell-Gruppe.
Aluminium-Trihydroxid       -> siehe:  Goethit
Aluminiumchamosit      -> siehe:  Chamosit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Aluminium-reichen Chamosit.
Aluminiumchlorid       -> siehe:  Chloraluminit. Die Existenz von natürlichem AICI3 ist unsicher.
Aluminiumchlorid-Hexahydrat       -> siehe:  Chloraluminit
Aluminiumchlorit     Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-reiche Chlorite oder für Sudoit.
Aluminiumepidot       -> siehe:  Klino-Zoisit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Klinozoisit.
Aluminiumerz       -> siehe:  Bauxit
Aluminiumfluorid-Monohydrat       -> siehe:  Fluellit
Aluminiumfluorsilikat       -> siehe:  Topas
Aluminiumorthophosphat       -> siehe:  Berlinit. Chemische Bezeichnung für das Mineral Berlinit.
Aluminiumsaponit       -> siehe:  Saponit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Saponit.
Aluminiumsepiolith       -> siehe:  Sepiolith. Varietät von Sepiolith. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Sepiolith.
Aluminiumsilikat       -> siehe:  Kaolin. Kaolin, auch als Porzellanerde, Porzellanton, weisse Tonerde, Aluminiumsilikat oder in der Apotheke als Bolus Alba oder Pfeifenerde bezeichnet, ist ein feines, eisenfreies, weisses Gestein, das als Hauptbestandteil Kaolinit, ein Verwitterungsprodukt des Feldspats, enthält. Weitere Bestandteile sind verschiedene andere Tonminerale und unzersetzte Feldspatteilchen.
Aluminiumspinell    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltige Vertreter der Spinell-Gruppe.
Alumino-Chrysotil      -> siehe:  Chrysotil. Überflüssige Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Chrysotil.
Alumino-Ferro-Hornblende    Keine näheren Angaben bekannt.
Alumino-Ferrobarroisit
   Keine näheren Angaben bekannt.   
Alumino-Ferrotschermakit    Keine näheren Angaben bekannt.   
Alumino-Katophorit   IMA2013-140, ?    -> siehe:  Katophorit
Alumino-Magnesio-Hornblende     Keine näheren Angben bekannt.
Alumino-Magnesiohulsit       -> siehe:  Aluminomagnesiohulsit
Alumino-Magnesiotaramit   -    -> siehe:  Taramit. Nicht mehr auf IMA-Liste.Vorher: anerkannt (IMA2006-024).
Alumino-Taramit   -    -> siehe:  Ferrotaramit. Früher: renamed (IMA2006-023).
Alumino-Winchit
    Keine näheren Angben bekannt.   
Aluminobarroisit     Keine näheren Angben bekannt.   
Aluminobetafit      diskreditiert  
Aluminoceladonit      IMA1998 s.p., anerkannt    
Aluminocerit-(Ce)   IMA2007-060, anerkannt. Der Name bezieht sich auf die kristallchemische Verwandtschaft zu Cerit. Das calciumhaltige Cer-Aluminium-Silikat ist das Al-Analogon zu Cerit-(Ce).
Aluminocopiapit   IMA1947, grandfathered. Aluminium-haltiger Copiapit.
Aluminocoquimbit   IMA2009-095, anerkannt. Der Name bezieht sich auf die kristallchemische Verwandtschaft zu Coquimbit. Das wasserhaltige Aluminium/Eisen-Sulfat der Coquimbit-Reihe kennt man bisher nur aus der "Grotta dell'allume" (Alaungrotte) nahe dem Hafen Faraglione der Insel Vulcano, Liparische Inseln, Italien.
Aluminokatophorit       -> siehe:  Alumino-Katophorit
Aluminomagnesiohulsit   IMA2002-038, renamed    
Aluminomagnesiotaramit       -> siehe:  Taramit
Aluminopyracmonit   IMA2012-075, anerkannt
Aluminoseladonit
    Keine näheren Angben bekannt.
Aluminotaramit       -> siehe:  Ferrotaramit
Aluminotschermakit   Name nach der Zusammensetzung und für Gustav Tschermak von Sessenegg (1836-1927), österreichischer Mineraloge.
Aluminum       -> siehe:  Aluminium. Nicht mehr gebräuchliche englische Bezeichnung für Aluminium.
Alumit       -> siehe:  Alunit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Alunit.
Alumo-Aeschynit       -> siehe:  Aeschynit-(Ce). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Aeschynit-(Ce).
Alumo-Antigorit       -> siehe:  Antigorit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Antigorit
Alumo-Beresowskit       -> siehe:  Chromit. Überflüssige Lokalbezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Magnesiochromit oder Chromit.
Alumo-Britholit   diskreditiert    -> siehe:  Britholith-(Ce)      
1). Röntgenamorphes Material mit 10-15% Al2O3 das beim Erhitzen ein Apatitgitter annimmt.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Britholit-(Ce).
Alumo-Britholith  diskreditiert    -> siehe:  Britholith-(Ce)      
1). Röntgenamorphes Material mit 10-15% Al2O3 das beim Erhitzen ein Apatitgitter annimmt.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Britholit-(Ce).
Alumo-Calcit      -> siehe:  Alumocalcit
Alumo-Chalcosiderit       -> siehe:  Alumochalkosiderit
Alumo-Chalkosiderit       -> siehe:  Chalkosiderit      
1). Al-haltiger apfelgrüner Chalkosiderit, Varietät.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Chalkosiderit.
Alumo-Chromit       -> siehe:  Chromit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Chromit.
Alumo-Chrompicotit       -> siehe:  Magnesiochromit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Magnesiochromit.
Alumo-Chrysotil      -> siehe:  Chrysotil. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Chrysotil.
Alumo-Cobaltomelan       -> siehe:  Manganomelan      
1). 11%iger Al2O3-haltiger Manganomelan.
2). Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht definiertes, Aluminium-haltiges Manganmineral.
Alumo-Deweylith      -> siehe:  Deweylith. Aluminium-haltiger Deweylith.
Alumo-Ferro-Ascharit   diskreditiert. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge aus Hydrotalcit, Szaibelyit und Magnetit.
Alumo-Goethit      -> siehe:  Goethit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Goethit.
Alumo-Haematit       -> siehe:  Hämatit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Hämatit.
Alumo-Hydrocalcit       -> siehe:  Alumohydrocalcit. Nicht gebräuchliche Schreibweise für Alumohydrocalcit.
Alumo-Hämatit      -> siehe:  Hämatit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Hämatit.
Alumo-Ludwigit      -> siehe:  Ludwigit. Überflüssige Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Ludwigit.
Alumo-Skorodit       -> siehe:  Skorodit      
1). Varietät von Skorodit mit etwa 6% Al 2O3.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Skorodit.
Alumoaeschynit       -> siehe:  Aeschynit-(Ce). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Aeschynit-(Ce).
Alumoakermanit   IMA2008-049, anerkannt. Der Name bezieht sich auf die kristallchemische Verwandtschaft zu Akermanit. Das seltene Alkali/Aluminium-Gruppensilikat ist das Na/Al-Analogon zu Akermanit bzw. das Na-Analogon zu Gehlenit, mit dem er weitgehend mischbar ist.
Alumoantigorit       -> siehe:  Antigorit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Antigorit.
Alumoberesowit       -> siehe:  Chromit. Überflüssige Lokalbezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Magnesiochromit oder Chromit.
Alumoberesowskit       -> siehe:  Chromit. Varietät von Chromit.
Alumoberezovit       -> siehe:  Chromit. Varietät von Chromit.
Alumobritholit   diskreditiert    -> siehe:  Britholith-(Ce)      
1). Röntgenamorphes Material mit 10-15% Al2O3 das beim Erhitzen ein Apatitgitter annimmt.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Britholit-(Ce).
Alumobritholith   diskreditiert    -> siehe:  Britholith-(Ce)      
1). Röntgenamorphes Material mit 10-15% Al2O3 das beim Erhitzen ein Apatitgitter annimmt.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Britholit-(Ce).
Alumocalcit       -> siehe:  Opal. Nicht mehr gebräuchliche und irreführende Bezeichnung für einen verunreinigten Opal.
Alumochalcosiderit       -> siehe:  Chalkosiderit      
1). Al-haltiger apfelgrüner Chalkosiderit, Varietät.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Chalkosiderit.
Alumochalkosiderit       -> siehe:  Chalkosiderit      
1). Al-haltiger apfelgrüner Chalkosiderit, Varietät.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Chalkosiderit.
Alumochromit       -> siehe:  Chromit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Chromit.
Alumochrompicotit       -> siehe:  Magnesiochromit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Magnesiochromit.
Alumochrysotil       -> siehe:  Chrysotil. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Chrysotil.
Alumocobaltomelan   diskreditiert    -> siehe:  Manganomelan      
1). 11%iger Al2O3-haltiger Manganomelan.
2). Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht definiertes, Aluminium-haltiges Manganmineral.
Alumocopiapit       -> siehe:  Aluminocopiapit
Alumodeveillit       -> siehe:  Deweylit. Aluminium-haltiger Deweylith.
Alumodeweylith       -> siehe:  Deweylit. Aluminium-haltiger Deweylith.
Alumoedtollit   IMA2017-020, anerkannt    
Alumoferroascharit   diskreditiert. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge aus Hydrotalcit, Szaibelyit und Magnetit.
Alumogel    
1). Alumogel und Siderogel sind röntgenamorphe wasserreiche Al-und Fe-Oxide die durch schnelle Ausfällung aus Lösungen oder durch intensive Zersetzung Al u. Fe-reicher Sedimente in sehr feuchten Milieu entstehen.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für kolloidalen Böhmit, Diaspor oder Gibbsit.
Alumogoethit       -> siehe:  Goethit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Goethit.
Alumohaematit       -> siehe:  Hämatit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Hämatit.
Alumohydrocalcit   IMA1980 s.p., anerkannt   
Alumohydrocalcit-beta   diskreditiert    -> siehe:  Alumohydrocalcit
Alumohämatit       -> siehe:  Hämatit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Hämatit.
Alumoklyuchevskit   IMA1993-004, anerkannt    
Alumoludwigit       -> siehe:  Ludwigit. Überflüssige Bezeichnung für eine Aluminium-haltige Varietät von Ludwigit.
Alumopharmacosiderit   renamed    -> siehe:  Pharmakoalumit. Umbenannt von Alumopharmacosiderit in Pharmakoalumit im April 2010 (IMA 10-A).
Alumopharmakosiderit       -> siehe:  Alumopharmacosiderit
Alumoskorodit       -> siehe:  Skorodit      
1). Varietät von Skorodit mit etwa 6% Al 2O3.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aluminium-haltigen Skorodit.
Alumotantit   IMA1980-025, anerkannt    
Alumotrichit
1). Wohl identisch mit Kali-Alaun (Kalialaun).
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Kalialaun oder ähnliche Minerale.
Alumotungstit   IMA1968-004, dikreditiert    -> siehe:  Hydrokenoelsmoreit. Neuer Name für dieses Mineral: Hydrokenoelsmoreit.
Alumovesuvianit   IMA2016-014, anerkannt
Alumoåkermanit       -> siehe:  Alumoakermanit
Alumuniumerz       -> siehe:  Bauxit. Gemenge.
Alumyt       -> siehe:  Metahalloysit
Alun       -> siehe:  Alaun      
1). Alaun.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen beigefarbenen bis gelben Marmor. Verwendung: Baustein, Werkstein, Dekorstein.
Alun natif      -> siehe:  Alaun, gediegen
Alunit   IMA1987 s.p., redefined. Alunit wird in vulkanischen Schloten gebildet. Da der Alunit zur Herstellung von Alaun dient, nennt man ihn auch Alaunstein. Ein Begleitmineral ist Gipsspat. Massige Aggregate des Alunit treten auch zusammen mit Türkis auf. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung.
Alunogen   IMA1832, grandfathered   
Alunogenit       -> siehe:  Alunogen
Alurgit   diskreditiert    -> siehe:  Muskovit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen roten, Magnesium- und Mangan-haltigen Muskovit.
Aluschtit    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Kaolinit oder für ein Gemenge von Dickit mit Illit und zum Teil weiteren Tonmineralen oder für Gemenge von Beidellit mit weiteren Tonmineralen.
Aluta montana       -> siehe:  Bergkork
Alvanit   IMA1962 s.p., anerkannt    
Alvarolith       -> siehe:  Manganotantalit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Manganotantalit.
Alvit       -> siehe:  Zirkon. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen metamikten, Hafnium-haltigen Zirkon.
Alwilkinsit-(Y)  IMA2015-097, anerkannt  
Amakinit   IMA1967 s.p., anerkannt  
Amalgam    
1). Bezeichnung für intermetallische Hg-Verbindungen (oft Hg-haltiges Silber).
2). Verbindungen zwischen Quecksilber und einem anderen Metall, die sich meist mit grosser Leichtigkeit bilden. Die Amalgamatio hat man für eine Art Calcinatio gehalten. (Schneider 1962).
3). Definition um 1817: Amalgama, eine aus chemischen Laboratorien in die Mineralogie übertragene Benennung, welche man einem Fossile gibt, welches eine Mischung aus Quecksilber und Silber zusammensetzet. Dies natürliche Amalgam (Hydrargyrum argentatum; Amalgame natif oder nach Hauy Mercure argental). Dies seltene Fossil ist von Gestalt derb, eingesprengt, angeflogen, als Überzug und gemeiniglich kleinkuglich oder in undeutlichen sehr und ganz kleinen Krystallen stets von einer Modifikation des rhomboidalen Dodekaeders und zwar:  1) eben diese Krystalle     a) mehr oder weniger vollkommen (im ersten Falle Mercure argental dodecaédre Hauy) oder     b) an den Ecken abgestumpft (Mercure argental triforme Hauy)   2) Die doppelt vierseitige Pyramide an allen Kanten abgestumpft (Mercure argental émarginé Hauy). Die Krystalle sind gewöhnlich einzeln oder je zwey und drey in das Gestein ein gewachsen.
Amalgame natif       -> siehe:  Amalgam. Natürliches Amalgam (Definition um 1817).
Amandes       -> siehe:  Quarz. Alte Lokalbezeichnung aus der Gegend um Idar-Oberstein für geschliffene Platten aus Bergkristall für Kronleuchter.
Amantes       -> siehe:  Asbest. Nach KONRAD VON MEGENBERG handelt es sich um eine für Asbest verwendete Bezeichnung.
Amaramantit       -> siehe:  Amarantit.
Amarantit   IMA1888, grandfathered. Vorkommen: Sierra Gorda, Caracoles, Chuquicamata in Chile. 1888 beschrieben vom deutschen Mineralogen Friedrich August Frenzel.
Amargosit       -> siehe: Bentonit. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Bentonit.
Amarillit   IMA1933, grandfathered. Name nach der Typlokalität Los Pintados, Tierra Amarillo, Atacama in Chile.
Amarillstein    
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Korund.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Smaragd (eine Varietät von Beryll).
Amaritan       -> siehe:  Asbest. Nach HEINRICH VON MüGELN, der Name für Asbest.
Amaryl       -> siehe:  Korund. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen grünen, synthetischen Korund.
Amathist       -> siehe:  Amethyst. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Amethyst (eine Varietät von Quarz).
Amathyst       -> siehe:  Amethyst. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Amethyst (eine Varietät von Quarz).
Amatist       -> siehe:  Amethyst. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Amethyst (eine Varietät von Quarz).
Amatit    Ein künstliches Produkt, welches in der Natur kein Vorbild hat.
Amatrix    Wardit oder Utahlit in Chalcedon. Eine Verwachsung von Variscit mit Quarz oder Chalcedon.
Amausit    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Plagioklas oder für einen verunreinigten Wollastonit. Teils Oligoklas, teils Wollastonit.
Amazomit       -> siehe:  Amazonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Amazonit.
Amazonas-Jade       -> siehe:  Amazonit. Siehe auch unter Jade.
Amazonasstein       -> siehe:  Mikroklin. Grüner Mikroklin (Amazonit). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Amazonit.
Amazonenstein       -> siehe:  Mikroklin.
1). Grüner Mikroklin (Amazonit). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Amazonit.
2). Mineral, v. HUMBOLDT 1860, für Amazonit, er brachte ihn von seiner "Reise in die Aequinoctial-Gegenden" mit. Der Name kommt von dem sagenhaften Amazonen-Land der Indianer. Humboldt selbst stellte ihn zum Nephrit, (siehe auch dort).
3). Den spangrünen Feldspat aus Sibirien nennt man Amazonenstein.
4). Siehe unter Gemeiner Nephrit.
Amazonensteinartiger Feldspat       -> siehe:  Lazulith.
Amazonit       -> siehe:  Mikroklin. Der Amazonit ist nach dem Fundgebiet Amazonas benannt. Der Amazonit ist eine Varietät des Feldspates Mikroklin, das in magmatischen Gesteinen zum Beispiel Graniten und Pegmatiten gebildet wird aber auch in einigen metamorphen Gesteinen besonders in Schiefern vorkommt.Farbe: Grün bis leuchtend Blaugrün mit weissen Flecken oder Adern. Synonym: Amazonenstein.  Amazonit ist gelegentlich Gemengteil in Plutoniten. Die Farbe wird durch Einlagerungen von Blei-Atomen im Kristallgitter erzeugt. Durch seine Struktur leicht spaltbar. Von Laugen, Säuren oder Säuregemischen angegriffen. Zur Erhöhung der Glanzerscheinung werden Amazonite mit farblosem Kunstlack behandelt. Vom Ultraschallgerät fernzuhalten. Schon im Altertum wurde er als Schmuckstein geschätzt. Der zmaragdus (PLINIUS um 60 n. Chr.) kann durchaus auch ein Amazonit gewesen sein. Verarbeitung zu Kugeln, Cabochons oder polierten Platten. Für Gravuren ist er, wegen der guten Spaltbarkeit, nicht geeignet. Verwechslungen und Imitationen: Besonders der Amazonit als Mikroklinperthit kann mit Chrysopras, Chrysokoll, Türkis, Jade oder Variscit verwechselt werden. Billiger Schmuckstein. Wird als Trommelstein ebenso verarbeitet wie als Cabochon, Tafel- oder Kugelschliff. Direkte Punktbestrahlung vermeiden.
Siehe auch unter Maikulski.
Amazonith       -> siehe:  Amazonit. Nicht mehr gebräuchliche Schreibweise für Amazonit.
Amazonstein       -> siehe:  Amazonit. Nicht mehr gebräuchliche englische Bezeichnung für Amazonit.
Ambatoarinit       -> siehe:  Ancylit-(Ce). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes Mineral, wahrscheinlich identisch mit Ancylit-(Ce).
Amber       -> siehe:  Bernstein.
1). Englische Bezeichnung für Bernstein (Succinit).
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen Naturstein. Nähere Angaben fehlen.
3). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Kopal.
4). Schwarze Schleif- und polierfähige Braunkohle (Gagat).
Amberger Gelb       -> siehe:  Brauneisenstein. Brauneisenstein in kompakten grauen, braunen, dichten Massen; im Innern zuweilen hohl durch Wegführung einer leichter löslichen Beimengung (Adler- oder Klappersteine, Aende, werden hohle Eisennieren mit klapperndem Kern genannt). Als Amberger Gelb  oder Gelberde wird ein toniger Brauneisenstein bezeichnet.
Amberin       -> siehe:  Chalcedon. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen gelbgrünen Chalcedon (Moosachat).
Amberit       -> siehe:  Retinit. Siehe unter Ambrit und Retinit.
Ambligonit       -> siehe:  Amblygonit
Amblygonit   IMA1818, grandfathered.
1). Der Name kommt von griechisch 'amblygonios' = schiefwinklig.
2). Griechisch 'amblys' = stumpf, 'goni' = 'Winkel' und bezieht sich auf die Tatsache, dass Amblygonit in unterschiedlichen Richtungen mit jeweils unterschiedlichen Winkeln, aber verschieden von 90°, spaltet.
1). Nach Breithaupt, 1817, ein Mineral. Wichtiges Lithiumerz, meist in Pegmatiten. Findet selten Verwendung als Schmuckstein. Der grösste Kristall kommt aus der Hugo Mine, Keystone, South Dakota, USA und besitzt eine Grösse von 7,62x2,44x1,83 m. Aggregate von bis zu 200 Tonnen Gewicht.
2). Um 1900 auch Synonym für Montebrasit.
3). Amblygonit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreien Phosphate mit fremden Anionen.
Besondere Eigenschaften: Amblygonit ist in seinen optischen Eigenschaften dem Quarz und Albit sehr ähnlich und wird daher öfter mit ihnen verwechselt. Durch einen Flammentest für Lithium  (hält man eine Probe in eine Gasflamme sieht man eine helle rote Flamme), seine Dichte und seine ungewöhnliche Spaltbarkeit kann man es von den anderen unterscheiden.
Geschichte: Erstmals beschrieben wurde es 1817 von August Breithaupt.
Amblystegit   diskreditiert    -> siehe:  Hypersthen. Hypersthen-Varietät. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ferrosilit oder Entstatit.
Ambra grisea       -> siehe:  Ambra. Evtl ein früheres Heilmittel.
1). Synonym für Succinum (Gessmann 1899) (Bernstein).
2). Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962) (Quecksilber).
Ambre Gris       -> siehe:  Bernstein. Von französisch 'gris' = grau. Französisch für grauen Bernstein. Findet Verwendung in der Parfum-Industrie. Siehe auch unter Ambra.
Ambre Jaune      -> siehe:  Bernstein. Von französisch 'jaune' = gelb. Französisch für gelben Bernstein. Findet Verwendung in der Parfum-Industrie. Siehe auch unter Ambra.
Ambrinoit  IMA2009-071, anerkannt. Der Name ehrt den auf Fundstellen im Piemont und auf Manganlagerstätten spezialisierten Mineraliensammler Pierluigi Ambrino (*1947), der Proben des 1998 entdeckten Minerals zur Verfügung stellte. Das Ammonium-haltige Arsen/Antimon-Alkalisulfid ist mit Gerstleyit verwandt.
Ambrit   
1). Ambrit, Ambrosin, Ambrosit. Bernsteinähnliche Harze.
2). Bezeichnung für ein fossiles Harz ähnlich Bernstein, kein Mineral.
Ambroid      -> siehe:  Bernstein. Siehe auch unter Pressbernstein. Synonym: Bernstein. Ein Pressprodukt als weitverbreitete Imitation. Handelsbezeichnung für eine Art 'Sinter-Bernstein. Entwickelt 1879 in Wien von Trebitsch und von Wehrenbach. Abfallstücke der Bernsteinverarbeitung werden bei 140-250° C. unter bis zu 3000 bar Druck zusammengepresst und verschmolzen. Findet Verwendung als Schmuckstein und im Kunstgewerbe.
Ambrosin       -> siehe:  Harz. Bezeichnung für ein fossiles Harz ähnlich dem Bernstein, kein Mineral.
Ambrosit       -> siehe:  Harz. Bezeichnung für ein fossiles Harz ähnlich dem Bernstein, kein Mineral.
Ameghinit   IMA1966-034, anerkannt    
Amekit       -> siehe:  Harz. Akzessorisches Harz (Bernsteinbegleiter), des Alttertiär.
Ameletit   diskreditiert. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Nephelin, Sodalit und anderen Mineralen.
Amelitit    (Ameletit). Ein Gemenge von Sodalith, Analcim Phillipsit und etwas Nephelin.
American Blue       -> siehe:  Topas. Bestrahlter, blauer Topas.
American Golden       -> siehe:  Topas. Berühmter Topas, mit 22.892 ct. Angeblich der grösste geschliffene Edelstein der Welt. Geschliffen von Leon Agee im Jahre 1984 mit 172 Facetten aus einem Rohstein von ca. 13 kg.
American Matrix    Eine Verwachsung von Variscit mit Quarz oder Chalcedon.
American-Matrix       -> siehe:  Amatrix.
Amerika-Jade       -> siehe:  Vesuvian.
1). Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für grünen Vesuvian.
2). Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Californit.
Amerikanischer Jade       -> siehe:  Vesuvian.
1). Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für grünen Vesuvian.
2). Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Californit.
Amerikanischer Rubin       -> siehe:  Pyrop.
1). Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Almandin und Pyrop.
2). Irreführende im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Rosenquarz.
Amesit   IMA1876, grandfathered    -> siehe:  Serpentin. Das Magnesium-Endglied der Serpentin-Untergruppe wird mit Lizardit Mg3[Si2O5](OH)4 bezeichnet; wenn es aluminiumhaltig ist, spricht man von Amesit (Mg2,5Al0,5)[Si1,5Al0,5O5](OH)4. Ein Blätterserpentin. Vorkommen: Chester, Ashville in North Carolina.
Amethist-Fluss       -> siehe:  Flussspat. (Fluorit).
Amethisten Fluss      -> siehe:  Flussspat. (Fluorit). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen violetten Fluorit.
Amethyst       -> siehe:  Quarz     1). Die Herkunft des Namens aus dem griechischen (amethystos) - "dem Rausche entgegenwirkend" - drückt den alten Glauben aus, dass ein Träger von Amethyst gegen die berauschende Wirkung von Wein gefeit sei. 1). Amethyst ist eine violette Varietät des Minerals Quarz (SiO2). Er füllt die Hohlräume von Achatmandeln in den Lavagängen der Basalte. Auch der Amethyst wird, wie der Citrin, beim Erhitzen weiss. Wird die Temperatur weiter erhöht, verändert sich seine Farbe zu gelb.(Citrin). Mit Hilfe von Röntgenstrahlen aber kehrt die violette Farbe zurück. Die kräftigsten Farben des Amethystes sind in den Kristallspitzen zu finden. Dies ist der Grund dafür, das es keine sehr grossen Amethyststeine mit bester Edelsteinqualität gibt.
Ametrin nennt man den Amethyst-Citrin. Hier wechseln sich die Farben violett und gelb ab, wobei der Übergang der Farben scharf abgegrenzt ist. Den Ametrin fand man ersmals in Bolivien.
Die griechische Mythologie erzählt folgende Geschichte: Bachus, der Gott des Weines, fluchte eines Tages in betrunkenem Zorn, das der erste Mensch, der vorbeiginge, von Tigern gefressen würde. Als die schöne Jungfrau Amethyst vorbei kam, wurde sie von der Göttin Diana zu ihrer Rettung in einen weissen Stein verwandelt. Voll Reue über seinen Wutausbruch goss Bachus als Opfergabe für Diana Rotwein über den Stein, der sich daraufhin violett färbte. Aus diesem Grund glaubte man früher, der Amethyst schütze vor Trunkenheit. Zudem wurde ihm eine apotrophische Wirkung gegen Diebstahl nachgesagt. Dieser Umstand wird belegt durch frühgeschichtliche Grabfunde. Merowingerzeitliche Gräber mit Amethyst zeigen, wenn überhaupt, Beraubungsspuren nicht im Bereich der Niederlegung der Steine (Halskette), auch dann nicht, wenn etwa goldene Schmuckanhänger ebenfalls hier zu finden waren. Möglicherweise gab es in dieser Epoche der Frühgeschichte eine weitergehende (und heute nicht mehr rekonstruierbare) nachgesagte (Negativ-)Wirkung des Amethysts auf den Dieb.
Die violette Farbe des Amethyst entsteht durch Einlagerung kleiner Mengen von Eisen (Fe3+) und Titan (Ti4+). Durch Brennen von Amethyst entstehen gelbe bis goldene Färbungen ("citrinfarbener Quarz"). Bei vielen der im Edelsteinhandel irreführenderweise verkauften "Gold- oder Madeiratopase" handelt es sich in Wirklichkeit um gebrannte Amethyste.
Amethyst ist ein weit verbreitetes Mineral; grosse und klare Exemplare, die sich zum Schneiden und zur Weiterverarbeitung als Schmucksteine eignen, sind auf vergleichsweise wenige Fundorte beschränkt. Vorkommen gibt es in Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Russland und Sri Lanka. Solche Kristalle findet man vor allem in Hohlräumen in hydrothermalen Adern und in vulkanischen Gesteinen.
Europas grösstes Amethystvorkommen befindet sich in der niederösterreichischen Stadt Maissau. Die vor ca. 150 Jahren entdeckte Fundstelle des Amethyst von Maissau liegt etwa 60 km nördlich von Wien, 1 km nach der Ortschaft Maissau an der Bundesstrasse in Richtung Horn. Das Amethystvorkommen in Maissau weist einen gesicherten Verlauf von ca. 400 m auf, davon ca. 40 m im Schaustollen aufgeschlossen zugänglich (!), zeigt eine maximale Breite von 2 m und steht nahezu senkrecht (Einfallen zwischen 80 und 90o nach SSW bzw. NNE). Die ersten gezielten Grabungen fanden 1986 unter der Aufsicht des Krahuletz- Museums Eggenburg statt. Ab 1999 begann die systematische Freilegung des Ganges durch die Maissauer Amethyst- Gesellschaft (MAG). Diese eindrucksvolle Offenlegung eines Amethystganges ist weltweit einzigartig. Darüber hinaus kann eine Fortsetzung des Ganges über eine Strecke von 1 km vermutet werden.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Platten aus Amethystquarz, verklebt mit Kunstharz. Es handelt sich hierbei nicht um einen originären Naturstein. Findet Verwendung als Dekorstein, im Handel seit etwa 2004.
3). Angeblich wurden im 16. Jh. auch Rauchquarze als Amethyst angeboten (Kenngott, in 'Die Minerale der Schweiz, 1866').
4). Definition um 1817: Amethyst (Amethystus), eine Benennung, welche man in technischer Hinsicht einigen violblauen Steinarten gegeben und sie unter die sogenannten Edelsteine gesetzet hat. Als solche betrachtet man die violblaue Abart des eigentlichen Amethystes selbst, und den ebenso gefärbten Saphir und nannte diesen den orientalischen und jenen den occidentalischen. In systematischer Hinicht wird er für nichts anders, als eine Quarzart gehalten, welche Estner und nach ihm Karsten Amethystquarz nennen. Werner theilet ihn in gemeinen und fasertigen. Hausmann nennt ihn stänglichen Bergkrystall, und Hauy Quarzhyalin violet. Die Krystalle sind gewöhnlich von mittlerer Grösse, auch klein, und meistens in Drusen (von Bergmann in Ungarn und Böhmen, wenn sie violblau und mit Braunspath überzogen sind, ganz sonderbar Krautsuppendrusen genannt) theils auf theils an einander gewachsen; die Flächen glatt, und wenig oder auch stark glänzend; zuweilen bauchig und dabey drusig oder quer gestreift. Auch enthält er zuweilen Einschliffe wie der Bergkrystall von Wassertropfen, Luftblasen ec. Oder haarförmigen Krystallen (Haaramethyst). Der sibirische Amethyst phosphoresciret durch Reiben mit einem gelblichen Schein; im Feuer verliert er Farbe und Durchsichtigkeit, wird mürber und bleibt unschmelzbar, schmilzt aber doch mit Sauerstoffgas zu einer halbdurchsichtigen Kugel. Der Amethyst ist ein Fossil der Urgebürge und bricht besonders auf Eisensteingängen; daher findet man ihn auch mit haarförmigen Eisenglimmerkrystallen überzogen, welche ihn bey auffallendem Lichte roth färben und den Nahmen Haar-Amethyst verursachen.
5). Um 1837:  Amethyst, durch Manganoxyd veilchenblau oder rosenroth gefärbt.
Violetter Amethyst wird durch das Brennen zum gelben Citrin umgeändert.
Amethyst aus Sachsen       -> siehe:  Apatit
Amethyst-Basaltine    
1). Irreführende und im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen rötlich-violetten Apatit.
2). Irreführende und im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen rötlich-violetten Beryll.
Amethyst-Sonne   Ein länglicher Kern aus Achat oder Jaspis, allseits von Amethyst umwachsen. Findet selten Verwendung als Schmuckstein.
Amethystfluss       -> siehe:  Flussspat. (Fluorit).
Amethysticon       -> siehe:  Almandin
Amethystmandel    Mandelförmige mit Amethysten ausgekleidete Druse.
Amethystmutter       -> siehe:  Faseriger Amethyst. Alte Bezeichnung für faserigen Amethyst.
Amethystquarz       -> siehe:  Quarz.
1). Violett-weiss gebänderter Kristallquarz. Synonym: derber Amethyst. Ein häufiger Ornamentstein, der durch seine Struktur sehr leicht zum Ausbrechen von Quarzstellen neigt. Verträgt bei Reparaturen keine Wärme. Billiger Schmuckstein. Siehe auch unter Amethyst.
2). Ein derber, undurchsichtiger bis durchscheinender, violetter Quarz, oft gebändert im Wechsel mit weissem Quarz. Findet Verwendung im Kunstgewerbe und selten auch als Schmuckstein.
Ametist       -> siehe:  Amethyst. Nach KENTMANN, 1565, Bezeichnung für Amethyst.
Ametista    
1). Portugisisch und italienisch für Amethyst.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen mikrokörnigen, hellvioletten Agglo-Stein mit Polyesterharzbindung, italienisch "ametista" = Amethyst. Verwendung als Dekorstein.
Ametiste       -> siehe:  Amethyst. Altfranzösisch und mittelhochdeutsch für Amethyst.
Ametrin       -> siehe:  Quarz. Wurde erst in den 1980er Jahren entdeckt und nach seiner Zusammensetzung aus Amethyst und Citrin benannt. Ametrin ist ein Quarz und zwar eine Mischung aus Amethyst und Citrin. Diese Laune der Natur entsteht primär hydrothermal aus schwach eisenhaltigen Kieselsäurelösungen magmatischen Ursprungs in vulkanischem Gestein. Ametrin kann auch durch partielles Brennen von Amethyst hergestellt werden. Charakteristischer Weise zeigen diese Steine einen fliessenden Übergang der Farbzonen. Verwendung als Schmuckstein.
Amiant       -> siehe:  Amianth
Amiante       -> siehe:  Amiant. Französisch für Amiant.
Amianth   diskreditiert    -> siehe:  Aktinolith. Aus dem Griechischen: amiantos = rein, unbefleckt, weil er unverbrennbar und im Feuer zu reinigen ist.
1). Haarförmiger Aktinolith. IMA Klassifizerung: kein eigenständiges Mineral. Die Aktionlith-Varietät Amiant kommt vor allem in der Asbestindustie zur Anwendung. Siehe auch unter Asbest.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für faserigen, nicht näher charakterisierten Amphibolasbest, oft Tremolit, Actinolit oder Edenit. Nach griechisch amiantos = unbefleckt. Auch für grobfaserigen, technisch wertlosen Asbest verwendet. Zu den längsten Aminathaaren in der Schweiz gehören sicher diejenigen aus dem Maderanertal, Griesserntal im Kanton Uri. Sie messen bis 4 cm.
Sind die (Amianth/Asbest) Fasern ausserordentlich zart, mit einem seidenartigen Schiller, gehen sie im Wasser leicht auseinander und sind sie so biegsam, dass sie der schönsten weissen Seide gleichen, so führt es den Namen Amiant oder Bergflachs (Federweiss, Federalaun). (alte Beschreibung).
Siehe auch unter Bergkork, Bergpapier, Bergleder, Bergflachs, Amianth, Federweiss, Federalaun.
3). Definition um 1817: Amiant (Amiantus, vom Griechischen für (rein, unbefleckt)) vermutlich daher, dass sich die daraus verfertigte Leinwand durchs Feuerreinigen liess (franz. Amiante und nach Hauy Asbeste flexible) ist diejenige schon den Alten bekannte Steinart, welche sich zu Fäden spinnen und zu einer Art Leinwand weben liess; daher man ihm auch verschiedene Namen mit der Zeit gegeben hat, als: Bergflachs, Steinflachs (Linum vivum, amith on carystium) von der Länge feiner Fäden; Seidenstein  vom seidenartigen Glanze; Berghaar, Bergwolle, Feder-Amiant, Federweiss, federartiger Asbest wegen seiner Zartfaserigkeit; weicher,  reifer Asbest wegen der Biegsamkeit seiner Fäden zum Unterschiede der gemeinen Asbestart, die man auch deswegen den unreifen Asbest nannte. Aus dieser Ursache hat ihn auch Karsten in systematischer Hinsicht: biegsamer Asbest genannt und aufgeführt. Er bricht von Gestalt derb, in eingewachsenen Adern und Trümmern, besonders im Serpentin als Überzug, zartstänglich in andern Steinarten, und büschelförmig zusammengehäuft nach der Gestalt haarförmiger Krystallen. Übrigens weich, – milde; – schon mit den Fingern trennbar; – biegsam in dünnen Fäden und  zwar sogenannt: elastisch-biegsam. Seine Anwendung, insoweit die weichern und biegsamern Sorten dazu tauglich sind, geschah in alten Zeiten auf Gewebe, welche Kunst, besonders ihn zu spinnen, man in Italien wieder hervorzurufen gesucht hat, wo man den genuesischen tauglicher als den corsicanischen gefunden hat. In Spanien macht man Schnüre und Bänder davon; Dr. For in Schweden benützte ihn zu Pappendeckeln, und sein Versuch bewies es, dass er ein feuerfestes Dach gebe; H. Koch in Petersburg wendete ihn zu Münzabdrücken an, und Hr. Schweiger in Bayreuth schlug ihn zu unverbrennlichen Luftballonen vor. Man hat auch Papier (Steinpapier) und Dochten in die Oelampen daraus gemacht. Man brauchte ihn ehemals in den Officinen unter mehrere Salben, wodurch man bey erstorbenen Gliedern einen Hautreiz erwecken wollte, und hiess ihn von daher im Handel gewöhnlich Federweiss, auch Seifenerde (Alumen plumosum. Offic.) und hat ihn neuerlich als ein bewährtes Mittel gegen die Egelder Schafe vorgeschlagen. In Corsica mengt man ihn unter den Thon zur Masse irdener feuerfester, leichter Töpfergeschirre.
Siehe auch unter Glasartiger Tremolit.
Amianthinit   diskreditiert    -> siehe:  Riebeckit
Amianthoid   diskreditiert    -> siehe:  Asbestartiger Strahlstein
Amiantinit       -> siehe:  Asbestartiger Strahlstein
Amiantoide       -> siehe:  Strahlstein. Definition um 1817: Amiantoide nach Lametherie und Asbestoide nach Macquart, ein zu Bourg d'Oisans in der Dauphiné brechendes Fossil, in olivgrünen, gelblichen und braunen haarförmigen, elastisch - biegsamen, glänzenden Krystallen in Begleitung von Bergkrystal, blättrigen Thalit, Kalkund Feldspath. Delametherie hat dessen Eigenschwere untersucht und sie gefunden = 0,9088. Vauquelin und Marquart haben es zerleget und geben seine Bestandtheile an: Kieselerde 47, Kalkerde 11, 15, Bittererde 7,3, Eisenoxyd 20, Manganoxyd 10. Reuss hält es für einen Ubergang in Strahlstein und Karsten für Strahlstein selbst. Siehe unter asbestartiger Strahlstein und Byssolith.
Amiantus lapis       -> siehe:  Asbest. Aus dem Griechischen 'amiantos' = unbefleckt, 'lithos' = Stein. Lateinisch für Asbest.
Amiatit       -> siehe:  Hyalit. Benannt nach dem Fundort Monte Amiata, Toscana in Italien.
1). Sammelbezeichnung für kaliumführende Trachyte wechselnder Zusammensetzung.
2). Nicht mehr gebräuchliche Lokalbezeichnung für Hyalith von Monte Amiata, Toscana, Italien.
Amicchit       -> siehe:  Amicit. Ungültige Schreibweise für Amicit.
Amicit   IMA1979-011, anerkannt. Benannt nach G.B. Amici.
Amimit       -> siehe:  Antlerit
Aminoffit   IMA1937, grandfathered. Name zu Ehren von Gregori Aminoff (* 8. Februar 1883 in Stockholm; +11. Februar 1947 daselbst), ein schwedischer Künstler und Professor der Mineralogie und Direktor der mineralogischen Abteilung am Naturhistoriska riksmuseet (wörtlich Naturhistorisches Reichsmuseum).
Ammersooit       -> siehe: Beidellit. Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht definiertes Tonmineral, vermutlich ähnlich Beidellit.
Ammersovit      Tonmineral (möglicherweise ein Ferri-Beidellit), (Illit).
Ammineit   IMA2008-032, anerkannt. Der Name bezieht sich auf den Diammim-Kupfer(II)-Komplex als vorherrschende strukturelle Baugruppe in diesem Mineral. Das Kupfer/Ammonium-Chlorid ist ein neues seltenes Oxihalogenid mit Schichtstruktur.
Ammiolith    
1). Wohl ein Gemenge von Cinnabarit und Partzit.
2). Überflüssige Bezeichnung für ein angebliches Cu-Sb-Oxid, ist vermutlich ein Gemenge.
Ammochrysos   diskreditiert
Ammolit       -> siehe:  Aragonit
1). Ammolit ist ein seltener opaleszierender Schmuckstein. Er wird hauptsächlich an den östlichen Hängen der Rocky Mountains gefunden und besteht aus den fossilen Überresten von Ammoniten. Ammolit wird auch unter den Handelsnamen Calcentin oder Korit angeboten. In den Sprachen der dort einheimischen Blackfoot-Indianerstämme wird der Stein Aapoak (kleiner, kriechender Stein in der Sprache der Kainah aufgrund des Farbspiels) oder Iniskim (Büffelstein) genannt.
Ammolit besteht hauptsächlich aus Aragonit, welches direkt aus dem ursprünglichen Perlmutt in den Schalen der Ammoniten stammt. Neben Aragonit kommen in variablen Anteilen Calcit, Quarzit, Pyrit und andere Mineralien vor. In der Schale selbst kommen eine Reihe von Spurenelementen vor (Aluminium, Barium, Chrom, Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Strontium, Titan und Vanadium).
Aufgrund der aus dem ursprünglichen Perlmutt erhaltenen Schichtstruktur des Aragonits zeigt sich eine Opaleszenz. Die entsteht durch die Interferenz in dünnen Schichten, wie in Seifenblasen oder Ölflecken, nicht durch eine Eigenfarbe oder Lichtbrechung. Die Farbe ist dabei von der Schichtdicke abhängig: dicke Schichten liefern rote und grüne Interferenzfarben, dünne Schichten liefern auch Blau- und Gelbtöne.
Wie die ursprüngliche Schale liegt der Ammolit nur in einer sehr dünnen (0,5 bis 0,8 mm) Schicht vor, diese befindet sich meist auf einer grau-braunen Matrix aus Schiefer, Kalkmergel, oder Kalkstein. Durch überliegende Sedimentschichten wurde das Gestein zusammengedrückt, daher sind die Ammoniten meist zerquetscht, so dass sich zahllose Risse in der dünnen Schicht bilden. Diese Risstextur wird manchmal als Drachenhaut oder kirchenglasfensterartig beschrieben. Ammolit aus tieferen Schichten kann auch komplett glatt sein oder auch eine rippelartige Oberfläche zeigen.
Ein ähnliches Material ist Lumachella, ein Marmor aus versteinerten Muscheln und Schnecken, der in Italien und Österreich gefunden wird. Lumachella opalesziert nur teilweise und ist aufgrund des hellen Substrats nicht so brillant wie Ammolit. Der Marmor wird daher auch nicht oder nur sehr selten zu Schmuckzwecken genutzt. Wie anderer Marmor wird er in Mosaiken oder als Verkleidungsplatten verwendet.
Ammolit wird als der seltenste organische Schmuckstein angesehen. In seinem Rohzustand wird er zu Preisen von 30 bis 65 USD pro Karat (150-325 $/g) gehandelt. Da er weich und empfindlich ist, benötigt er eine spezielle Verarbeitung, die nur wenigen Experten genau bekannt ist. Diese Verarbeitung macht den Stein widerstandsfähiger und farbkräftiger. Ausser dem Schneiden in die gewünschten Formen muss der Stein poliert werden, da eine rauhe Oberfläche das Licht zu sehr streut und daher nur mattere Farben zeigt. Ein Überzug mit einem Harz sorgt für eine Stabilisierung der dünnen Blättchen, in denen Ammolit vorliegt.
2). Siehe auch unter Korit.
Ammolite       -> siehe:  Ammolit
Ammonalaun       -> siehe:  Tschermigit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tschermigit.
Ammonia alum       -> siehe:  Tschermigit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tschermigit.
Ammoniak    Definition um 1817: Ammoniak, Ammonium, Alcali volatile, urinosum) das flüchtige Kali oder Laugensalz, welches sich durch einen äusserst scharfen urinösen Geschmack und Geruch auszeichnet. Es ist in reinem und mildem Zustande farbenlos, krystallisierbar, mit Kohlenstoffsäure verbunden; verfliegend in geringer Wärme; vermischbar mit allen Säuren, mit denen es Mittelsalze gibt, und ist auflösbar in Wasser. In der Natur findet es sich nicht rein, im Salmiak ist es mit Kochsalz, im thierischen Körper mit Phosphorsäure verbunden, und Spuren davon hat man in manchen Thon-Kalk- und Schieferarten bemerkt. Es hat bey chemischen Auflösungen seinen guten Gebrauch und wird auch in der Technik zur Beize bei Verzinnung des Eisens, auch zu Ausbringung fetter Flecke aus Kleidungsstücken, wenn es zuvor mit etwas Wasser verdünnet wird, gebraucht.
Ammoniak-Alaun       -> siehe:  Tschermigit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tschermigit.
Ammoniakalaun       -> siehe:  Tschermigit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tschermigit.
Ammoniaksalpeter       -> siehe:  Nitrammit
Ammoniaksalpetert       -> siehe:  Mascagnit
Ammoniaksalpetert Mascagnin       -> siehe:  Mascagnit
Ammoniaksalz    Salmiak oder Mascagnin. Oktaedrisches Salmiak (Salammoniak), prismatisches Mascagnin (Mascagnit).
Ammonianiter       -> siehe:  Nitrammit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Nitrammit.
Ammoniaque       -> siehe:  Kali
Ammoniaque muriaté       -> siehe:  Salmiak. Alte französische Bezeichnung um 1817 von Hauy für eine Salmiak-Varietät.
Ammoniaque muriaté cubique       -> siehe:  Salmiak. Alte französische Bezeichnung um 1817 von Hauy für eine Salmiak-Varietät.
Ammoniaque muriaté primitif       -> siehe:  Salmiak. Alte französische Bezeichnung um 1817 von Hauy für eine Salmiak-Varietät.
Ammoniaque muriaté trapezoidal       -> siehe:  Salmiak. Alte französische Bezeichnung um 1817 von Hauy für eine Salmiak-Varietät.
Ammoniaque sulfaté      -> siehe:  Mascagnit
Ammoniaque sulfatée       -> siehe:  Mascagnit
Ammonioalunit   IMA1986-037, anerkannt. Name nach dem Chemismus und der Beziehung zu Alunit. Vorkommen: in Absätzen heisser Quellen und als Neubildung auf brennenden Halden.
Ammonioborit   IMA1933, grandfathered    
Ammoniojarosit   IMA1987 s.p., redefined    
Ammonioleucit   IMA1984-015, anerkannt. Name nach dem Chemismus und der Beziehung zu Leucit.
Ammoniomagnesiovoltait   IMA2009-040, anerkannt. Der Name bezieht sich auf die kristallchemische Verwandtschaft zu Voltait.  Das seltene Ammonium/Magnesium/Eisen-Sulfat der Voltait-Reihe stammt von einer brennenden Kohlenhalde. Keine Fluoreszenz.
Ammoniovoltait   IMA2017-022, anerkannt.
Ammonis cornu aureum       -> siehe:  Pyritisierter Ammonit. Lateinisch, siehe unter pyritisierter Ammonit.
Ammonium       -> siehe:  Ammoniak
Ammonium Hydroglimmer   diskreditiert
Ammonium Muskovit   diskreditiert
Ammonium-Eisenchlorid       -> siehe:  Erythrosiderit
Ammonium-Gastunit       -> siehe:  Weeksit. Ammonium-Weeksit.
Ammonium-Glaserit       -> siehe:  Aphthitalit. Überflüssige Bezeichnung für eine ammoniumhaltige Varietät von Glaserit aus Guano von Peru.
Ammonium-Syngenit      -> siehe:  Koktait
Ammoniumalaun    
1). Chemische Bezeichnung für Tschermigit.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für technisch hergestellten, Ammonium-haltigen Alaun.
Ammoniumaluminiumsulfat       -> siehe:  Tschermigit
Ammoniummagnesiumphosphat       -> siehe:  Struvit
Ammoniummagnesiumphosphat-Hexahydrat       -> siehe:  Boussingaultit
Ammoniummagnesiumsulfat       -> siehe:  Boussingaultit
Ammoniummagnesiumsulfat-Hexahydrat       -> siehe:  Struvit
Ammoniumnitrat       -> siehe:  Nitrammit. Chemische Bezeichnung für das Mineral Nitrammit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Nitrammit.
Ammoniumsalpeter       -> siehe:  Nitrammit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Nitrammit.
Ammoniumsulfat       -> siehe:  Mascagnin
Ammonjarosit       -> siehe:  Ammoniojarosit
Ammonsalpeter       -> siehe:  Nitrammit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Nitrammit.
Ammonsalpetert       -> siehe:  Mascagnit
Amoibit       -> siehe:  Gersdorffit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Gersdorffit.
Amorit       -> siehe:  Harz. Bezeichnung für ein fossiles Harz ähnlich dem Bernstein. Kein Mineral.
Amorpfeil       -> siehe:  Rutilquarz. Volkstümliche Bezeichnung für Rutil-Quarz.
Amorph   Von griechisch 'a' = nicht, kein, 'morphe' = Gestalt. Minerale (und organische Produkte), welche keine Kristallstruktur aufweisen, z.B. Opal, Harz, Glas, Perlen, Korallen, etc.
Amorphes Bor      -> siehe:  Bor. Bor existiert in mehreren Modifikationen. Amorphes Bor ist ein braunes Pulver. Vom kristallinen Bor sind mehrere allotrope Modifikationen bekannt.
Amosit   diskreditiert    -> siehe:  Grunerit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für faserigen Grunerit, Ferro-Anthophyllit, Actinolit oder Cummingtonit.
Amositasbest    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für faserigen Grunerit, Ferro-Anthophyllit, Actinolit oder Cummingtonit.
Ampangabeit   diskreditiert    -> siehe:  Samarskit-(Y). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Samarskit-(Y).
Ampangabéit   diskreditiert    -> siehe:  Samarskit-(Y). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Samarskit-(Y).
Amphibol    
1). Amphibol bezeichnet eine Gruppe im monoklinen Kristallsystem kristallisierender, gesteinsbildender Silikat-Minerale mit der komplexen chemischen Zusammensetzung (Ca,Na)2(Mg,Fe,Al)5(OH)2(Si,Al)8O22. Strukturell handelt es sich um Kettensilikate. Die in Klammern stehenden Atome können sich in beliebiger Mischung vertreten, stehen aber immer im selben Verhältnis zu den anderen Atomgruppen. Amphibol hat eine durchschnittliche Härte von 5 bis 6, eine zwischen weiss, grün und schwarz variierende Farbe und eine blassgrüne Strichfarbe. Amphibol ähnelt Pyroxen, besitzt anders als dieses jedoch Hydroxyl-Gruppen und hat statt Spaltwinkeln von 90 Grad solche von ca. 120 Grad. Die eisenreiche Hornblende, ein besonders wichtiges Amphibol, die neben Eisen hohe Anteile an Calcium, Natrium und Magnesium enthält, tritt sowohl in magmatischen, als auch in metamorphen Gesteinen wie z. B. Amphibolit auf. Tremolit, Aktinolith oder Nephrit, letzterer der wichtigste Bestandteil von Jade, finden sich hauptsächlich in metamorphen Gesteinen. Krokydolith, auch Riebeckit oder blauer Asbest genannt, ist dafür bekannt, Lungenkrankheiten wie Asbestose oder Mesotheliome auszulösen.
2). Basaltische Hornblende.
Amphibol-Anthophyllit   diskreditiert    -> siehe:  Cummingtonit
Amphibol-Asbest       -> siehe:  Amianth. Feinfaserige Ausbildung von Amphibolen. Siehe auch unter Amianth.
Amphibolasbest       -> siehe:  Amianth. Feinfaserige Ausbildung von Amphibolen. Siehe auch unter Amianth.
Amphibole       -> siehe:  Hornblende. Siehe auch unter Basaltische Hornblende.
Amphibole Sexdécimal      -> siehe:  Basaltische Hornblende. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Hornblende-Varietät.
Amphibole aciculaire       -> siehe: Gemeine Hornblende. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Hornblende-Varietät.
Amphibole cylindroide       -> siehe:  Gemeine Hornblende. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Hornblende-Varietät.
Amphibole dodecaèdre       -> siehe:  Basaltische Hornblende. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Hornblende-Varietät.
Amphibole lamellaire      -> siehe:  Gemeine Hornblende. (Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Hornblende-Varietät.
Amphibole ondécimal      -> siehe:  Basaltische Hornblende. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Hornblende-Varietät.
Amphibole surcomposé       -> siehe:  Basaltische Hornblende. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Hornblende-Varietät.
Amphibole équidifferent      -> siehe:  Basaltische Hornblende. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Hornblende-Varietät.
Amphibolit   diskreditiert
1). Amphibolit ist ein grau bis dunkelgrünes, meist feinkörniges metamorphes Gestein. Es besteht aus Amphibol (30-70%), Plagioklas (15-40%), Quarz, Granat und gelegentlich Pyrit.
2). Amphibolit ist ein Gestein, das per Definition durch die metamorphe Umwandlung von Basalt, dessen Tiefenäquivalent Gabbro oder anderen Meta-Basiten unter Druck- und Temperaturbedingungen der Amphibolit-Fazies entstanden ist (T ca 550-700 °C, P ca 200-1200 MPa).
Amphibolit besteht bis zu 50 % Vol. aus Vertretern der Amphibolgruppe (z.B Hornblende, Pargasit oder Tschermakit), Plagioklas (15-40 %), Granat, Epidot, Biotit, Quarz oder Olivin und Erzen wie Magnetit und Pyrit. Die relativen und absoluten Mineralanteile hängen sowohl von der chemischen Zusammensetzung des Ausgangsgesteins, als auch vom Metamorphosegrad ab. So tritt in der unteren Amphibolitfazies (d. h. bei Temperaturen am unteren Ende des Spektrums) Epidot auf, während in der oberen Amphibolitfazies Granat und Klinopyroxen gebildet wird. Aus Mergeln und Tuffiten geeigneter Zusammensetzung kann ein dem Amphibolit ähnliches Gestein entstehen, das im Gegensatz zu den aus magmatischen Gesteinen entstandenen Ortho-Amphibolit als Para-Amphibolit bezeichnet wird.
Die Verwendung der Bezeichnung 'Amphibolith' für amphibolreiche (mit einem Anteil von bis zu 30 % Vol. Amphibol) Gesteine, die nicht aus Basalt entstanden sind, ist umstritten. Hierfür sollen alternative Bezeichnungen, z. B. Amphibol-Gneis, verwendet werden. Nach Wimmenauer (1985) wird bei Feldspatgehalten von über 50 Prozent der Begriff Amphibolgneis und bei Amphibolgehalten über 80 Prozent die Bezeichnung Amphibolschiefer empfohlen.
Die Gesteinsbezeichnung geht auf Alexandre Brongniart zurück, der Amphibolit erstmals im Journal des Mines (Bd. XXXIV) 1827 beschrieb. Bernhard von Cotta führt es in seinem Werk Die Gesteinslehre von 1862 auf und Franz Loewinson-Lessing erläutert unter Amphibolitgesteine im Petrographischen Lexikon (1893) als "allgemein umfassender Ausdruck für Gesteine mit wesentlichem Amphibolgehalt (ungeachtet der Structur und Entstehungsart)".
3). Eine Gesteinsfamilie (nach KRAEFT1994) der Metamorphite (Ordnung Gneissoida), dunkelgrau, -graugrün, -grün, schwarz, fein- bis grobkörnig, schwer, massig, ehemals Diabas oder Mergel, besteht nur oder fast ausschliesslich aus Amphibolen. Schiefrige Varietäten sind bereits Übergangsstufen zu verwandten Gesteinen wie Gneis, Granulit, Grünschiefer. Verwendung als Schotter und zu Spaltplatten.
Amphibololit       -> siehe:  Hornblendit
Amphigen       -> siehe:  Amphigèn
Amphigèn   diskreditiert    -> siehe:  Leucit
1). Trapezoidaler Leucit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Leucit.
2). Definition um 1817: Amphigene, nennt Hauy den Leucit; Hausmann führt die voranstehende Benennung als die Substanz auf, deren wesentliche Bestandteile Kiesel mit Natron oder Kali, und die Kernkrystalle der Würfel  sind, nach dessen Flächen, wenn die Struktur vollständig ist, sich ein dreyfacher, und nach den Ebenen, welche durch zwey Kanten und dem Mittelpunct gehen, ein vierfacher Blätterdurch gang sich zu erkennen gibt. Die Hauptabänderungskrystallisation ist die doppelt achtseitige an beyden Enden vierflächig zugespitzte Pyramide; die Eigenschwere zwischen 2-2,5. Die Farbe weiss oder auch farbenlos, seltener röthlich-gelblich oder grau. Als Formationen dieser Substanz sind 1) der Analim (Würfelzeolith Cubilith, Sarkolith), und 2) der Leucit.
Amphigène altèré      -> siehe:  Erdiger Leucit
Amphigène trapezoidal       -> siehe:  Muschlicher Leucit
Amphigéne       -> siehe:  Leucit
Amphilogit   diskreditiert    -> siehe:  Muskovit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Muskovit.
Amphithalit    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Augelith mit Apatit, Lazulith, Disthen, Quarz, Rutil, Glimmer.
Amphodelit       -> siehe:  Plagioklas.
1). (Pseudomorphose) angewitterter anorthitischer Plagioklas.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen stark veränderten, sericitisierten, anorthitreichen Plagioklas.
Amstallit   IMA1986-030, anerkannt. Name nach der Typlokalität Amstall in Oesterreich.
Amsterdamer       -> siehe:  Diamant.
1). Grosser Diamant, gefunden in Indien, farblos. Im russischen Schatz. Auch Orlow oder Orloff genannt. Alter Rautenschliff.
2). Siehe auch unter Orlow.
Amsterdamer Diamant       -> siehe:  Orlow
Amulettstein       -> siehe:  Achat
1). (Sternachat, Donnerei). Siehe auch unter Sternachat. Quarz oder Chalcedonfüllung in rissigen Rhyolith- oder Quarzporophyr-Knollen.
2). New-Age-Bez. für Donnerei-Achate, angeblich "geboren" vom Ayers Rock. Die eigentliche Fundstelle liegt jedoch hunderte Kilometer vom Ayers Rock entfernt. Verwendung als Schmuckstein, siehe auch unter Australischer Amulettstein und Donnerei-Achat.
3). Synonym auch für Australischer Amulettstein.
Amygdaloid       -> siehe:  Mandelstein. Griechisch 'amygdalon' = Mandel.
1). Alte Bezeichnung.
2). Auch englisch für Mandelstein.
Anachites       -> siehe:  Diamant
1). Alte Bezeichnung für Diamant.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Diamant. Wahrscheinlich auch für den fossilen Seeigel (Echinocorys ovata; syn.: Ananchytes ovata).
Anaconda-Rubin       -> siehe:  Rosaquarz. Irreführende und im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Rosenquarz.
Anagenit       -> siehe:  Halloysit.
1). Chromocker, Varietät von Halloysit.
2). Überflüssige Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes Cr-haltiges Silikat, vielleicht ähnlich Halloysit.
Analbit       -> siehe:  Albit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Albit oder für Anorthoklas oder für eine hypothetische Hochtemperatur-Modifikation von Albit.
Analcidit   diskreditiert    -> siehe:  Analcim. Analcidit ist nach HINTZE (1897) eine hypothetische richtigere Schreibweise für Analcim, berücksichtigt man buchstabengetreu die griechischen Worte 'analkeia' = Kraftlosigkeit bzw. 'analkis' (idos) = kraftlos.
Analcim   IMA1997 s.p., anerkannt. Aus dem Griechischen: analkis = schwach, kraftlos. Laut Hauyn in bezug auf elektr. Erregbarkeit.
1). Mineral. Nach HAUY, 1801. Entstanden durch Wasseraufnahme aus Leucit. Als Gemengteil von Basalten oft für Zerfall ?(unter Wassereinfluss) verantwortlich, siehe auch Sonnenbrenner. Findet sehr selten Verwendung als Schmuckstein.
2). Definition um 1817: Analcim oder Analkim, eine von Hauy aus dem Griechischen (privativo und stark) hergeholte und einem Fossil, das man sonst zum ehemahligen Würfel-Zeolith zählte, beigelegte Benennung, die nichts anders heisst, als ein kraftloser Körper, für welchen Hauy das Fossil anerkannte, weil es beym Reiben nur eine schwache Electricität annahm. Viele Mineralogen haben diese Benennung heutzutage angenommen, und rechnen Werners Würsfelzeolith, oder wie er ihn jetzt zum Theil nennt, Cubicit hieher, auch unterscheiden sie ihn nach Hausmann, welcher auch den Sarkolith als den Cubio-octaèdre Hauy. dazu rechnet, in blättrigen Analcim und faserigen Analcim. Siehe auch unter Zeolith.
Analcim trapezoidal       -> siehe:  Blättrger Analcim. Alte französische Benennung um 1817. Analcim trapezoidal, die doppelt achtseitige Pyramide mit Aufsetzung der Flächen der einen auf die der andern und an jeder Endspitze mit vier auf die abwechselnden Seitenkanten aufgesetzten Flächen zu gespittzt.
Analcim triépointé       -> siehe:  Blättriger Analcim. Alte französische Benennung. Analcim, der Würfel, an allen Ecken mit drei Flächen zugespitzt.
Analcim-Katzenauge      -> siehe:  Analcim. Die Katzenaugen-Varietät des Analcim. Verwendung als Schmuckstein (der Katzenaugen-Effekt kommt nur im Cabochon-Schliff zur Geltung).
Analcime en formes detérminables       -> siehe:  Analcim. Alte französische Bezeichnung nach Hauy für Analcim.
Analcit   diskreditiert    -> siehe:  Analcim. Analcit (DANA 1868) ist eine neu aus den ursprünglich namensgebenden griechischen Worten gebildete Schreibweise für Analcim.
Analcite       -> siehe:  Analcim. Nicht mehr gebräuchliche englisch Bezeichnung für Analcim.
Analin       -> siehe:  Gips
Analkim       -> siehe:  Analcim. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Analcim.
Analzim       -> siehe:  Analcim. Nicht mehr gebräuchliche Schreibweise für Analcim.
Analzim-Katzenauge       -> siehe:  Analcim-Katzenauge
Anamorphischer Stilbit   diskreditiert.
Anamousit       -> siehe:  Plagioklas
Anandit   IMA1966-005, anerkannt.
Anapait   IMA1902, grandfatheredIn oolithischen Erzen.
Anarakit   diskreditiert
1). Zinkhaltiger Paratacamit (Varietät).
2). Herbertsmithit.
Anatacamit   diskreditiert    -> siehe:  Atacamit. Der Name bezieht sich auf dir trikline Symmetrie und die chemische Verwandtschaft zu Atacamit. Das neue, extrem seltene Kupfer-Halogenid ist das trikline Polymorph zu Atacamit, Botallackit und Klinoatacamit. IMA-Status (Sept. 2017): alt: IMA2008-042, anerkannt; neu diskreditiert.
Anatas   IMA1962 s.p., anerkannt. Aus dem Griechischen: anatasis = Emporstreckung, weil Streckung nach der c-Achse. 1). Sehr spröde. Nicht mit Säuren und Laugen in Berührung bringen. Seltener Edelstein mit geringer Härte. Nicht im Ultraschallgerät reinigen.
Der weltgrösste Kristall mit einem Ausmass von 52 X 34 mm stammt aus der bekannten Lärcheltinizone im Binntal/VS.
2). Definition um 1817:  Anatase, eine Benennung, welche Hauy demjenigen französischen Fossile gegeben hat, welches Lametherie vom Geburtsorte Oisanit (Frankreich, St. Christoph bey Bourg d'Oisans in der Dauphiné), Bournon von der Farbe blauer Schörl, und Saussure von seiner Krystallform Octaédrite genannt haben. Man hat es sonst zum Axinit gezählt; aber da Wauquelin ein mit Sauerstoff verbundenes Metall darin entdeckte, hat man ihm seine Stelle in der Titan-Ordnung angewiesen und Hauy nennet es jetzt Titan-Anatase, und hat dessen Benennung vom Griechischen für (aufstehend) abgeleitet, weil er den Winkel der Pyramide an demselben viel spitziger als bey andern Fossilien eben dieser Krystallform beobachtet hat. Nach seiner Charakteristik kommt es nur krystalisiret vor und hat zur primitiven Form die rechtwinkliche doppelt vierseitige Pyramide, welche sowohl parallel mit der gemeinschaftlichen Grundfläche als den Seitenflächen mechanisch theilbar ist, und zum Massentheilchen die unregelmässige einfache dreyseitige Pyramide. Die secundären Formen sind die sehr spitzwinkelige, doppelt dreyseitige Pyramide, a) vollkommen, und die Flächen der einen auf die der andern aufgesetzt (Anatase primitif); b) an allen Kanten und Endspitzen abgestumpft (Anatase basé); c) an Endspitzen mit vier Flächen zugespitzt, die Zuspitzungsflächen auf die Seitenflächen aufgesetzt. (Anatase dioctaédre), wobey die Spitzen der Zuspitzung wieder abgestumpft sind; d) an den Endflächen mit acht Flächen, je zwey und zwey auf dieselbe Seitenfläche aufgesetzt, zugespitzt (Anatase prominule). Die Krystalle sind sehr und ganz klein und auf Quarzdrusen aufgewachsen, und auf der Oberfläche quer gestreift. Siehe auch unter Titan.
Anatase basé       -> siehe:  Anatas. Benennung um 1817 für eine Anatas-Varietät (nach Hauy).
Anatase dioctaédre       -> siehe:  Anatas. Benennung um 1817 für eine Anatas-Varietät (nach Hauy).
Anatase primitif       -> siehe:  Anatas. Benennung um 1817 für eine Anatas-Varietät (nach Hauy).
Anatase prominule       -> siehe:  Anatas. Benennung um 1817 für eine Anatas-Varietät (nach Hauy).
Anatolyit   IMA2016-040, anerkannt.
Anauripigment   IMA2011-014, anerkannt. Der Name bezieht sich auf die kristallchemische Verwandtschaft zu Auripigment (anorthic = triklin).
1). Ein äusserst seltenes Dimorph zu Auripigment. Im polarisierten Licht schwach pleochroitisch (von gelb nach grünlichgelb). Keine Fluoreszenz.
2). Blättriges Rauschgelb.
Anauxit   diskreditiert1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Kaolinit mit amorpher Kieselsäure. 2). (Al,H3)4[(OH)8/Si4O10] isotyp (und ähnlich Kaolinit).
Anchydrit       -> siehe:  Anhydrit
Ancudit       -> siehe:  Kaolinit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Kaolinit oder einen verunreinigten Kaolinit.
Ancylit    Sammelbezeichnung für Ancylit-(Ce) oder Ancylit-(La).
Ancylit-(Ce)   IMA1987 s.p., anerkannt.
Ancylit-(La)  IMA1995-053, anerkannt. Name nach der Beziehung zu Ancylit-(Ce).
Andalusit   IMA1798, grandfathered. Andalusit ist nach dem Fundgebiet Andalusien in Spanien benannt. Die älteste Litteraturangabe über schweizerische Andalusite stammt aus dem Jahre 1852. Dr. D. Wiser (1852. Neues Jahrhuch für Mineralogie v. Leonhard, pag. 260.) berichtet nämlich über diesen Gegenstand folgendes: "Durch Herrn Ingenieur Coaz in Chur ist der in der Schweiz so selten vorkommende Andalusit an zwei neuen Stellen aufgefunden worden: in der Moräne des Scalettagletschers zwischen Davos und Oberengadin in Graubünden und am Schwarzhorn im Flüelathale bei Davos". Diese Angaben scheinen sich nur auf Andalusitgerölle und nicht auf anstehende Vorkommnisse dieses Minerales zu beziehen.
1). Andalusit ist ein im orthorombischen Kristallsystem kristallisierendes Alumino-Silikat-Mineral mit chemischer Formel Al2SiO5 und Härte 6,5 bis 7,5. Das leicht rosafarbene bis graubraune, manchmal auch grünliche Mineral tritt manchmal massiv auf, bildet aber meist prismatische Kristalle mit quadratischem Querschnitt. Strichfarbe ist weiss. Das Mineral kommt in Pegmatiten, Tonschiefern,Gneisen und Glimmerschiefern vor. Olivgrüner Andalusit kann durch Brennen in den begehrten und teureren roten Andalusit umgewandelt werden. Diese Manipulation kann aber durch einen Fachmann festgestellt werden (veränderte Einschlussbilder). Andalusit bildet sich unter niedrigem Druck durch thermische Metamorphose in metamorphem Gesteinen wie z. B. Hornfels. Daneben findet es sich auch in Pegmatiten, manchmal sogar als Schmuckstein und gelegentlich auch als Mineralseifen in Flusssedimenten. Eine Varietät des Andalusit ist der Chiastolith, der Kohlenstoffeinschlüsse enthält. Bedeutung als Rohstoff: Andalusit findet in der Porzellan-Herstellung und bei der Produktion hitzeresistenter Materialien Verwendung. Deutlicher Pleochroismus. Säuren, Laugen und Säuregemischen schützen. Borsäure und Borax sind vom Stein fernzuhalten. Kein Wärmeeinfluss auf den Stein, besonders dann, wenn Borax oder Borsäurereste vorhanden sind. Ätzt die Oberfläche des Steines an. Nicht mit galvanischen Bädern in Berührung bringen. Bei groben Steineinschlüssen keine Reinigung im Ultraschall. Seltener Edelstein, der in letzter Zeit häufig im Schmuck anzutreffen ist.
2). Definition um 1817:  Andalusit, der topographische Nahmen eines Fossils, den Lamethrie demselben gegeben hat. Sonst heisst es auch noch Foretzer auch harter Feldspat, Französischer Diamantspat auch Spanischer Diamantspath, Hartspath, Stanzait, Micaphyllit, Spath adamantin d'un rouge violet, Feldspath apyre (Hauy).
Andamooka Kristallopal      -> siehe:  Opal aus Andamooka. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen Kristallopal von besonders feiner Qualität.
Andamooka Matrix      -> siehe:  Opal aus Andamooka. Nach dem Hauptfundort Andamooka in Südaustralien. Ein helles bis honigfarbenes, feinkörniges Gemenge aus Opal-, Sand-, Kaolin- und Tonpartikeln, dessen Bindemittel Kieselsärure ist. Es wird auch als Opalmatrix bezeichnet. Achtung, nicht mit Matrixopal verwechseln! Hauptfundort für diese Opale ist Andamooka in Südaustralien. Opalmatrix aus Andamooka wird als Andamooka Matrix bezeichnet, wodurch sowohl Fundort als auch Opalart klar gekennzeichnet sind.
Da Opalmatrix meist leicht zu behandeln ist, werden 2 Arten von Andamooka Matrix unterschieden:   Andamooka Naturmatrix und Andamooka treated matrix .
Andamooka Natur-Matrix       -> siehe:  Opal. Ein helles bis honigfarbenes, feinkörniges Gemenge aus Opal-, Sand-, Kaolin- und Tonpartikeln, dessen Bindemittel Kieselsärure ist. Es wird auch als Opalmatrix bezeichnet. Achtung, nicht mit Matrixopal verwechseln!
Hauptfundort für diese Opale ist Andamooka in Südaustralien. Opalmatrix aus Andamooka wird als Andamooka Matrix bezeichnet, wodurch sowohl Fundort als auch Opalart klar gekennzeichnet sind. Da Andamooka Matrix meist feinporös ist, lässt sie sich leicht behandeln. Handelt es sich um einen unbehandelten Stein, so werden diese als Andamooka Naturmatrix bezeichnet. Diese Steine sind i.d.R. heller als die behandelten Steine (Andamooka treated matrix). Andamooka Naturmatrix verfügt über das gleiche Farbspiel wie Andamooka treated matrix, allerdings kommt es auf der hellen Matrix weniger zur Geltung.
Andamooka Naturmatrix       -> siehe:  Opal aus Andamooka. Name nach dem Hauptfundort Andamooka in Südaustralien. Ein helles bis honigfarbenes, feinkörniges Gemenge aus Opal-, Sand-, Kaolin- und Tonpartikeln, dessen Bindemittel Kieselsärure ist. Es wird auch als Opalmatrix bezeichnet. Achtung, nicht mit Matrixopal verwechseln! Hauptfundort für diese Opale ist Andamooka in Südaustralien. Opalmatrix aus Andamooka wird als Andamooka Matrix bezeichnet, wodurch sowohl Fundort als auch Opalart klar gekennzeichnet sind. Da Andamooka Matrix meist feinporös ist, lässt sie sich leicht behandeln. Handelt es sich um einen unbehandelten Stein, so werden diese als Andamooka Naturmatrix bezeichnet. Diese Steine sind i.d.R. heller als die behandelten Steine (Andamooka treated matrix). Andamooka Naturmatrix verfügt über das gleiche Farbspiel wie Andamooka treated matrix, allerdings kommt es auf der hellen Matrix weniger zur Geltung.
Andamooka Opal      -> siehe:  Opal. Opal aus Andamooka, Australien.
Andamooka Treated Matrix      -> siehe:  Opal aus Andamooka. Name nach dem Hauptfundort Andamooka in Südaustralien. Ein helles bis honigfarbenes, feinkörniges Gemenge aus Opal-, Sand-, Kaolin- und Tonpartikeln, dessen Bindemittel Kieselsärure ist. Es wird auch als Opalmatrix bezeichnet. Achtung, nicht mit Matrixopal verwechseln! Hauptfundort für diese Opale ist Andamooka in Südaustralien. Opalmatrix aus Andamooka wird als Andamooka Matrix bezeichnet, wodurch sowohl Fundort als auch Opalart klar gekennzeichnet sind. Da Andamooka Matrix meist feinporös ist, lässt sie sich leicht behandeln. Solche behandelten Steine werden als Andamooka treated matrix bezeichnet. Sie unterscheiden sich von unbehandelter Andamooka Matrix (Andamooka Naturmatrix) durch ihre dunklere Matrix. Sowohl behandelte als auch unbehandelte Andamooka Matrix besitzen ein voll ausgeprägtes Farbspiel, dieses kommt auf der dunkleren Matrix der behandelten Steine nur erheblich besser zur Geltung. Daher handelt es sich bei der meisten Andamooka Matrix um Andamooka treated matrix. Durch die Behandlung der Andamooka Matrix wird nicht der Opal verändert, es kommt lediglich zu einer Farbänderung in der Matrix. Die Behandlung erfolgt u.a. mit Zuckerlösungen.
Andamooka-Opal      -> siehe:  Opal. Opal aus Andamooka, Australien.
Andasin-Sonnenstein       -> siehe:  Feldspat. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen rotbraunen Feldspat mit glitzernden Hämatit- oder Goethit-Flitterchen. Findet Verwendung als Schmuckstein. Geschliffen wird der Andesin-Sonnenstein als Cabochon. Siehe auch unter Avanturin, Adular und Saphir.
Andelit       -> siehe:  Stilbit
Anden Phylitt      -> siehe:  Matrix
Anden Phyllit      -> siehe:  Matrix
Andenopal       -> siehe:  Opal. Andenopale stammen wie der Name schon besagt aus den Anden. Der Hauptfundort ist Peru. Andenopale sind meist undurchsichtig, seltener fast klar. Bei der Körperfarbe dominieren blaue, türkise und grünliche Farben. Daneben gibt es noch Andenopale mit bräunlich-rosa Körperfarbe. Häufig weisen Andenopale Dendriten oder eine Bänderung auf. Selten sind fast klare Opale ohne Dendriten oder Bänderung mit hellblauer bis türkiser Farbe. Diese werden auch als Blue Opal bezeichnet. Blue opals weisen kein Farbspiel auf.
Andenphyllit       -> siehe:  Matrix
Anderbergit       -> siehe:  Zirkon
1). Zersetzter, Y-haltiger Zirkon.
2.) Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Yttrium-haltigen Zirkon.
Andersonit   IMA1951, grandfathered.
Anderthalb-Schwefelarsenik       -> siehe:  Auripigment
Andesin     Nach dem Vorkommen in Andesitgesteinen der Anden. Feldspat ist eine Gruppe sehr häufiger, quasi "auf dem Feld" vorkommender Silikat-Minerale der chemischen Zusammensetzung (Na,K,Ca,Ba) (Al,Si)4O8. Die in Klammern angegebenen Elemente können sich jeweils gegenseitig vertreten, stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals. Feldspat kristallisiert entweder im monoklinen oder im triklinen Kristallsystem.
Feldspat zählt zu den wichtigsten gesteinsbildenden Mineralen. Feldspate lassen sich in zwei verschiedene Gruppen einteilen:
Kalifeldspate wie z. B. Orthoklas oder Mikroklin haben einen hohen Anteil an Kalium. Sie lassen sich grob durch die Formel (K, Na)AlSi3O8 beschreiben, sind allerdings nur bei hohen Temperaturen stabil mischbar. Bei der Abkühlung kommt es zu Entmischungen, die sich in natriumreichen Lamellen in Kalifeldspat ("Perthit", KAlSi3O8), bzw. in kaliumreichen Lamellen in Albit ("Antiperthit", NaAlSi3O8) äussern. Den Vorgang selbst bezeichnet man als "perthitische Entmischung". Die auch Plagioklase genannten Kalknatronfeldspate wie Albit und Labradorit zeichnen sich dagegen durch einen grossen Gehalt an Kalzium und Natrium aus. Ihre Reihe wird durch die Formel NaAlSi3O8 (Albit) - CaAl2Si2O8 (Anorthit) zusammengefasst. Die Bezeichnung eines Einzelminerals kann mittels Prozentangaben erfolgen: Zum Beispiel besteht ein Andesin aus 60 Prozent Albit und 40 Prozent Anorthit und wird daher mit Ab60An40 bezeichnet.
Andesin-Mondstein      -> siehe:  Madagaskar-Mondstein. Nach BANK, 1973.
Andesitischer Obsidian       -> siehe:  Obsidian. Obsidian mit dem Chemismus eines Andesit.
Andorit    Sicher zu den weltbesten Androditen gehören diejenigen welche 2004 aus der San José Mine, Oruro, Bolivien geborgen werden konnten. Darunter metallisch graue Kristalle bis 9 cm.
Andorit IV   IMA1893, grandfathered.
Andorit VI  IMA1892, grandfathered.
Andradit   IMA1868, grandfathered. Benannt nach dem port. Mineralogen J.B. d`Andrada Silva (1763/1836), der zur wissenschftlichen Bearbeitung der Granate beigetragen hat. Andradit ist das Calcium-Eisen-Glied der Granat-Gruppe und eines der Granatminerale, das auch für Schmuckzwecke verwendet wird.
1). Nach Dana, 1868, gehört zur Granatgruppe (Kalkeisengranat). Andradit ist weit verbreitet, besonders in Metamorphiten. Findet Verwendung als Schmuckstein. Man kann differenzieren: Demantoid, Melanit, Topazolith, Schorlomit.
2). Gehört in die Granatgruppe und tritt je nach Farbe in verschiedenen Varietäten wie Demantoid und Melanit auf.
Andradit-Katzenauge   Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für die Katzenaugen-Varietät von Andradit. Findet sehr selten Verwendung als Schmuckstein (der Katzenaugen-Effekt kommt nur im Cabochon-Schliff zur Geltung). Vorkommen: San Benito County in Kalifornien.
Andreadiniit   IMA2014-049, anerkannt.
Andreasbergolit       -> siehe:  Andreasbergolith. (Harmotom).
Andreasbergolith   diskreditiert    -> siehe:  Harmotom. Name nach dem Vorkommen: St. Andreasberg im Harz, Deutschland. Andreasbergolit ist ein von DELAMETHIERE (1792) gebrauchter Begriff für Harmotom von St. Andreasberg im Harz, Deutschland. Siehe auch unter Kreuzstein.
Andreattit    Benannt nach dem italienischen Petrologen C. Andreatta. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Montmorillonit und Beidellit oder für eine Wechsellagerung (mixed-layer) von Montmorillonit und Glimmer.
Andremeyerit       -> siehe:  Andrémeyerit
Andreolit       -> siehe:  Andréolith
Andreolith   diskreditiert    -> siehe:  Andréolith. (Harmotom). Eingedeutschte Abwandlung der Schreibweise für Andréolit.
Andrewsit   diskreditiert.
1). Gemenge aus Hentschelit und Rockbridgeit.
2). Mineral, H 4, dunkel- bis blaugrün. Vorkommen: Phönix Mine, Cornwall in England.
Andreyivanovit    IMA2006-003, anerkannt. Der Name ehrt den russischen Geochemiker Andrey Ivanov (* 1937), Forschungsleiter bei den Luna-Missionen und ein begeisteter Freund des Kaidun-Meteoriten. Das Eisen/Chrom-Phosphid stammt aus dem Steinmeteoriten Kaidun, der 1980 im Südjemen fiel.
Andrianovit    IMA2007-008, anerkannt. Der Name ehrt die Mathematikerin Valerya Ivanovicha Andrianova (1938 - 1991), deren Programme noch heute die Kristallstrukturverfeinerung der Eudialyt-Gruppe erleichtern. Das Alkali/Mangan-Zirkonium-Silikat mit Ringstruktur ist ein neuer Vertreter der Eudialyt-Gruppe, das K-Analogen zu Kentbrooksit.
Androdamant       -> siehe:  Fluorit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für (farblosen) Fluorit.
Androdamas       -> siehe:  Calcit.
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung (z.B. bei Plinius) für Calcit, möglicherweise auch für Diamant.
2). androdamas (siehe auch unter Antrodagma).
3). Calcit-Achat (siehe auch dort).
Androdragma       -> siehe:  Antrodagma.
1). Bezeichnung von Konrad von Megenberg, siehe unter Antrodragma.
2). Siehe auch unter Antrodagma.
Androsit       -> siehe:  Epidot. Neuer Name Manganiandrosit-(La). Daten siehe unter Manganiandrosit-(La). La-haltiger Androsit. Gehört in der Epidot-Gruppe in die Untergruppe Allanit. Siehe unter Epidot.
Androsit-(La)       -> siehe:  Manganiandrosit-(La). Alter Name Androsit, neuer Name Manganiandrosit-(La). Gehört in der Epidot-Gruppe in die Untergruppe Allanit. Siehe unter Epidot.
Andrémeyerit    IMA1972-005, renamed.
Andréolit       -> siehe:  Andréolith. Eingedeutschte Abwandlung der Schreibweise für Andréolit.
Andréolith       -> siehe:  Harmotom. St. Andreasberg im Harz, Deutschland.
1). Jean-Claude DELAMETHIERE (auch de La Métherie oder de Lamétherie) (* 1743 in La Clayette, Saône-et-Loire; + 1817 in Paris) war ein französischer Naturwissenschaftler, Mineraloge, Geologe und Paläontologe. 1795 untersuchte DELAMETHIERE eine Probe und beschrieb sie unter dem Namen Andréolite. Eine Nachuntersuchung 1801 durch René-Just Haüy ergab, dass es sich um das Mineral Harmotom handelte.
2). Andréolit wurde von DELAMETHIERE (1792) als Synonym zu Andreasbergolite für Harmotom von St. Andreasberg im Harz, Deutschland, gebraucht.
Siehe auch unter Kreuzstein.
Anduoit    IMA?, anerkannt. Nach der chinesischen Lokalität auf Anduo.Typlokalität: Anduo, Tibet, China.
Andychristyit   IMA2015-024, anerkannt.
Andyrobertsit   IMA1997-022, anerkannt. Name nach Andrew C. Roberts (geb. 1950), Mineraloge, Geological Survey of Canada.
Anemolith       -> siehe:  Calcit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für stalaktitischen Calcit.
Anemousit    
1). Labradorit oder Plagioklas.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Mischkristall zwischen Albit und Anorthit.
Angaralith       -> siehe:  Klinochlor. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Klinochlor.
Angarfit   IMA2010-082, anerkannt. Der Name bezieht sich auf die Typlokalität: Angarf-Süd bei Tazenakht, Provinz Quarzazte, Marokko. Das sehr seltene wasserhaltige Natrium/Eisen-Phosphat ist mit Mejillonesit verwandt. Im polarisierten Licht pleochroitisch (von blassgelb nach rotbraun).
Angastonit   IMA2008-008, anerkannt. Der Name bezieht sich auf die Fundregion Angaston, Mount Lofty Ranges, Süd-Australien. Das wasserhaltige Calcium/Magnesium/Aluminium-Phosphat ist kristallchemisch eng mit Montgomeryit verwandt.
Angel Skin Opal       -> siehe: Gemeiner Opal. Im Steinhandel gebräuchliche englische Bezeichnung für Palygorskit. Als Edelopal wird jeder Opal mit Farbenspiel bezeichnet. Einzige Ausnahme sind die Feueropal, diese werden zu den Edelopalen gezählt, wenn sie auch kein Farbenspiel zeigen dafür aber klar bis durchscheinend sind . Alle Opale ohne Farbenspiel werden zu den 'gemeinen Opalen' gezählt. Von den vielen Handelsnamen folgend eine Auswahl: Achatopal, Angel Skin Opal, Holzopal, Honigopal, Hyalit, Hydrophan, Kascholong, Milchopal, Porzellanopal, Moosopal, Prasopal, Wachsopal.
Angelait   IMA2003-064, renamed. Der Name bezieht sich auf die Typlokalität der Mina Angela im Revier Los Manantiales bei Gastre, Provinz Chubut, Argentinien. Das extrem seltene Blei/Kupfer/Silber/Wismut-Sulfosalz ist strukturell mit Miharait verwandt.
Angelardit    Chemisch ähnlich wie Ludlamit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ludlamit oder Vivianit.
Angelellit   IMA1962 s.p., anerkannt. Zu Ehren Dr. Victorio Angelelli (1908- ), argentinischer Bergbau-Geologe, Direktor des Argentinean Geological Survey.
Angelit       -> siehe:  Anhydrit. Anhydrit-Varietät. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen bläulichen Anhydrit. Anhydrit wandelt sich almählich durch Wasseraufnahme in Gips um!
Angelus       -> siehe:  Sal ammoniacum. Synonym für Sal ammoniacum (Schneider 1962).
Anglarit       -> siehe:  Berthierit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Berthierit oder Ludlamit oder Vivianit.
Anglesit   IMA1832, grandfathered. Name nach dem Fundort: Island of Anglesey (Wales, Grossbritannien). Das dem Baryt in der Struktur gleichende Anglesit (PbSO4)ist ein seltenes Bleimineral, das, wie alle Bleiminerale, wie ein Edelstein auffunkelt. Trotz Gleichheit in der Struktur und einer sehr ähnlichen Kristallbildung ist die Dichte von Anglesit um etwa 50 Prozent höher als die Dichte von Baryit. Als eher unbedeutendes Erz findet es in der Industrie keine grosse Anwendung. Hauptvorkommen liegen in Australien, England, Mexico und Namibia. Die Farbe von Anglesit ist nicht einheitlich, das Material existiert in farblosem, weissem und gelbem oder auch blassgrauem bis blauem oder grünem Zustand. In seltenen Fällen kann Angelsit infolge Radiumgehalt stark radioaktiv sein (Touissit, Marokko). Da keine Uran vorhanden ist, beträgt die Halbwertszeit nur 1600 Jahre.
Angleso-Baryt       -> siehe:  Baryt
1). Mischung von Anglesit und Baryt. Pb-haltiger Baryt (Mischkristall).
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Blei-haltigen Baryt.
Anglesobaryt       -> siehe:  Baryt
1). Mischung von Anglesit und Baryt. Pb-haltiger Baryt (Mischkristall).
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Blei-haltigen Baryt.
Angola-Kopal      -> siehe:  Kopal von Angola
Angolit       -> siehe:  Inesit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Inesit.
Angolith       -> siehe:  Inesit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Inesit.
Anhedral       -> siehe:  Allotriomorph
Anhydrisches Brythinsalz       -> siehe:  Glauberit
Anhydrisches Natronsulfat       -> siehe:  Thenardit. Ein natürlich vorkommendes Natriumsalz.
Anhydrit   IMA1804, grandfathered. Der Name des Mineralien leitet sich von dem griechischen 'anhydros' = wasserlos' ab. Anhydrit (vom Griechischen anhydros: 'wasserlos'; auch Anhydritspat, Gekrösstein oder Karstenit, chemisch Calciumsulfat) ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreien Sulfate ohne fremde Anionen.
Besondere Eigenschaften: Anhydrit-Kristalle lassen sich an drei im rechten Winkel zueinander stehenden Flächen gut spalten und lassen sich dadurch von dem ansonsten äusserlich sehr ähnlichen Gips unterscheiden, in den das Anhydrit durch Wassereinlagerung übergeht.
Steht Anhydrit unter permanenter Feuchtigkeitseinwirkung, so nimmt er Wasser auf, wodurch sein Volumen um 50 % zunimmt. Anhydrit verwandelt sich zu Gips, quillt dabei auf und kann sprengende Kräfte entwickeln. Dieser Prozess wird Salzsprengung genannt.
Im Bergbau können aufquellende Anhydritschichten die Stollen verengen und die anliegenden Gesteinsschichten sprengen, analog gilt dies für den Tunnelbau, wie z. Bsp. beim Engelbergtunnel, Weinsberger Tunnel oder Adlertunnel (CH). Im Einzelfall kann dies auch zur Hebung des Erdbodens führen, wie es beispielsweise in Staufen im Breisgau der Fall ist.
Modifikationen und Varietäten: - Angelit - Handelsbezeichnung für einen durchscheinenden, grau-blau-violetten Anhydrit-Kristall - Vulpinit - körniges Aggregat.
Die Lila-blau gefärbte Angelit genannte Varietät wird darüber hinaus als Schmuckstein verwendet.
Anhydrit I      -> siehe:  Anhydrit. Anhydrit I (CaSO4) ist die Hochtemperaturmodifikation des Gipses, sie bildet sich bei 1180 °C.
Anhydrit III      -> siehe:  Anhydrit. Der Name des Mineralien leitet sich von dem griechischen anudros: wasserlos ab. Anhydrit III (CaSO4) entsteht bei etwas höheren Temperaturen als das Halbhydrat. Beim Vorhandensein von Wasser, auch Luftfeuchtigkeit, bildet sich sehr schnell Halbhydrat. Siehe auch unter Anhydrit.
Anhydrit IIs       -> siehe:  Anhydrit. Der Name des Mineralien leitet sich von dem griechischen anudros: wasserlos ab. Anhydrit II (CaSO4) entsteht bei höheren Temperaturen, das "s" steht für "schwerlöslich". Beim Vermischen mit Wasser erfolgt die Hydratation innerhalb von Stunden und Tagen. Siehe auch unter Anhydrit.
Anhydrit IIu      -> siehe:  Anhydrit. Anhydrit IIu (CaSO4) bildet sich bei Temperaturen von 500 bis 700 °C aus dem Anhydrit IIs, das u steht dabei für "unlöslich".
Anhydritspat       -> siehe:  Anhydrit
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Anhydrit.
2). Siehe auch unter Muriacit.
Anhydritstein       -> siehe:  Evaporit. Ein Evaporit, besteht fast ausschliesslich aus dem Mineral Anhydrit. Nebengemengteile sind: Bitumen, Calcit, Dolomit, Gips, Tonmineralien. Verwendung als Dünger und zur Herstellung von Schwefelsäure. Findet gelegentlich Verwendung als Werkstein und im Kunstgewerbe und selten als Schmuckstein.
Anhydrokainit   IMA1912, fraglich    -> siehe:  Kainit. Wasserfreier Kainit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen dehydrierten Kainit.
Anhydrokaolin       -> siehe:  Kaolinit. Künstliches Entwässerungsprodukt.Technische Bezeichnung für künstlich dehydrierten Kaolinit.
Anhydrosaponit       -> siehe:  Saponit. Künstliches Entwässerungsprodukt. Technische Bezeichnung für künstlich dehydrierten Saponit.
Anhyrit Osterode       -> siehe:  Anhydrit. Ein grauer, gebänderter Anhydrit. Findet Verwendung zur Herstellung von Gips. Vorkommen: Osterode, Niedersachsen in Deutschland.
Anilit    IMA1968-030, anerkannt. Nach dem Fundort Ani Mine in Japan. Von der Schweiz erstmals 1976 vom Griesgletscher erwähnt (Stalder, Graeser). Ein Mineral der Kupferglanzreihe mit einem zweiwertigen Kupferanteil von 25%.
Anilith       -> siehe:  Anilit
Anillith       -> siehe:  Anilit
Anima vivificans       -> siehe:  Sulfur
Animal       -> siehe:  Lapis philosophorum. Alter Begriff aus der Alchemie. Synonym für Lapis philosophorum (Schneider 1962).
Anime       -> siehe:  Kopal. Eine Sorte des Südamerikanischen Kopal, von Hymenaea Courbaril, krustige, sehr klare, gelbe, auch grünliche Knollen, bitterer Geschmack.
Animikit       -> siehe:  Dyskrasit.
1). Ag-Sb-Mischkristall, kubischer Dyskrasit. Gemenge aus Nickelin, Akanthit und Galenit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Silber oder Acanthit mit Nickelin und/oder Galenit und/oder weiteren Mineralen.
Ankangit   diskreditiert    -> siehe:  Mannardit. Name nach der Lokalität: Shiti Barite-Bezirk, Ankang County, Shaanxi Provice, China. Mannardit (wasserfreie Varietät). Das seltene Chrom- und Barium-haltige Titan/Vanadium-Oxid erwies sich als identisch mit Mannardit.
Ankerit   IMA1825, grandfathered. Name nach dem stayrischen (Oesterrreich) Mineralogen, Mathias Joseph Anker (1771-1843). Haidinger, 1825. Zusammen mit Dolomit eine lückenlose Mischkristallreihe bildend. Die Definition der Mineralart bietet gewisse Probleme, weil die Verbindung CaFe(CO3)2 nicht existiert und auch nicht hergestellt werden kann. Damit ist die Abgrenzung zum Dolomit nicht im vornherein gegeben.
Ankeritischer Rhodochrosit       -> siehe:  Rhodochrosit
Ankinovichit   IMA2002-063, anerkannt.
Ankoleit       -> siehe:  Meta-Ankoleit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Meta-Ankoleit.
Ankylit       -> siehe:  Ancylit-(Ce)
1). Sammelbezeichnung für Ankylit-(Ce) oder Ankylit-(La).
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ancylit-(Ce).
Ankylit-(Ce)       -> siehe:  Ancylit-(Ce).
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ancylit-(Ce).
2). Fehlerhafte Schreibweise für Ancylit-(Ce).
Ankylit-(La)       -> siehe:  Ancylit-(La).
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ancylit-(La).
2). Fehlerhafte Schreibweise für Ancylit-(La).
Annabergit    IMA1852, grandfathered. Name nach der Typlokalität: Annaberg im sächsischen Erzgebirge, Deutschland.
Annaglas       -> siehe:  Uranglas
Annerödit       -> siehe:  Samarskit
1). Ein mit Niobit orientiert umwachsener Samarskit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Samarskit und Ferrocolumbit.
Annibit       -> siehe:  Tetraedrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Wismut-haltigen Tetraedrit. Tennantit oder Tetraedrit?
Annit    IMA1998 s.p., anerkannt.
1). Nach dem ersten Vorkommen auf Cape Ann, Massachusetts, USA. Mineral.
2). Ein Kunstprodukt.
Annivit    IMA2008 s.p., fraglich    -> siehe:  Tennantit. Der Name Annivit weist auf die Fundortregion Val d''Anniviers in der Schweiz hin. Bei dem ursprünglich aus dem Val d''Anniviers beschriebenen Annivit (wismutführend) handelt es sich um eine Fehlbestimmung. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Wismut-haltigen Tetraedrit, benannt nach dem Fundort Val d'Anniviers, Wallis (Schweiz). Tennantit oder Tetraedrit?
Anomalit    
1). Mn-Co-Ni- Verbindung oder pseudomorph nach Jeffersonit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Eisen- und Manganoxiden pseudomorph nach einem Pyroxen.
Anomit   diskreditiert    -> siehe:  Biotit
1). Biotit-Varietät.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Biotit mit abweichender Lage der optischen Achsen.
Anophorit   diskreditiert    -> siehe:  Magnesio-Arfvedsonit
1). Ti-haltiger Magnesioarfvedsonit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ferric-Nyböit.
Anorpiment       -> siehe:  Anauripigment
Anorthit   IMA1823, grandfathered. Aus dem Griechischen: ein = un; orthos = gerade, wegen des "schiefen" Winkels. Feldspat ist eine Gruppe sehr häufiger, quasi "auf dem Feld" vorkommender Silikat-Minerale der chemischen Zusammensetzung (Na,K,Ca,Ba) (Al,Si)4O8. Die in Klammern angegebenen Elemente können sich jeweils gegenseitig vertreten, stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals. Eine Plagioklas-Varietät, das basische Endglied der Plagioklas-Reihe. Anorthit ist Hauptgemengteil basischer Gesteine, bildet selten Kristalle aus. Entsteht auch synthetisch bei der Keramik-Produktion.
Anorthoklas   IMA1962 s.p., ?. Aus dem Griechischen für "schräg" und "Bruch", die Spaltung beschreibend. Rosenbusch, 1885. Oft mit Lichtschimmer, ein Orthoklas mit Übergang zu Albit (das Verhältnis schwankt beliebig). Hoher Na-Anteil. Anorthoklas ist Hauptgemengteil der Larvikite, besonders für deren Blauschiller verantwortlich.
Anorthomer Feldspat       -> siehe:  Anorthit
Anorthominasragrit   IMA2001-040, anerkannt.
Anosovit   diskreditiert. Schlackenprodukt.
Anperthit    Mischung von Orthoklas und Plagioklas.
Anquicken       -> siehe:  Amalgama
Ansermetit   IMA2002-017, anerkannt. Name zu Ehren Stefan Ansermet, Schweiz. Mineraloge. Mineral 2001 entdeckt und 2002 von der IMA genehmigt.
Ansermit       -> siehe:  Ansermetit
Antamokit    
1). Gemenge von Petzit und Calaverit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Calaverit, Petzit, Gold und weiteren Mineralen.
Antarcticit   IMA1965-015. anerkannt. Name nach dem Kontinent Antarktis (Don Juan Pond).
Anthochroit   diskreditiert    -> siehe:  Diopsid
1). Diopsid-Varietät.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Augit oder Diopsid.
Anthogramit   diskreditiert    -> siehe:  Anthophyllit
Anthogrammatit   diskreditiert    -> siehe:  Anthophyllit
Anthogrammit   diskreditiert    -> siehe:  Anthophyllit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Anthophyllit.
Anthoinit    IMA1947, grandfathered. Name nach Raymond Anthoine (1888-1971), belgischer Bergbauingenieur. Vorkommen: Misobo, Kufuruwe in der Demokratischen Republik Kongo.
Antholit       -> siehe:  Anthophyllit. Alte Bezeichnung für Anthophyllit.
Antholith   diskreditiert    -> siehe:  Anthophyllit
1). Teils Anthophyllit, teils Cummingtonit.
2). Alte Bezeichnung für fossile Pflanzereste, die aussehen wie Blüten, griechisch "anthos" = Blüte, "lithos" = Stein.
Anthonyit    IMA1967 s.p., anerkannt. Name nach John W. Anthony (1920-1992), Mineraloge, Universität von Arizona.
Anthophyllin  diskreditiert    -> siehe:  Anthophyllit. Lateinisch Anthophyllum = Gewürznelke, wegen der nelkenbraunen Farbe des Mineralien.
Anthophyllit   IMA2012 s.p., redefined    -> siehe:  Aktinolith. Lateinisch Anthophyllum = Gewürznelke, wegen der nelkenbraunen Farbe des Minerals.
1). Mineral. Nach SCHUMACHER, 1801. Varietät des Aktinolith. Gehört zu den Amphibolen.
2). Definition um 1817:  Anthophyllit, die Benennung eines nordischen seltenen Fossils von Schumacher aus dem  griechischen (Blume) und (Blatt) wegen seiner nelkenbraunen Farbe demselben gegeben. In systematischer Hinsicht hat man diesem Gattungsworte auch den Bronzit specifisch untergeordnet und das voranstehende Fossil den strahligen Anthophyllit, den Bronzit aber den blättrigen Anthophyllit genannt.
Anthophyllit rayonné   diskreditiert.
Anthophyllit-Katzenauge       -> siehe:  Anthophyllit
Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für die Katzenaugen-Varietät von Anthphyllit. Bekannt seit 1977, rötlichbraun, nelkenbraun. Findet sehr selten Verwendung als Schmuckstein. Der Katzenaugen-Effekt kommt nur im Cabochon-Schliff zur Geltung.
Anthophyllitasbest      -> siehe:  Anthophyllit
Anthosiderit    
1). Pseudomorphose von Quarz und Eisenhydroxid nach Cummingtonit, Zum Teil mit Resten von Cummingtonit oder Grünerit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für eine Pseudomorphose von Goethit und Quarz nach Cummingtonit, zum Teil noch mit Resten von Amphibol.
Anthozonit       -> siehe:  Fluorit. Schwarzer Fluorit, Varietät.
Anthracide    Alte Bezeichnung (Klasse des Mineralsystems nach Naumann für Kohlen, fossile Harze und organogen enstandene Kalkgesteine.
Anthracit       -> siehe:  Anthrazit
Anthracite feuilleté       -> siehe:  Gemeiner Anthrazit. Französische Benennung von Hauy um 1817 für 'Gemeiner Anthrazit' (Anthrazit).
Anthracite globuleux      -> siehe:  Graphitartiger Anthrazit. Französische Benennung um 1817 für 'Graphitartiger Anthrazit' (Anthrazit).
Anthracolit       -> siehe:  Anthrakolit
Anthracolithe       -> siehe:  Graphitartiger Anthrazit. Benennung um 1817 für 'Graphitartiger Anthrazit' (Anthrazit).
Anthracolithus       -> siehe:  Gemeiner Anthrazit. Benennung um 1817 für 'Gemeiner Anthrazit' (Anthrazit).
Anthraconit       -> siehe:  Anthrakonit
Anthracoxen       -> siehe:  Anthrakoxen
Anthrakolit    Griechisch 'anthrax' = Kohle, 'lithos' = Stein.
1). Alte Bezeichnung für Kohlenkalk.
2). Alte Bezeichnung für Kohlenstein.
3). Alte Bezeichnung für schwarzen, bituminösen Calcit.
Anthrakolith       -> siehe:  Anthrakolit
Anthrakonit       -> siehe:  Calcit. Griechisch 'anthrax' = Kohle, 'konis' = Staub.
1). Verunreinigter Calcit (Bitumen, Kohle).
2). Gestein. Siehe unter Kohlenkalk und Bergkalk.
3). Mineral, ein stark mit Kohle verunreinigter Calcit oder Dolomit.
4). Art des kohlensauren Kalksteins, mit krummblätterigem Gefüge, stänglich, schwärzlich, die Farbe  in Feuer verlierend, undurchsichtig, enthält ausser Kalk etwas Talk, Kohle, Kiesel, Eisen, findet sich in Übergangs- und Flötzgebirgen am Harz, in Tyrol.
5). Definition um 1817: Anthraconit, ein dermahliges systematisches Gattungswort, wodurch auf den Kohlengehalt der hieher gehörigen Fossilien gezielet wird, und unter welches man dermahlen Steine eingeordnet hat, welche sonst unter andern Nahmen bekannt waren, als: Madreporit, Stinkstein, Stinkspath, und diesen Nahmen desswegen trugen, weil sie beym Reiben, Zerstossen, Zerschlagen, einen Geruch von Schwefelwafferstoffgas entwickelten. Indessen, da es Steine gibt, welche auch, ohne verändert zu werden, dennoch stinken, so verwirft Hr. John die Benennungen Madreporit und Madreporstein ganz und hat anstatt Anthrakonit, dadurch diese Benennung auf den Kohlengehalt im Steine gezielet wird und das Gattungswort Anthracit schon angenommen ist, das Gattungswort Lucullan gewählet; und die oben genannten Steinarten mit noch einigen andern eingeordnet. Man hat aber dennoch Anthrakonit lieber zum Gattungsworte angenommen, und Hausmann hat unter demselben drey Arten aufgestellet, als: a) Späthiger Anthrakonit (Kohlenspath); b) Schuppiger Anthrakonit c) Dichter Anthrakonit Dichter Anthraconit, oder Johns dichter Lucullan, der auch sonst noch unter den Trivialnahmen: Brabantischer Marmor und schwarzer Marmor (Marmor Luculleum, Marmor unicolor nigrum, Chaux carbonatée bituminifère) und in der Gegend von Aachen als Blaustein und Blauwerk bekannt ist.
6). Siehe auch unter Madreporstein.
Anthrakoxen    
1). Bernsteinähnliches Harz.
2). Akzessorisches Harz (Bernsteinbegleiter), griechisch "anthrax" = Kohle.
Anthrax       -> siehe:  Rubin.  'anthrax' = griechische Bezeichnung für Karfunkel, griechisch "anthrax" = Kohle.
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Rubin.
2). anthrax = griechische Bezeichnung für Karfunkel, griechisch "anthrax" = Kohle.
Anthrazit       -> siehe:  Kohle. Anthrazit, griechisch: Glanzkohle.
1). Am anderen Spektrum der Kohlensorten hinsichtlich des Gehaltes an flüchtigen Bestandteilen befindet sich der Anthrazit als die höchstwertige Kohlesorte. Er wird überwiegend zur privaten und gewerblichen Raumheizung genutzt. Diese Kohlensorte besitzt eine ungewöhnlich grosse Härte. Der Feuchtigkeitsgehalt von frisch abgebautem Anthrazit ist gewöhnlich unter 15 Prozent. Ihr Kohlenstoffgehalt liegt über 91 % in der wasser- und aschefreien Kohle. Der Schwefelgehalt beträgt bis zu 1%. Im Anthrazit sind nur geringe flüchtige Bestandteile gebunden. Deshalb verbrennt diese Kohleart mit einer sehr kurzen und heissen Flamme von bläulicher Farbe. Russ und sichtbare Rauchgase entstehen nur wenig bei diesem Brennstoff. Die Farbe von Anthrazit ist ein metallisch glänzendes dunkles Grau, woher dieser Brennstoff auch seinen Namen hat (Anthrazit griech. Glanzkohle).
2). Kohlegestein, nach HAUY, 1797, Kohle von sehr hohem Genesegrad, grösster Anreicherung an Kohlenstoff (90 - 98%) bei grösstem Verlust an flüchtigen Bestandteilen. In grossen Mengen im Silur, Devon, Karbon. Der Name kommt von griechisch "anthrax" = Kohle. Der antike Stein anthracitis ist allerdings ein roter Stein, evtl. ein Granat.
3). Definition um 1817:  Anthracit, eine griechische Benennung für (Kohle), wofür Haidinger Anthracolit (Kohlenstein) brauchet, bezeichnet ein der Steinkohle ähnliches Fossil, welches sich aber durch eine schwere Verbrennlichkeit von jener unterscheidet. Man hat es deswegen Kohlenblende geheissen und in den Systemen als eine eigene Gattung der kohligen Mineralien-Ordnung unter der Classe der brennbar ein oder entzündlichen (Combustibilien, Inflammabilien) aufgeführet. Karsten hat das vorstehende Wort für Kohlenblende als Gattungswort substituiret und unter daselbe nebst andern auch einige sonst unter den Steinkohlen aufgeführte Arten specifisch eingeordnet, so dass dermahlen sechs folgende Arten die ganze Gatttung umfangen; als: 1) Gemeiner Anthracit 2) Schlackiger Anthracit 3) Graphitartiger Anthracit 4) Bandartiger Anthracit 5) Faseriger Anthracit 6) Holzartiger Anthracit, Holzförmiger Anthracit Er hat die Eigenschaft langsam und ohne Flamm zu verbrennen und eine weissliche Asche zu  hinterlassen. Er besteht aus Kohlenstoff, dem vermuthlich etwas Wasserstoff beygesellet ist, und hat eine Eigenschwere unter 2.
Anthrazitkohle       -> siehe:  Kohle. Anthrazit griech. Glanzkohle. Am anderen Spektrum der Kohlensorten hinsichtlich des Gehaltes an flüchtigen Bestandteilen befindet sich der Anthrazit als die höchstwertige Kohlesorte. Er wird überwiegend zur privaten und gewerblichen Raumheizung genutzt. Diese Kohlensorte besitzt eine ungewöhnlich grosse Härte. Der Feuchtigkeitsgehalt von frisch abgebautem Anthrazit ist gewöhnlich unter 15 Prozent. Ihr Kohlenstoffgehalt liegt über 91 % in der wasser- und aschefreien Kohle. Der Schwefelgehalt beträgt bis zu 1%. Im Anthrazit sind nur geringe flüchtige Bestandteile gebunden. Deshalb verbrennt diese Kohleart mit einer sehr kurzen und heissen Flamme von bläulicher Farbe. Russ und sichtbare Rauchgase entstehen nur wenig bei diesem Brennstoff. Die Farbe von Anthrazit ist ein metallisch glänzendes dunkles Grau, woher dieser Brennstoff auch seinen Namen hat (Anthrazit griech. Glanzkohle).
Anthropophthalmus       -> siehe:  Menschenauge
Antidotus       -> siehe:  Lapis philosophorum. Alter Begriff aus der Alchemie. Synonym für Lapis philosophorum (Schneider 1962).
Antiedrit       -> siehe:  Edingtonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Edingtonit. Eingedeutschte Abwandlung der Schreibweise für Antiëdrit.
Antiglaukophan   diskreditiert    -> siehe:  Glaukophan. Ähnlich Glaukophan, jedoch mit abweichender Optik.
Antigorit   IMA1998 s.p., redefined. Name nach der Fundregion in den Schlangenserpentinen. Name von Antigorio, Italien. Serpentin, auch Orphit oder Schlangenstein genannt, bezeichnet eine Gruppe im monoklinen Kristallsystem kristallisierender Silikat-Minerale mit der chemischen Zusammensetzung (Mg,Fe,Ni)6Si4O10(OH)8. Die in Klammern stehenden Atome können sich in beliebiger Mischung vertreten, stehen aber immer im selben Verhältnis zu den anderen Atomgruppen.
Antigorit-Serpentinit     Serpentinit mit Hauptgemengteil Antigorit. Findet Verwendung im Kunstgewerbe.
Antiker Dolomit    Die Alten haben ihn (den Dolomit) zu Kunstwerken benützt, und man glaubt, sie haben ihn von Tenedos erhalten, daher die Benennung Antiker Dolomit. Definition um 1817: Die Alten haben ihn (den Dolomit) zu Kunstwerken benützt, und man glaubt, sie haben ihn von Tenedos erhalten, daher die Benennung Antiker Dolomit.
Antiker grüner Porphyr      -> siehe:  Grünstein. (Serpentin).
Antillit    
1). Zersetzungsprodukt des Bronzits, nahe des Deweylith.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Minerale der Serpentingruppe als Verwitterungsprodukt von Enstatit.
Antimoine       -> siehe:  Spiesszglanz. (Antimonit).
Antimoine Sulfuré      -> siehe:  Grauspiessglanzerz. Siehe auch unter Haarförmiges Grauspiessglanzerz und Strahliges Grauspiessglanzerz.
Antimoine Sulfuré Sexoctonal      -> siehe:  Strahliges Grauspiessglanzerz. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Grauspiessglanz-Varietät.
Antimoine Sulfuré argentitère      -> siehe:  Haarförmiges Grauspiessglanzerz. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Grauspiessglanz-Varietät.
Antimoine Sulfuré cylindroide       -> siehe:  Strahliges Grauspiessglanzerz. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Grauspiessglanz-Varietät.
Antimoine Sulfuré quadriactonal       -> siehe:  Strahliges Grauspiessglanzerz. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Grauspiessglanz-Varietät.
Antimoine hydro-sulfuré       -> siehe:  Rotspiessglanzerz. (Kermesit).
Antimoine hydro-sulfuré aciculaire      -> siehe:  Rotspiessglanzerz. (Kermesit).
Antimoine hydrosulphuré      -> siehe:  Rotspiessglanzerz. (Kermesit).
Antimoine natif      -> siehe:  Spiessglanz, gediegen
Antimoine oxydé      -> siehe:  Weissspiessglanzerz. (Valentinit).
Antimoine oxydé sulfuré       -> siehe:  Rotspiessglanzerz. (Kermesit).
Antimoine sulfuré capillaire      -> siehe:  Haarförmiges Grauspiessglanzerz. Alte französische Bezeichnung von Hauy um 1817 für eine Grauspiessglanz-Varietät.
Antimon   IMA1748, grandfathered    -> siehe:  Stibium.
1). Bezeichnung des Mittelalters für Antimon und Antimonit. Wichtig in der Alchemie zur Reinigung des Goldes. Verwendung früher als Schminke und Heilmittel.
2). Mineral.
3). Bezeichnung für das (künstlich hergestellte) Metall, entdeckt 1748 von Basilius Valentinus.
Synonym Anonym 1755: Antimonium (spagyrice praeparatum),  Spiessglas, Spiessglanz
Synonym Gessmann: Album plumbum, Mercurius noster, Plumbum sapientium, Plumbum de minera, Plumbum minerale, Plumbum mortuum, Saturnus philosophorum,  Spiessglas, Stibium, Terra nigra
Synonym Schneider:  Aquila nigra, Aries, Arsenicum nigrae martis, Cerberus infernalis triceps, Lapis philosophorum, Leo viridis, Lupus Hungaricus, Lupus mineralium, Lupus rapax, Magnesia nigra, Magnesia saturni, Plumbum mortuum, Plumbum philosophorum, Plumbum sapientuna, Plumbum nigrum, Primum ens auri, Primus ens metallorum, Protheus, Radix metallorum, Sal leprosum, Saturnus philosophorum, Terra nigra, Baum der Erkenntnis, Gutes und Böses, glänzende Heerspitzen,   roter Löwe Paracelsi, chymischer Wolf oder ungarischer Wolf, grauer Wolf, mineralischer Wolf, universaler Wolf.
Synonym Garett: Stibnit "Spiessglas", war dasselbe nach Meinung der alten Alchemisten nichts anderes als ein "coagulierter Mercurius". Das Antimonium galt deshalb als das edelste Ding, und die aus demselben hergestellte "Quintam essentiam Antimonii" als eine wunderbare Universal-Medizin, welche sämtliche anderen Medizinen überflüssig machen konnte. Jedoch die Herstellung dieser Essenz war angeblich nur wenigen "unter Gottes Beihilfe" gelungen. Im alchemistischen Sinne sollte das Antimon das Symbol des Irdischen, der "Urmaterie" darstellen. (Gessmann 1899).
Durch Ausschmelzen des mineralisch vorkommenden Grauspiessglanzerzes (Minera antimonii) erhalten. Hauptbestandteil Antimontrisulfid (Sb2S3). War pharm. das Ausgangsmaterial für alle Antimonverbindungen. Alchem. und in Hüttenlaboratorien diente es unter anderem zum Ausschmelzen von Gold aus Legierungen. (Schneider 1962).
Vom lateinischen "antimonium". Der Begriff stammt von Constantinius Africanus (ca. 1050), er bezog sich dabei auf Stibnit. (Garett).
In alten Texten ist damit immer das schwefelhaltige Erz (Antimonerz), Antimon(III)-Sulfid gemeint.  (Hornfisher 1998).
Antimon, gediegen       -> siehe:  Antimon
Antimon-Arsen   Allemontit oder Stibarsen.
Antimon-Arsen-Fahlerz       -> siehe:  Tetraedrit. Tetraedrit oder Tennantit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tennantit.
Antimon-Arsenfahlerz      -> siehe:  Tetraedrit. Tetraedrit oder Tennantit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tennantit.
Antimon-Arseniknickelglanz       -> siehe:  Gersdorffit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Antimon-haltigen Gersdorffit.
Antimon-Arsensilber       -> siehe:  Huntilith.
1). Sb-haltiger Huntilith, Varietät. Evt. Chanarcillit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Silber oder Acanthit mit anderen Mineralen, z.B. Nickelin, Galenit, Antimon-haltigen Mineralen u.a.
Antimon-Bleiblende       -> siehe:  Boulangerit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Boulangerit.
Antimon-Bleiglanz       -> siehe:  Bournonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bournonit.
Antimon-Bleikupferblende       -> siehe:  Bournonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bournonit.
Antimon-Enargit      -> siehe:  Luzonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Famatinit oder Antimon-haltigen Luzonit.
Antimon-Fahlerz      -> siehe:  Tetraedrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tetraedrit.
Antimon-Gültigerz       -> siehe:  Pyrargyrit
Antimon-Kupfer      -> siehe:  Horsfordit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Horsfordit.
Antimon-Kupferglanz      -> siehe:  Bournonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bournonit.
Antimon-Nickelglanz      -> siehe:  Ullmannit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ullmannit.
Antimon-Nickelkies      -> siehe:  Ullmannit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ullmannit.
Antimon-Nickelkobaltglanz       -> siehe:  Willyamit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Willyamit.
Antimon-Ocker      -> siehe:  Stibiconit. Verwitterungsprodukt von Sb-Mineralien. Zum Teil Bindheimit und zum Teil Stibiconit. Stibiconit weist dasselbe Kristallgitter auf wie Roméit und die Pyrochlore und ist ein Verwitterungsprodukt von Stibnit und Antimon-Sulfosalzen. Dadurch können entsprechende Pseudomorphosen gebildet werden.
Antimon-Pearceit      -> siehe:  Antimonpearceit
Antimon-Phyllit      -> siehe:  Valentinit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Valentinit.
Antimon-Pyrochlor       -> siehe:  Pyrochlor
1). Varietät von Pyrochlor.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Romeit, zum Teil auch für Antimon-haltige Minerale der Pyrochlor-Gruppe.
Antimon-Quarz       -> siehe:  Antimonit-Quarz
Antimon-Rotgültigerz       -> siehe:  Pyrargyrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pyrargyrit. Man unterscheidet, je nachdem Antimon oder Arsen in die Verbindung eintritt, dunkles Rotgiltigerz (Antimonsilberblende, Pyrargyrit) SbAg3S3, mit 59,97% Silber und 22,21% Antimon, von dunkel bleigrauer bis cochenilleroter Farbe, an den Kanten rot durchscheinend, und lichtes Rotgiltigerz (Arsensilberblende, Proustit).
Antimon-Silber      -> siehe:  Dyskrasit
1). Legierung von Silber und Antimon und erscheint in hydrothermalen Erzgängen.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Dyskrasit.
Antimon-Silberblende       -> siehe:  Pyrargyrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pyrargyrit.
Antimon-Silberglanz       -> siehe:  Stephanit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Stephanit.
Antimon-Zinnober      -> siehe:  Kermesit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Kermesit.
Antimonarsen    Antimon oder Allemontit.
1). Isomorphe Mischung von As und Sb, wobei As oder Sb vorwiegen kann. Löslich in Königswasser.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Stibarsen oder ein Gemenge von Stibarsen mit Antimon oder Stibarsen mit Arsen.
Antimonarsenfahlerz       -> siehe:  Tetraedrit. Tetraedrit oder Tennantit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tennantit.
Antimonarsennickel       -> siehe:  Nickelin
Antimonarsennickelglanz       -> siehe:  Ullmannit. Korynit, Gersdorffit.
Antimonarsensilber       -> siehe:  Huntilith
1). Sb-haltiger Huntilith, Varietät. Evtl. Chanarcillit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Silber oder Acanthit mit anderen Mineralen, z.B. Nickelin, Galenit, Antimon-haltigen Mineralen u.a.
Antimonbleiblende       -> siehe:  Boulangerit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Boulangerit.
Antimonbleierz       -> siehe:  Bournonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bournonit.
Antimonbleiglanz       -> siehe:  Bournonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bournonit.
Antimonbleikupferblende       -> siehe:  Bournonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bournonit.
Antimonbleispat       -> siehe:  Bindheimit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bindheimit.
Antimonbleispath       -> siehe:  Bindheimit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bindheimit.
Antimonblende       -> siehe:  Kermesit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Kermesit.
Antimonblüte       -> siehe:  Valentinit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Valentinit.
Antimonblüthe       -> siehe:  Valentinit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Valentinit.
Antimonenargit       -> siehe:  Luzonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Famatinit oder Antimon-haltigen Luzonit.
Antimonerz    Das Erz besteht chemisch gesehen aus Antimon(III)-Sulfid. (Hornfisher 1998). Synonym nach Hornfisher: Antimonit, Spiessglas, Spiessglanz, Stibnit.
Antimonfahlerz       -> siehe:  Tetraedrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tetraedrit.
Antimonglanz       -> siehe:  Antimonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Antimonit.
Antimonglanzerz       -> siehe:  Heteromorphit
1). Heteromorphit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Antimonit oder für verschiedene Antimonspiessglanze (Antimonsulfosalze).
Antimongültigerz       -> siehe:  Pyrargyrit
Antimonial-Silber       -> siehe:  Haarförmiges Grauspiessglanzerz
Antimonialglanz       -> siehe:  Grauspiessglanzerz
Antimonialisch gediegen Silber       -> siehe:  Spiessglanzsilber
Antimonide       -> siehe:  Antimonid. Bezeichnung für antimonhaltige Minerale, welche nur als zwei Elementen bestehen.
Antimonige Säure       -> siehe:  Valentinit
Antimonii flores    Spiessglas-Blüte (Anonym 1755). Antimonsulfid wird in einem Sublimationsgefäss (Sublimatio) vorsichtig erhitzt, wobei sich geringe Mengen verschiedener Sublimate bilden. Hauptbestandteil Antimonoxide (Sb2O3 und etwas Sb2O4). (Schneider 1962).
Antimonii hepar    Spiessglas-Leber (Anonym 1755). Leberfarbene Mischung verschiedener Antimonverbindungen, die man durch Verpuffen von Antimonium mit Salpeter und anschliessendes Glühen erhält. Wurde mit Wasser ausgewaschen und lieferte dann das vielgebrauchte Arzneipräparat (Crocus metallorum). (Schneider 1962).
Antimonii regulus    
1). Spiessglas-König (Anonym 1755).
2). Synonym für Regulus antimonii (Schneider 1962).
Das raffinierte Antimon (Sb) kommt als Regulus in den Handel.
Antimonii vitrum       -> siehe:  Antimonglas. Spiessglas-Glanz (Anonym 1755). Siehe Antimonglas (Schneider 1962).
Antimonine natif       -> siehe:  Gediegen Spiessglanz
Antimonischer Pyrrhotin      -> siehe:  Breithauptit
Antimonit       -> siehe:  Stibnit. Name wegen seines Sb-Anteils in der chemischen Zusammensetzung.
1). Mineral. Nach HAIDINGER, 1845.
2). Antimonit, auch unter den Namen Grauspiessglanz, Antimonglanz oder Stibnit bekannt, ist ein im orthorombischen Kristallsystem kristallisierendes Sulfid-Mineral bleigrauer Farbe mit Härte 2 bis 2,5. Es hat die chemische Zusammensetzung Sb2S3.
Es kann in dichten Aggregaten auftreten, aber auch in Form länglicher strahlenförmiger Kristalle. Die massive Form wird gelegentlich mit Bleiglanz verwechselt, unterscheidet sich von diesem Mineral jedoch dadurch, dass sie bereits in der Streichholzflamme schmilzt. Grauspiessglanz findet sich meist vergesellschaftet mit anderen Sulfiderzen, u. a. in Hydrothermaladern, tritt aber auch in Kalkstein auf. Wirtschaftliche Bedeutung hat das Mineral durch seinen Antimon-Gehalt: Dieses sehr seltene Metall, dass lediglich 0,00002 % der Erdkruste ausmacht und z. B. in gehärtetem Getriebestahl, als Zumischung in Batterieblei und in der Halbleiterindustrie Anwendung findet, wird hauptsächlich aus Grauspiessglanz gewonnen. Hauptexporteur war im Jahre 2003 die Volksrepublik China.  
Der grösste bisher gefundene Antimonitkristall ist 60cm lang und stammt aus Ichinokawa Mine auf der südlichen Insel Shikoku, Japan. Er ist im mineralogischen Museum in Hamburg ausgestellt. Die Kristalle wurden ca. zwischen 1882 und 1886 gefunden.
3). Siehe Antimonerz (Hornfisher 1998).
Antimonit-Quarz       -> siehe:  Quarz. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für Bergkristall mit Einschlüssen von nadeligem Antimonit. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Antimonitquarz       -> siehe:  Quarz. Handelsbezeichnung für Bergkristall mit Einschlüssen von nadeligem Antimonit. Verwendung selten als Schmuckstein.
Antimonium       -> siehe:  Antimon
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Antimonit oder für Antimon als Metall.
2). Alter Begriff aus der Alchemie. Siehe auch unter Lapis philosophorum.
3). Siehe unter Spiesglanz.
Antimonium album       -> siehe:  Bismuthum. Alter Begriff aus der Alchemie. Synonym für Bismuthum (Schneider 1962).
Antimonium crudum       -> siehe:  Antimonit. Name von lateinisch 'crudus' = roh. Lateinisch für Antimonit. Siehe auch unter Rohes Spiesglas.
Antimonium crudum sulfuratum      -> siehe:  Antimonit. Name von lateinisch 'crudus' = roh und 'sulfuratus' = schwefelhaltig. Lateinisch für Antimonit.
Antimonium diaphoreticum    Synonym Schneider: Calx antimonii nitrata. "Schweisstreibender Spiessglanzkalk". Seit Anfang des 17. Jhd. geschätztes Arzneipräparat, bereitet durch Verpuffen von Grauspiessglanz (Antimonium) mit überschüssigem Salpeter. Besteht Hauptbestandteil aus Kaliumantimonat (KSbO3) und Antimon(V)-oxid (Sb2O5). (Schneider 1962).
Antimonium metallicum      -> siehe:  Antimon. Lateinisch für das Metall Antimon.
Antimonium mineralisatum griseum       -> siehe:  Grauspiesglanzerz
Antimonium mineralisatum rubrum       -> siehe:  Rotspiessglanzerz
Antimonium nativum       -> siehe:  Gediegen Spiessglanz
Antimonium nigrum      -> siehe:  Antimonit. Name von lateinisch 'niger' = schwarz. Lateinisch für Antimonit.
Antimonium plumosum       -> siehe:  Haarförmiges Grauspiessglanzerz
Antimonium sulfuratum aurantiacum       -> siehe:  Kermesit. Name von lateinisch 'antimonium' = Antimon und 'sulfuratum' = schwefelhaltig und 'aurum' = Gold. Lateinisch für Kermesit.
Antimonium sulfuratum crudum       -> siehe:  Antimonit. Lateinisch für Antimonit.
Antimonium sulfuratum rubrum       -> siehe:  Kermesit Name von lateinisch 'sulfuratum' = schwefelhaltig und 'ruber' = rot. Lateinisch für Kermesit.
Antimoniumnitrat       -> siehe:  Nitrammit   
Antimonkupfer       -> siehe:  Horsfordit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Horsfordit.
Antimonkupferblende       -> siehe:  Bournonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bournonit.
Antimonkupferglanz       -> siehe:  Bournonit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Bournonit.
Antimonluzonit       -> siehe:  Stibioluzonit
Antimonnickel       -> siehe:  Breithauptit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Breithauptit oder für Ullmannit.
Antimonnickelglanz       -> siehe:  Ullmannit
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ullmannit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Breithauptit.
Antimonnickelkies       -> siehe:  Ullmannit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Ullmannit.
Antimonnickelkobaltglanz       -> siehe:  Willyamit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Willyamit.
Antimonocker       -> siehe:  Stibiconit
1). Verwitterungsprodukt von Sb-Mineralien. Zum Teil Bindheimit und zum Teil Stibiconit. Stibiconit weist dasselbe Kristallgitter auf wie Roméit und die Pyrochlore und ist ein Verwitterungsprodukt von Stibnit und Antimon-Sulfosalzen. Dadurch können entsprechende Pseudomorphosen gebildet werden.
2). Cervantit.
Antimonophyllit       -> siehe:  Valentinit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Valentinit.
Antimonoxychlorid    
1). Sarawakit (ungenau definiert).
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein wahrscheinlich mit Onoratoit identisches Mineral.
Antimonoxyd       -> siehe:  Valentinit
Antimonpearceit   -    -> siehe:  Polybasit-Tac. Wegen seiner Zusammensetzung und dem Verhalten zu Pearceit.
Antimonphyllit       -> siehe:  Valentinit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Valentinit.
Antimonpyrochlor       -> siehe:  Pyrochlor
1). Varietät von Pyrochlor.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Romeit, zum Teil auch für Antimon-haltige Minerale der Pyrochlor-Gruppe.
Antimonquarz       -> siehe:  Antimonitquarz
Antimonrotgiltigerz       -> siehe:  Pyrargyrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pyrargyrit. Man unterscheidet, je nachdem Antimon oder Arsen in die Verbindung eintritt, dunkles Rotgiltigerz (Antimonsilberblende, Pyrargyrit) SbAg3S3, mit 59,97% Silber und 22,21% Antimon, von dunkel bleigrauer bis cochenilleroter Farbe, an den Kanten rot durchscheinend, und lichtes Rotgiltigerz (Arsensilberblende, Proustit).
Antimonrotgulden       -> siehe:  Pyrargyrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pyrargyrit. Man unterscheidet, je nachdem Antimon oder Arsen in die Verbindung eintritt, dunkles Rotgiltigerz (Antimonsilberblende, Pyrargyrit) SbAg3S3, mit 59,97% Silber und 22,21% Antimon, von dunkel bleigrauer bis cochenilleroter Farbe, an den Kanten rot durchscheinend, und lichtes Rotgiltigerz (Arsensilberblende, Proustit).
Antimonrotgültig       -> siehe:  Pyrargyrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pyrargyrit. Man unterscheidet, je nachdem Antimon oder Arsen in die Verbindung eintritt, dunkles Rotgiltigerz (Antimonsilberblende, Pyrargyrit) SbAg3S3, mit 59,97% Silber und 22,21% Antimon, von dunkel bleigrauer bis cochenilleroter Farbe, an den Kanten rot durchscheinend, und lichtes Rotgiltigerz (Arsensilberblende, Proustit).
Antimonrotgültigerz       -> siehe:  Pyrargyrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pyrargyrit. Man unterscheidet, je nachdem Antimon oder Arsen in die Verbindung eintritt, dunkles Rotgiltigerz (Antimonsilberblende, Pyrargyrit) SbAg3S3, mit 59,97% Silber und 22,21% Antimon, von dunkel bleigrauer bis cochenilleroter Farbe, an den Kanten rot durchscheinend, und lichtes Rotgiltigerz (Arsensilberblende, Proustit).
Antimonsaures Bleioxyd       -> siehe:  Bindheimit
Antimonselit   IMA1992-003, anerkannt.
Antimonsilber       -> siehe:  Dyskrasit
1). Legierung von Silber und Antimon und erscheint in hydrothermalen Erzgängen.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Dyskrasit.
Antimonsilberblende       -> siehe:  Pyrargyrit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Pyrargyrit. Man unterscheidet, je nachdem Antimon oder Arsen in die Verbindung eintritt, dunkles Rotgiltigerz (Antimonsilberblende, Pyrargyrit) SbAg3S3, mit 59,97% Silber und 22,21% Antimon, von dunkel bleigrauer bis cochenilleroter Farbe, an den Kanten rot durchscheinend, und lichtes Rotgiltigerz (Arsensilberblende, Proustit).
Antimonsilberglanz       -> siehe:  Stephanit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Stephanit.
Antimonspat       -> siehe:  Valentinit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Valentinit.
Antimony Blende       -> siehe:  Kermesit. Nicht mehr gebräuchliche, englische Bezeichnung für Kermesit.
Antimonzinnober       -> siehe:  Kermesit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Kermesit.
Antinoine       -> siehe:  Spiesglanz
Antiperthit       -> siehe:  Andesin
1). Feinverteilte Kalifeldspat Entmischungen in Plagioklas (meist Andesin-Labradorit).
2). Bezeichnung für eine feine Verwachsung infolge von Entmischungsvorgängen aus Orthoklas oder Mikroklin und einem Plagioklas bzw. aus zwei Plagioklas-Phasen.
Antipinit   IMA2014-027, anerkannt.
Antitaenit    Weiteres nicht bekannt.
Antiëdrit   diskreditiert    -> siehe:  Antiedrit
Antlerit   IMA1968 s.p., anerkannt. Name nach der Lokalität: Antler Mine, Mojave Co., Arizona. Nach HILLEBRAND, 1889.
Antofagasit       -> siehe:  Eriochalcit. Benannt nach dem Vorkommen in Antofagasta (Chile). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Eriochalcit.
Antofagastit       -> siehe:  Eriochalcit. Benannt nach dem Vorkommen in Antofagasta (Chile). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Eriochalcit.
Antoit       -> siehe:  Anduoit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Anduoit.
Antokroit       -> siehe:  Diopsid. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Mangan-haltigen Diopsid.
Antolit    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Anthophyllit oder Cummingtonit.
Antolith    Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Anthophyllit oder Cummingtonit.
Antonit       -> siehe:  Muskovit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Muskovit.
Antozonit       -> siehe:  Fluorit. Ein meist radioaktiver, schwarzviolett verfärbter Fluorit. Riecht beim Anschlagen nach Fluor.
Antrimolit       -> siehe:  Antrimolith
Antrimolith    Benannt nach dem Fundort Antrim, Nord-Irland.
1). Gemenge von Thomsonit und Natrolith.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge aus Thomsonit, Mesolit und Natrolith oder ein Gemenge aus Thomsonit, Mesolit und Calcit.
3). Antrimolith (THOMSON 1834, 1836) steht für weisse oder braungefleckte, seidenfaserige, stalaktitische Aggregate von Mesolith aus Antrim in Nordirland, nach heutiger Auffassung auch für ein Gemenge aus Thomsonit, Natrolith und Mesolith (TSCHERNICH 1992).
Antrophthalmit       -> siehe:  Chalcedon
Antrophyllit   diskreditiert.
Antunesit       -> siehe:  Jarosit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Jarosit.
Antunezit       -> siehe:  Jarosit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Jarosit.
Antunit       -> siehe:  Jarosit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Jarosit.
Anyolit       -> siehe:  Anyolith. Grüner Zoisit, Varietät (oft mit Rubin).
Anyolith       -> siehe:  Zoisit-Amphibolit. Nach dem Massai-Wort für 'grün' und griechisch 'lithos' für Stein.
1). Grüner Zoisit, Varietät (oft mit Rubin).
2). Das Material aus Tansania trägt den Handelsnamen Anyolith (nach dem Massai-Wort für 'grün' und griechisch 'lithos' für Stein.
Anyuiit    IMA1987-053, anerkannt. Name: nach der Typlokalität dem Fluss Bolshoi Anyuii, Nordost-Sibirien in Russland.
Anzait-(Ce)   IMA2013-004, anerkannt.
Apache gold       -> siehe:  Pyrit. Volkstümliche, irreführende Bezeichnung in Amerika für Pyrit.
Apachen-Träne      -> siehe:  Obsidian. Wegen dem Fundgebiet in den Indianerreservaten von Arizona und Kalifornien.
1). Varietät des Obsidian. Zeigt geschwungene, auf Bewegungen der noch zähflüssigen Lava zurückgehende ''Wellen'', aufgrund der Mineralstoffarmut fast transparent.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für abgerollte, rauchfarbene Obsidiane. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Apachengold       -> siehe:  Chalkopyrit.
1). Volkstümliche Bezeichnung in Amerika für Chalkopyrit. Siehe auch unter Pyritachat. Volkstümliche Bezeichnung in Amerika für Pyrit.
2). Auch Synonym von Pyrit. Ein Gemenge von Pyrit und Chalcedon.
Apachenträne       -> siehe:  Obsidian. Wegen dem Fundgebiet in den Indianerreservaten von Arizona und Kalifornien.
1). Varietät des Obsidian. Zeigt geschwungene, auf Bewegungen der noch zähflüssigen Lava zurückgehende ''Wellen'', aufgrund der Mineralstoffarmut fast transparent.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für abgerollte, rauchfarbene Obsidiane. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Apachit   IMA1979-022, anerkannt.
1). Benannt nach dem Indianerstamm der Apachen im Fundstaat Texas.
2). Benannt nach dem Indianerstamm der Apachen, der früher im Fundgebiet lebte.
1). Gestein. Ein Phonolith, ca. 75% Anorthoklas, Rest Nephelin und Ferropargasit. Vorkommen: Texas.
2). Vorkommen: Christmas Mine, Gila County in Arizona.
Apatelit       -> siehe:  Hydronium Jarosit.
1). Evtl. Hydronium-Jarosit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Hydronium-Jarosit.
Apatit    Der Name stammt von dem Griechischen apate ab und bedeutet "Täuschung", da sich Apatit leicht mit anderen Mineralen wie zum Beispiel Turmalin oder Beryll verwechseln lässt. Unter den Begriff Apatit fällt heute eine ganze Mineralgruppe. Apatit ist ein im hexagonalen Kristallsystem kristallisierendes Phosphat-Mineral mit Härte 5, der chemischen Zusammensetzung Ca5(PO4)3(F,Cl,OH) und variabler, oft grüner, brauner oder weisser Farbe. Varietäten sind: Fluor-Apatit Ca5(PO4)3F ist ein wichtiger Bestandteil von Zähnen insbesondere des Zahnschmelzes. Hydroxyl-Apatit Ca5(PO4)3OH wird nach einem Verfahren von Tiselius auch künstlich hergestellt und dient dann bei der chromatografischen Trennung von Eiweissstoffen als stationäre Phase in der Säule. Ausserdem bildet es die Knochensubstanz bei Wirbeltieren. Spargelstein gelblich-grün Moroxit bläulich-grün.
Enthält Spuren von Uran und anderen seltenen Erden.
Unterschiede bei den Apatiten:
Fluorapatit  Ca5[F|(PO4)3]
Chlorapatit  Ca5[Cl|(PO4)3]
Hydroxylapatit  Ca5[OH|(PO4)3]
Carbonat-Fluorapatit  Ca5[F|(PO4,CO3OH)3]
Carbonat-Hydroxylapatit Ca5[OH|(PO4,CO3OH)3]
Apatit-(CaCl)       -> siehe:  Chlorapatit
Apatit-(CaF)       -> siehe:  Fluorapatit
Apatit-(CaOH)   IMA2010 s.p., ?    -> siehe:  Hydroxylapatit
Apatit-(CaOH)-M  -    -> siehe:  Hydroxylapatit-M
Apatit-(SrOH)      -> siehe:  Fluorstrophit. Name nach der Zusammensetzung und der Aehnlichkeit zum Apatit. Fluorstrophit -ehemals Strontiumapatit- ist Fluor-dominant.
Apatit-Katzenauge       -> siehe:  Apatit
1). Apatit mit Katzenaugeneffekt. Siehe auch unter Katzenauge.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für die Katzenaugen-Varietät des Apatit, blau, gelb, braungrün, grün. Findet selten Verwendung als Schmuckstein. Der Katzenaugen-Effekt kommt nur im Cabochon-Schliff zur Geltung.
Apatit-Phosphorit       -> siehe:  Apatitphosphorit. Sammelbezeichnung für sedimentär entstandene Apatitanreicherungen in erdiger, traubiger, knolliger Ausbildung.
Apatitphosphorit    Sammelbezeichnung für sedimentär entstandene Apatitanreicherungen in erdiger, traubiger, knolliger Ausbildung.
Apexit   IMA2015-002, anerkannt.
Apfelgrüner Quarz       -> siehe:  Prehnit
Aphanese       -> siehe:  Klinoklas. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Klinoklas.
Aphanesit       -> siehe:  Klinoklas. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Klinoklas.
Apharese       -> siehe:  Libethenit. Auch Pseudolibethenit.
Aphjonit       -> siehe:  Apjohnit
Aphricit       -> siehe:  Aphrizit
Aphrit       -> siehe:  Aragonit.
1). Schuppiger Aragonit, pseudomorph nach Gips.
2). Definition um 1817: Aphrit, ein vom starken Aufbrausen der hieher gerechneten Fossilien mit Mineralsäuren, oder von ihrem schaumartigen Äussern hergeleitete Benennung, welche Hr. Karsten zweyen sonst bekannten Fosslien des Kalkgeschlechts gegeben, und sie als Arten unter den vorstehenden Gattungsnahmen eingeordnet hat. Sie waren sonst bekannt unter den Benennungen Schieferspath und Schaumerde und jener ist nun der verhärtete und dieser der zerreibliche Aphrit. Von jedem wird nach ihren alten Benennungen in dem ihnen zukommenden Buchstaben gehandelt werden. Siehe auch unter Schaumerde und Schaumkalk.
Aphrizit       -> siehe:  Turmalin.
1). Synonym von Schörl. Fe-Turmalin. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung.
2). Definition um 1817: Aphricit, eine vom starken Aufschäumen des Fossils mit Borax hergeleitete Benennung, welche d’Andrada einer nordischen Seltenheit gegeben hat, die Schumacher für gemeinen Schörl, Hauy für edlen Schörl halten, und Lenz als eine besondere Art aufführet. Er kommt nur in Krystallen vor und zwar in sechsseitigen, mit vier Flächen zu gespitzten und an den Seitenkanten abgestumpften Säulen, deren Zuspitzungsfläche sich in eine Linie endiget. Nach Hoffmann ist die Zuspitzung wie beym Schörl dreyflächig, und nur eine der Abstumpfungen an den Ecken zwischen der Zuspitzung und den Seitenflächen hat sich so vergrössert, dass die Krystalle das Ansehen einer vierflächigen Zuspitzung erhält. Die Oberfläche glatt; die Farbe dunkelschwarz; der Bruch uneben mit Annäherung an das Muschelige; übrigens ist er undurchsichtig. Siehe auch unter Gemeiner Schörl.
Aphrochalcit       -> siehe:  Tirolit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tirolit.
Aphrodit       -> siehe:  Stevensit.
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Stevensit.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen pinkvioletten Kalkstein. Verwendung als Dekorstein, siehe auch unter Salome.
Aphrodite       -> siehe:  Aphrodit. Alchemie: Synonym für Kupfer (Schneider).
Aphronitrum       -> siehe:  Salpeter. Definition um 1817: Aphronitrum, nannten die Alten ein leicht zerfliessbares Salz, welches zuweilen an den Wänden mancher Mauern, auf dem Boden der Viehweiden, Stallungen ec. ausschlägt und theils einen wolligen Überzug bildet. Ob sie aber unsern Kalksalpeter oder ein anderes Salz verstanden haben, dürfte kaum mit Gewissheit ausgemacht werden können. Ohne das nehmen wir es mit den Ausdrücken : Mauersalpeter, Mauerschweiss, Mauersalz nicht so genau, und obschon in den meisten Fällen der Kalksalpeter verstanden werden kann: so kann es doch eben auch ein unreines  kohlensaures Natron oder wohl auch hin und wieder Bittersalz seyn.  
Aphrosiderit       -> siehe:  Chamosit.
1). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Eisen-haltigen Clinochlor.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Magnesium-haltigen Chamosit.
Aphrowad       -> siehe:  Wad
Aphtalit       -> siehe:  Aphtitalit
Aphtalose       -> siehe:  Glaserit.
1). Glaserit.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Aphthitalit.
Aphthalose       -> siehe:  Glaserit
Aphthitalit    IMA1835, grandfathered. Name nach dem Griechischen: "unveränderlich" und "Salz" in Anspielung auf die Stabilität an der Luft.
1). Als Ausblühungen auf dem Beton. Welche Faktoren zu den Ausblühungen führen ist nicht bekannt, tritt doch das Phänomen nicht bei jedem Beton, aber an verschiedenen Orten in der Schweiz auf.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tetraedrit oder Freibergit.
3). Mineral. Auf Salzlagerstätten und Exhalationsprodukt von Vulkanen, gehört zu den Kalisalzen.
Aphthonit       -> siehe:  Freibergit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Tetraedrit oder Freibergit.
Aphtitalit       -> siehe:  Glaserit
Aphtonit       -> siehe:  Freibergit
Apjohnit   IMA1847, grandfathered. Benannt nach dem engl. Chemiker J. Apjohn.
Aplom       -> siehe:  Andradit     aplom: der Name kommt von griechisch "haplos" = einfach, wegen seiner schlichten Kristallform.
1). Ti-haltige, dunkelbraune Andradit-Varietät.
2). aplom = Mineral, nach HAUY, 1801, siehe auch unter Allochroit.
3). Definition um 1817: Aplome, Aplom-Granat, die Benennung, welche Hauy einem sibirischen Fossil gegeben hat, und welche so viel als einfacher Granat heissen soll. Es bricht in Rhomboidal-Dodekaedern mit parallelen Streifungen auf den Flächen nach den kleinen Diagonalen, welche zu gleich auf eine Würfelform seiner Kerngesalt hinzeigen. Die Farbe ist dunkelbraun und die Eigenschwere nach Hauy = 3,444. Das Fundort der Lenastrom in Sibirien. In Systemen findet man es dermal unter dem gemeinen Granat, zu dem es auch zu gehören scheint.
Aplom-Granat      -> siehe:  Aplom
Aplome       -> siehe:  Aplom
Aplowit    IMA1963-009, anerkannt.
Apoanalcim    
1). Gemenge von Natrolith und Hydronephelin.
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein Gemenge von Natrolith und Gonnardit.
3). Gemenge aus Natrolith und Gonnardit (TSCHERNICH 1992).
Apoanalcit   diskreditiert    -> siehe:  Apoanalcim
1). Gemenge von Natrolith und (?) Hydronephelin.
2). Apoanalcit ist eine zweite Schreibweise für Apoanalcim, einem Gemenge aus Natrolith und GONNARDIT (TSCHERNICH 1992).
Apophyllit    Aus dem Griechischen: apo = ab; phyllon = Blatt, da das Mineral vor dem Lötrohr aufblättert.
1). Der Apophyllit wird wegen seines Perlmuttglanzes und seines eigentümlichen Lichtscheins auf der Basis seiner Kristalle auch Fischaugenstein genannt. Das Mineral wird hauptsächlich u.a. zusammen mit Calcit und Prehnit in Hohlräumen in Basalten gebildet. Apophyllit entsteht aber auch in Gängen von Sulfidlagerstätten.
2). Definition um 1817: Apophyllit, die Benennung eines schon länger bekannten, aber auch verkannten Fossils, welche ihm Hauy desswegen gegeben hat, weil es sowohl durch Reiben auf einem harten Körper, als auch durch Erhitzung und Einwirkung der Säuren in Blätter zerfällt. Werner nannte es von dem einem Fischauge ähnelnden Perlmutterglanze Fischaugenstein; Andern gefiel aber besser die griechische Übersetzung dieses Wortes und nannten es Ichthyophthalmit oder Ichthyophthalm; indessn führen d'Andrada und Schumacher ein ebenso benanntes Fossil auf, welches aber von diesem hierorts so benannten Ichthyophthalmit muss unterschieden werden. Rinnmann führet es als Zeolith von Hallesta in Schweden auf, weil man vormahls gerne alle jene Fossilien unter den Zeolith zählte, welche sich in Säuren zu einer gallertartigen Masse auflöseten. Der Apophyllit findet sich von Gestalt derb und in Krystallen, deren primitive Form nach Hauy ein gerades vierseitiges Prisma ist mit rechtwinklichen Grundflächen, und welche sich in rechtwinkliche Parallelepipida mechanisch theilen lassen. Die Krystalle sind:
1) schwachgeschobene Rhomben, zuweilen etwas langgezogen und in vier seitige Säulen (Apophyllite primitif. Hauy) übergehend und meistens an allen Ecken abgestumpft (Apophyllite épointé Hauy) an allen Seitenkanten abgestumpft (Apophyllite disjoint. Hauy) alle Kanten zugeschärfet (Apophyllite bis-émarginé) mit abgestumpften Ecken und zugeschärften Kanten (Apophyllite synoptique).
2) Eine Krystalle, welche Hauy unter die Surcomposé zählet, von 10 Flächen, wobey zu den übrigen nur die Anlagen da sind, so dass in allen 48 seyn müssen; und daher dürfeten es wahrscheinlich, nach Werners leichterer und fasslicherer Art, rechtwinkliche vierseitige an den Enden zu geschärfte, an den Ecken der Zuschärfungen abgestumpfte Tafeln sind. Ihre Oberfläche ist glatt und glänzend. Dies Fossil zerfällt in der Salpetersäure in kleine Stücke.
Apophyllit-(KF)    Aus dem Griechischen apophylliso  "Flocken von " und dem enthaltenen Fluor. Bis jetzt ist in der Schweiz nur der Fluorapopyhllit nachgewiesen worden.
Apophyllit-(KOH)   IMA1978 s.p., ?    -> siehe:  Hydroxyapophyllit
Apophyllit-(NaF)   IMA1976-032, ?. Aus dem Griechischen apophylliso - "Flocken von ". Bis jetzt in der Schweiz noch nicht nachgewiesen worden (nur Fluorapophyllit).
Apophyllite bis-émarginé       -> siehe:  Apophyllit. Französische Benennung um 1817 von Hauy für eine Apophyllit-Varietät: schwachgeschobene Rhomben, zuweilen etwas langgezogen und in vier seitige Säulen (Apophyllite primitif. Hauy) übergehend und meistens an allen Ecken abgestumpft (Apophyllite épointé Hauy) an allen Seitenkanten abgestumpft (Apophyllite disjoint. Hauy) alle Kanten zugeschärfet (Apophyllite bis-émarginé) mit abgestumpften Ecken und zugeschärften Kanten (Apophyllite synoptique).
Apophyllite disjoint      -> siehe:  Apophyllit. Französische Benennung um 1817 von Hauy für eine Apophyllit-Varietät: schwachgeschobene Rhomben, zuweilen etwas langgezogen und in vier seitige Säulen (Apophyllite primitif. Hauy) übergehend und meistens an allen Ecken abgestumpft (Apophyllite épointé Hauy) an allen Seitenkanten abgestumpft (Apophyllite disjoint.
Apophyllite primitif      -> siehe:  Apophyllit. Französische Benennung um 1817 von Hauy für eine Apophyllit-Varietät: schwachgeschobene Rhomben, zuweilen etwas langgezogen und in vier seitige Säulen.
Apophyllite synoptique       -> siehe:  Apophyllit. Französische Benennung um 1817 von Hauy für eine Apophyllit-Varietät: schwachgeschobene Rhomben, zuweilen etwas langgezogen und in vier seitige Säulen (Apophyllite primitif. Hauy) übergehend und meistens an allen Ecken abgestumpft (Apophyllite épointé Hauy) an allen Seitenkanten abgestumpft (Apophyllite disjoint. Hauy) alle Kanten zugeschärfet (Apophyllite bis-émarginé).
Apophyllite épointé       -> siehe:  Apophyllit. Französische Benennung um 1817 von Hauy für eine Apophyllit-Varietät: schwachgeschobene Rhomben, zuweilen etwas langgezogen und in vier seitige Säulen (Apophyllite primitif. Hauy) übergehend und meistens an allen Ecken abgestumpft (Apophyllite épointé).
Apothekerspat       -> siehe:  Fluorit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für sehr reinen Fluorit.
Apotom       -> siehe:  Coelestin. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Coelestin.
Appleit       -> siehe:  Calcit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Calcit von Apple Cave, Indiana (USA).
Applelit       -> siehe:  Calcit. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für einen Calcit von Apple Cave, Indiana (USA).
Aprico-Achat      -> siehe:  Achat     Name wegen dem rosa bis fleischfarbigen Aussehen. Achat aus Botswana (Botswanaachat).
Apricosin       -> siehe:  Citrin. Synonym von Citrin (Varietät von Quarz). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung.
Apricot-Achat      -> siehe:  Achat. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen durch Brennen orangerot gefärbten Achat. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Apricotin       -> siehe:  Citrin
1). Varietät von Quarz. Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen orangeroten Citrin oder Granat. Findet lokal Verwendung als Schmuckstein.
Aprikosen Achat      -> siehe:  Achat. Name wegen dem rosa bis fleischfarbigen Aussehen.
1). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen durch Brennen orangerot gefärbten Achat aus Botswana. Findet Verwendung als Schmuckstein.
2). Grauer oder brauener Botswana-Achat wird durch das Brennen zum rosafarbenen Aprikosenachat umgeändert.
Aprikosenachat       -> siehe:  Achat. Name wegen dem rosa bis fleischfarbigen Aussehen. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen durch Brennen orangerot gefärbten Achat aus Botswana. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Aprikosin       -> siehe:  Citrin
Aprikotin       -> siehe:  Citrin
Apuanit    IMA1978-069, anerkannt. Name nach der Lokalität: Buca della Vena-Mine, nordöstl. von Stazzema, Versilia Tal, Alp Apuano, Toscana, Italien.
Apyre       -> siehe:  Andalusit
Apyrischer Turmalin    Siehe auch unter Roter Schörl.
Apyrit       -> siehe:  Turmalin. Name nach griechisch 'a' = nicht, kein, 'pyr' = Feuer.
1). Pfirsichblütenfarbiger Turmalin. Rubellit-Varietät.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für rosenrote bis violette Turmaline (Elbait, Liddicoatit). Findet Verwendung als Schmuckstein.
3). Definition um 1817Apyrit, die systematische Benennung, welche Hausmann einigen sonst zur Schörlgattung gerechneten Fossilien wegen ihrer Unschmelzbarkeit vor dem Löthrohre (nach Hauy‘s Vorgange) gegeben, und unter diesen Gattungsnahmen den Sibirit (Rubellit) als edlen Apyrit und den sonst  sogenannten krystallisiten Lepidolith und schörlartigen Beryll als gemeinen  Apyrit eingeordnet hat. Siehe ein jedes dieser Fossilien unter seinen Buchstaben.
4). Siehe auch unter Kristallisierter Lepidolith.
Apyrite       -> siehe:  Apyrit. Evtl. französische Bezeicnung für Apyrit.
Aqnu       -> siehe:  Lapislazuli
Aqua Aura       -> siehe:  Quarz
1). Bezeichnung der alten Römer für Coelestin.
2). Die Bezeichnung wird heute für blau gefärbten (mit Gold bedampfte) Bergkristall verwendet.
3). Mit dünner Goldschicht bedampfter Quarz.
4). New-Age-Bez. für Bergkristalle und Bergkristallgruppen, auf die ( künstlich ) eine dünne Goldschicht aufgedampft wurde. Es entsteht eine unnatürlich blaue Oberflächenfarbe. Bekannt seit 1988, Verwendung meist als Heilstein.
Aqua acuta       -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua argenti      -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua benedicta       -> siehe:  Lapis philosophorum. Alter Begriff aus der Alchemie. Synonym für Lapis philosophorum (Schneider 1962).
Aqua concregationis       -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Quecksilber. Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua fort       -> siehe:  Salpeter
Aqua frigida       -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua ignis       -> siehe:  Nitrum. Synonym für Nitrum (Schneider 1962).
Aqua lilii      -> siehe:  Auripigment. Synonym für Auripigmentum (Schneider 1962).
Aqua lubrica      -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua lucens      -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua luci   Synonym für Arsenicum (Schneider 1962). Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua nostra      -> siehe:  Quecksilber. Synonym für  Materia prima (Schneider 1962). Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua omnium metallorum       -> siehe:  Blei. Synonym für Plumbum (Schneider 1962).
Aqua philosophor      -> siehe:  Quecksilber. Quecksilber. (Gessmann 1899).
Aqua philosophorum       -> siehe:  Quecksilber. Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua viscosa      -> siehe:  Quecksilber. Quecksilber. (Gessmann 1899). Synonym für  Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua vitae       -> siehe:  Quecksilber. Alchemistisch wurde Aqua vitae gelegentlich als Synonym für  Mercurius vivus gebraucht. (Schneider 1962).
Aqua viva   Synonym für  Materia prima (Schneider 1962). Synonym für Mercurius vivus (Schneider 1962).
Aqua volans per aeram       -> siehe:  Lapis philosophorum. Alter Begriff aus der Alchemie. Synonym für Lapis philosophorum (Schneider 1962).
Aqua-Aura       -> siehe:  Aqua Aura.
Aquacreptit    
1). Nicht geklärtes Mineral (mit Kaolinit oder Montmorillonit verwandt?)
2). Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für ein schlecht charakterisiertes Mineral, vielleicht ein Eisen-haltiger Antigorit.
Aquagem       -> siehe:  Saphir. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für synthetischen blauen Saphir. Findet Verwendung als Schmuckstein.
Aqualit    IMA2002-066, anerkanntIm Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für durch Turmalin-Fasern gefärbten Saphirquarz.
Aqualith       -> siehe:  Aqualit. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für durch Turmalin-Fasern gefärbten Saphirquarz.
Aquamarin       -> siehe:  Beryll. Seinen Namen hat der Aquamarin nach der Farbe des Meerwassers-lateinisch 'aqua'=Wasser und 'mare'=Meer.
1). Aquamarin ist eine im hexagonalen Kristallsystem kristallisierende Varietät des Silikat-Minerals Beryll und hat eine Härte von 7,5 bis 8. Seine chemische Zusammensetzung ist durch Be3Al2Si6O18 beschrieben. Die Farbe ist durch Beimengungen von Titan- oder zweiwertigen Eisen-Ionen blassblau, Strichfarbe weiss.
Der grösste jemals gefundene Aquamarin-Kristall wurde im Jahre 1910 im brasilianischen Marambaia entdeckt und hatte bei einem Gewicht von 110,5 kg oder 520.000 Karat in seiner grössten Abmessung eine Länge von 48 Zentimetern. Er ist damit der schwerste jemals gefundene Edelstein. Aus ihm wurden Edelsteine mit einem Gesammtgewicht von etwa 200 000 Karat geschliffen. Ein weiterer Riesenkristall von 61 kg wurde ebenfalls in Brasilien, in der Gegend von Belo Horizonte, gefunden. Im Naturhistorischen Museum von New York liegt ein eiförmig facettierter Aquamarin mit 4438 Karat. Im Smithsonian Institute in Washington kann ein facettierter Aquamarin von 25x10 cm bewundert werden.
2). Definition um 1817: Aquamarin (Aigue marine), die technische Benennung, welche die Steinschneider den grünlichen Abänderungen des Berylls und Topases geben, und diese in den occidentalischen und orientalischen unterscheiden. Zu den occidentalischen gehöret vorzüglich der in den sächsischen Zinnseifen bey Eibenstock sich findende Topas. Siehe auch unter Edler Topas.
Hellgrüner Aquamarin wird durch das Brennen zum hellblauen Aquamarin umgeändert.
Aquamarin-Chrysolith       -> siehe:  Beryll
1). Varietät von Beryll.
2). Irreführende und im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen grünlichen Beryll (Heliodor).
Aquamarin-Fluss       -> siehe:  Flussspat. (Fluorit).
Aquamarin-Katzenauge      -> siehe:  Aquamarin. Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für die Katzenaugen-Varietät des Aquamarin. Der Effekt entsteht durch orientiert eingelagerte Fremmineralien oder Hohlkanäle. Findet Verwendung als Schmuckstein. Der Katzenaugen-Effekt kommt nur im Cabochon-Schliff zur Geltung.
Aquamarine    
1). Englisch für Aquamarin.
2). Im Steinhandel gebräuchliche Bezeichnung für einen Kalkstein oder Marmor.
Aquamarinfluss       -> siehe:  Aquamarin-Fluss
Aquila       -> siehe:  Nitrum
Aquila jovis       -> siehe:  Quecksilber
Aquila nigra       -> siehe:  Antimon. Alter Begriff aus der Alchemie
1). Antimon.
2). Cobaltum.
Aquila saturni       -> siehe:  Quecksilber






AURE       -> siehe:  Ureilit
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